Essensmarken und MenĂĽ-Schecks

Nutzen Sie die steuerlichen Vorteile


Falls Sie mittags nicht in einer Kantine essen können, sondern sich jeden Tag selbst verköstigen, wissen Sie selber: Entweder ist das “tägliche Brot” auf Dauer zuwider, oder das Essen in umliegenden Lokalitäten auf Dauer ziemlich teuer.

Steuerliche Vorteile durch MenĂĽchecks

Um nun das Essen schmackhafter und preiswerter zu machen, gewähren viele Chefs ihren Mitarbeitern Essenmarken oder Menü- bzw. Restaurant-Schecks. Und dabei können Sie sogar von einer sehr vorteilhaften steuerlichen Regelung profitieren:

Essensmarken: 558 Euro im Jahr steuerfrei

Der Wert des Restaurant-Schecks darf um 3,10 Euro höher sein als der amtliche Sachbezugswert für das Mittagessen. Im Jahr 2015 darf also der Scheck einen Wert bis zu 6,10 Euro haben. Steuer- und sozialabgabepflichtig ist dann nur der Sachbezugswert von 3,00 Euro.

Ihr Chef kann Ihnen somit mit  Restaurant-Schecks einen Essensgeldzuschuss von monatlich 46,50 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei zukommen lassen (3,10 Euro x 15 Tage). Das sind 558 Euro im Jahr!

MenĂĽschecks vom Arbeitgeber

Menüschecks sind eine elegante Methode zur finanziellen Unterstützung beim täglichen Mittagessen. Damit bietet Ihnen Ihr Arbeitgeber einen täglichen Essensgeldzuschuss für Ihre Mittagspause. Einlösen können Sie die Gutscheine für das arbeitstägliche Essen in nahe gelegenen

  • Gaststätten
  • Restaurants
  • Bäckereien
  • Metzgereien
  • Lebensmittel
  • Feinkostgeschäften

Die Menü-Schecks behandeln Sie einfach wie Bargeld und geben sie beim Bezahlen an der Kasse ab. Damit haben Sie neben einem schmackhaften Essen auch noch einen interessanten Steuervorteil:

Der Wert des Menüschecks darf um bis zu 3,10 Euro höher sein als der amtliche Sachbezugswert für das Mittagessen und bleibt dann steuer- und sozialversicherungsfrei. Das bedeutet: Im Jahre 2018 darf ein Menüscheck einen Wert bis zu 6,33 Euro haben, wobei nur der Sachbezugswert von 3,23 Euro steuer- und sozialversicherungspflichtig ist.

Bisher: Bei Auswärtstätigkeit untersagt

Die Menü-Schecks durften bisher nicht an Mitarbeiter während einer Auswärtstätigkeit ausgegeben werden. Dafür galten ausschließlich Reisekostenregelungen, nach denen Verpflegungs-Pauschbeträge als Werbungskosten abgesetzt wurden. Oder dem Mitarbeiter wurden die Verpflegungspauschbeträge steuerfrei vergütet. Diese Möglichkeiten waren allerdings auf die ersten drei Monate einer Auswärtstätigkeit begrenzt.

Ab 2015: Restaurant-Schecks möglich

Nun lockert das Finanzministerium ab dem 01.01.2015 die strenge Bedingung für Mitarbeiter im Außendienst: Dauert die Auswärtstätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte länger als drei Monate, darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter ab dem vierten Monat Restaurant-Schecks gewähren und diese mit dem günstigen Sachbezugswert versteuern.

Denn nach Ablauf von drei Monaten kann der Mitarbeiter Verpflegungspauschbeträge nicht mehr als Werbungskosten absetzen oder vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet bekommen (BMF-Schreiben vom 05.01.2015).

Vorteile fĂĽr beide Seiten: Sprechen Sie mit Ihrem Chef!

Menüschecks sind für Arbeitnehmer und Arbeitgeber günstig. Mit Menüschecks kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen Essensgeldzuschuss von monatlich 46,50 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei zukommen lassen. Das sind immerhin 558 Euro im Jahr! Sprechen Sie doch mal Ihren Arbeitgeber auf diese vorteilhafte Steuerregelung bei Menüschecks an.

Achtung: Wert darf nicht höher als 6,33 Euro sein

Falls der Verrechnungswert des Menüschecks höher ist als 6,33 Euro, ist der geldwerte Vorteil der Mahlzeit nicht mit dem niedrigen amtlichen Sachbezugswert (3,23 Euro), sondern mit dem Verrechnungswert des Menüschecks anzusetzen. In diesem Fall aber bleibt der Wert steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn dieser – ggf. zusammen mit anderen Sachbezügen – bei maximal 44 Euro im Monat liegt.

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  1. 1
    Jan Saupe

    Spannender Artikel der einen guten Einstieg in das Thema der steuerbegünstigten Essensubventioniert bietet. Es würde sich bei diesem Thema sogar fast lohnen die aktuellsten Entwicklungen nochmals aufzugreifen. So ist es beispielsweise seit dem BMF-Schreiben vom 24.02.16 möglich, Essensmarken digital und damit komplett Akzeptanzstellen frei überall für Essen einzulösen.

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