Baby on board

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Den Fiskus an den ersten Monaten beteiligen


Die Freude über gesunden Nachwuchs ist übergroß. Auch das Finanzamt freut sich über einen zukünftigen Steuerzahler. Doch im Gegenzug können Sie den Fiskus an den Geburtskosten beteiligen. Welche Ausgaben Ihre Steuern mindern, haben wir für Sie zusammengefasst.

Entbindungskosten

Alle Kosten für die Entbindung, die Sie nicht von der Krankenkasse gezahlt bekommen, können Sie steuerlich geltend machen. Dazu gehören Ausgaben für Arzt, Hebamme und das Krankenhauspersonal.

Fahrten ins Krankenhaus

An- und Abreisefahrten in die Klinik können Sie ebenso ansetzen. Berechnen Sie sich für jeden gefahrenen Kilometer 0,30 €. Sind Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren und waren diese Ausgaben teurer? Dann setzen Sie diese Kosten an.

Tipp: Musste Ihr Nesthäkchen nach der Geburt noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben? Dann können Sie sämtliche Besuchsfahrten – auch tägliche – von der Steuer absetzen.

Übernachtungskosten

Auch die Kosten für die Übernachtung im Krankenhaus mindern Ihre Steuer. Musste Ihr Nachwuchs noch ein paar Tage in der Klinik bleiben und Sie wollten nah bei ihrem Neugeborenen sein? Auch diese Ausgaben können Sie absetzen.

Kurse

Ausgaben zur Schwangerschaftsvorbereitung können Sie steuermindernd ansetzen – wenn Sie medizinisch notwendig waren. Zum Nachweis benötigen Sie ein ärztliches Attest. Gleiches gilt für die Teilnahme an Rückbildungskursen.

Massagen, Bäder, Gymnastik

Wurde Ihnen eine solche Maßnahme verschrieben, können Sie Ihren bezahlten Eigenanteil ansetzen.

Stärkungsmittel

Kräutertinkturen, Pflanzensäfte, Eisenpräparate oder diverse Tees können auch Ihre Steuer mindern. Voraussetzung: Die Mittelchen wurden Ihnen vom Arzt verschrieben.

Künstliche Befruchtung

Ausgaben für eine künstliche Befruchtung erkennt der Fiskus an – Kosten einer freiwilligen Sterilisation jedoch nicht.

 Wo Sie die Ausgaben eintragen

Alle oben genannten Ausgaben werden als „außergewöhnliche Belastungen“ anerkannt. Tragen Sie den Gesamtbetrag aller Kosten im Mantelbogen in Zeile 67 ein.

Ein Teil ist selbst zu tragen

Diese Ausgaben wirken sich erst dann aus, wenn sie die so genannte „zumutbare Eigenbelastung“ übersteigen. Dies ist ein gesetzlich zumutbarer Eigenanteil, der abhängt von Ihrem Einkommen, Familienstand und Zahl Ihrer Kinder. Erst Kosten über dieser Grenze wirken sich steuermindernd aus.

Haushaltshilfe

Haben Sie in den ersten Monaten nach der Geburt eine Unterstützung im Haushalt eingestellt? Bei einem Mini-Jobber können Sie 20 Prozent der Kosten geltend machen – bis zu 510 € im Jahr. Bei einer sozialversicherungspflichtigen Hilfe mindern sogar bis zu 4.000 € jährlich Ihre Steuern. Gleiches gilt bei einem mobilen Pflegedienst oder einer Pflegekraft.

Betreuungskosten

Kinderbetreuungskosten werden steuerlich berücksichtigt. Dabei ist es egal, ob die Kleinen durch eine Tagesmutter oder in der Kita betreut werden. Pro Jahr können zwei Drittel der nachgewiesenen Betreuungskosten für Kinder bis zum 14. Lebensjahr abgesetzt werden. Höchstens abziehbar sind 4.000 € – pro Kind und Jahr.

Wichtig:  Denken Sie daran, rechtzeitig Kindergeld zu beantragen. Für das erste Kind sind das immerhin 184 € im Monat.

Nicht abziehbar sind:

  • Erstausstattung (Kinderwagen, Möbel, Kleidung)
  • Umstandskleidung
  • Verhütungsmittel
  • Fachliteratur über Schwangerschaft
  • Umzug in eine größere Wohnung

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