Solidaritätszuschlag

Solidaritätszuschlag


Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5% der festgesetzten Einkommensteuer. Er wird bereits bei der Festsetzung von Einkommensteuervorauszahlungen, der Erhebung der Kapitalertragssteuer und beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Bei der Steuerveranlagung werden diese Vorauszahlungen angerechnet. Bekommen Sie eine Steuererstattung, wird auch der zu viel bezahlte Solidaritätszuschlag vom Finanzamt zurück erstattet.

Wie bei der Kirchensteuer gilt auch beim Solidaritätszuschlag eine Besonderheit für Eltern: Es ist für die Ermittlung des Solidaritätszuschlags die Einkommensteuer zugrunde zu legen, die sich unter Berücksichtigung der in Betracht kommenden Freibeträge für Kinder ergibt. Dies gilt auch für die Fälle, in denen – für Zwecke der Einkommensteuer – der Abzug von Freibeträgen für Kinder unterbleibt, da das Kindergeld für die Eltern günstiger ist.

Der Solidaritätszuschlag wird nur erhoben, wenn die Jahressteuer 972 Euro (Grundtabelle) bzw.1.944 Euro (Splittingtabelle) übersteigt. Die solidaritätszuschlagfreie Zone wird auch Nullzone genannt. Geringverdiener werden hierdurch vom Solidaritätszuschlag freigestellt. In einem Übergangsbereich (bis 1.340 Euro bei Ledigen, 2.680 Euro bei Verheirateten) wird der Solidaritätszuschlag mit einem niedrigeren Satz festgesetzt. Er beträgt hier grundsätzlich nicht mehr als 20% des Unterschiedes zwischen dem Einkommensteuerbetrag und der sogenannten Nullzone.