Fahrtenbuch

So machen Sie alles richtig!


Ein Fahrtenbuch kann Ihnen helfen Steuern zu sparen. Denn so können Sie die betrieblichen und privaten Fahrten trennen. Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) Mindestanforderungen für das Fahrtenbuch bekannt gegeben.

Der Fall

Ein Geschäftsführer nutzt einen Firmenwagen und führt Fahrtenbuch. Datum und Ortsangaben wurden immer notiert. Ab und zu gab er auch Kundennamen, Zweck der Fahrt, die gefahrenen Kilometer und der Gesamtkilometerstand im Fahrtenbuch an. Genauere Angaben listete er nachträglich in einer Tabelle auf. Der Fiskus sah dieses Fahrtenbuch als nicht ordnungsgemäß an.

Keine Manipulationsmöglichkeit

Das Fahrtenbuch muss zeitnah und in „geschlossener Form“ geführt werden. Geschlossene Form bedeutet hier gebundene Form. Wenn Sie auf losen Blättern Ihre Fahrten notieren, besteht große Wahrscheinlichkeit, dass der Fiskus das Fahrtenbuch nicht anerkennt. Deshalb nutzen Sie einfach ein Buch um Ihre Fahrten festzuhalten. So werden nachträgliche Eintragungen ausgeschlossen und Änderungen erkenntlich gemacht. Ein „ordnungsgemäßes Fahrtenbuch“ liegt vor, wenn der Fiskus diese Angaben ohne unzumutbaren Aufwand prüfen kann.

Folgende Punkte sollten Sie in Ihrem Fahrtenbuch vermerken:

  • Datum,
  • Fahrtziel,
  • Kunde/ Geschäftspartner,
  • konkreter Zweck Ihrer Fahrt,
  • fortlaufender und vollständiger Gesamtkilometerstand.

In einem Wisch

Grundsätzlich sind alle Fahrten einzeln aufzuschreiben. Haben Sie auf einer Fahrt mehrere Kunden oder Geschäftspartner aufgesucht? Kein Problem! Halten Sie alle Stationen fest und notieren Sie am Ende der Reise den gesamten Kilometerstand. Die genaue Aufzeichnung der Kunden- bzw. Gesprächstermine ist notwendig. Achten Sie dabei auf die zeitliche Reihenfolge.

Haben Sie Ihre Fahrt für private Zwecke unterbrochen? Dann müssen Sie auch diesen Zwischen- Stopp dokumentieren. Das gleiche gilt auch für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz.

Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI- R- 33/10

   

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