Das digitale Finanzamt

Touchless Economy


Digitalisierung ist in aller Munde – besonders seit Corona. Es gilt Kontakte möglichst zu vermeiden und Abstand zu halten. Von einer berührungslosen Wirtschaft – also der Touchless Economy – ist die Rede. Vieles soll nun berührungslos und somit ohne persönlichen Kontakt funktionieren. Derzeit springen viele Start-Ups auf diesen Zug auf und entwickeln Lösungen. Insbesondere bei Schulen, Behörden und Betrieben soll die Digitalisierung vorangetrieben werden. Und so entsteht auch das digitale Finanzamt. Lesen Sie hier, was sich in Zukunft ändert.

Das digitale Finanzamt: Weniger Vor-Ort-Services

Homeschooling, Homeoffice sowie kontaktlos durch den Alltag soll verbessert werden. So auch bei der Steuerverwaltung. Die Finanzämter wollen persönliche Kontakte auf das Notwendigste einschränken. Beispielsweise sind die Vor-Ort-Services aktuell nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich. Teilweise sind die zentralen Informations- und Annahmestellen ganz geschlossen. Stattdessen sollen die Online-Services genutzt werden.

Auch für die Steuererklärung gilt: online abgegeben. Eine persönliche Abgabe der Steuererklärung in Papierform ist nicht erforderlich. Auch Behörden, Krankenkassen oder Arbeitgeber übermitteln ihre Daten online an das Finanzamt. Zum Beispiel die Daten der Lohnsteuerbescheinigung, also Arbeitslohn, Steuerabzüge und Sozialversicherungsbeiträge. Oder Lohnersatzleistungen wie Kranken- und Kurzarbeitergeld sowie die Rente.

Ein Blick in das digitale Morgen

Die Finanzämter wollen ihr digitales Serviceangebot in den kommenden Jahren ausbauen. Das komplizierte und für viele als trocken geltende Steuerrecht soll durch Digitalisierung attraktiver gemacht werden. Zukünftig soll zum Beispiel ein Termin oder Rückruf via Internet möglich sein. Es sollen sogar Videokonferenzen und eine digitale Fallbearbeitung möglich sein. In den zentralen Informations- und Annahmestellen sowie im Warteraum der Finanzämter soll es kostenloses WLAN geben.

Ziel dabei ist eine bessere Kommunikation und eine schnellere Bearbeitung. Dafür sollen die Steuererklärungen elektronisch abgegeben werden, damit das Finanzamt dann direkt darauf zugreifen kann.

Das digitale Finanzamt — Finanzämter der Zukunft

FiZ – Finanzämter der Zukunft. So bezeichnet beispielsweise das Finanzministerium Baden-Württemberg ihre Vision eines digitalen Finanzamtes. In ausgewählten Finanzämtern werden digitale Arbeitsprozesse getestet und damit die Zukunft der Steuerverwaltung gestaltet. Innovationen beim digitalen Bürgerservice oder der Kommunikation mit Unternehmen sollen umgesetzt werden. Die papierlose und vollelektronische Arbeitsweise soll weiter vorangebracht werden. Gestartet wurde dieses Projekt bereits vor Corona. Es bleibt abzuwarten, wie die Finanzämter in Zukunft damit weiter umgehen.

Zentraler digitaler Bürgerservice mit KI

Als ZendiB – zentraler digitaler Bürgerservice – bezeichnet das Finanzamt ein Projekt zur Optimierung der Kommunikation. Das System soll Privatpersonen und Betrieben ermöglichen, sich mit ihren steuerlichen Fragen an eine zentrale Informationsstelle der Steuerverwaltung zu wenden. Und das über unterschiedliche Wege.

Zum Einsatz kommt hier ein Chatbot-System. Es soll Ihre Fragen möglichst ohne Zutun eines Menschen automatisiert durch den Einsatz künstlicher Intelligenz beantworten. Und zudem Wissensdatenbanken und selbstlernende Komponenten erzeugen. Der Steuerchatbot ist also ein virtueller Assistent der Finanzämter. Er ist täglich 24 Stunden erreichbar. Man muss jedoch auch immer die Nachteile solcher Chatbots beachten – wird Ihre Frage z. B. nicht verstanden bzw. unterstützt, kann das Gespräch schnell frustrierend werden.

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3 Kommentare

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  1. 1
    Thurm

    OOOOhhhh das ist schade, aber vieleicht könntet Ihr ja ein Paar einstellen.
    Würde Ich Persönlich auch für die Arbeit belohnen , also etwa das Programm ein 5er teurer oder so!
    Viele grüße ans Team

    • 3
      Jochen Breunig

      Guten Tag Herr Schoeler,

      grundsätzlich kann auf das Steuerkonto elektronisch Einsicht genommen werden. Somit können beispielsweise die Vorauszahlungen und Sollstellungen abgefragt werden. Der Zugriff auf das Steuerkonto muss zunächst aber freigeschaltet werden. Hierzu ist ein Antrag auf Freischaltung zur Steuerkontoabfrage erforderlich. Alternativ sind die Vorauszahlungen im Steuerbescheid ersichtlich und/ oder können mit dem Finanzamt telefonisch abgestimmt werden.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

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