Wollen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern den wohlverdienten Urlaub finanziell etwas versüßen, können sie das: mit der Erholungsbeihilfe, also einem Zuschuss zu den Urlaubskosten.

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Pauschale Steuer von 25 Prozent

Grundsätzlich gehören derartige Zuschüsse zu Erholungsreisen oder für einen Aufenthalt in einem Erholungsheim zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Doch erfreulicherweise gibt es zur Erholungsbeihilfe eine Steuervergünstigung:

Erholungsbeihilfen sind bis zu bestimmten Grenzen für den Arbeitnehmer steuerfrei. Der Arbeitgeber braucht lediglich eine Pauschalsteuer von 25 Prozent zahlen. Beide Parteien sparen die Sozialabgaben.

Derart begünstigt sind Zuschüsse bis zu einem Betrag von

  • 156 Euro für den Arbeitnehmer
  • 104 Euro für den Ehepartner und
  • 52 Euro für jedes Kind.

Urlaub muss der Erholung dienen

Unerheblich für die Anwendung der Lohnsteuerpauschalierung ist, welche Art von Urlaub Sie machen. Strandurlaub am Meer, eine Wandertour in den Bergen oder ein Besuch im Freizeitpark – alles ist erlaubt.

Wichtig ist nur, dass Sie die Erholungsbeihilfe tatsächlich für Erholungszwecke nutzen. Zudem muss Ihr Arbeitgeber die Zahlung in einem zeitlichen Zusammenhang zum Urlaub (maximal drei Monate davor oder danach) zahlen.

Voraussetzungen für die Erholungsbeihilfe

  • Die Erholungsbeihilfe muss Ihnen Ihr Arbeitgeber zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn zahlen. Normaler Arbeitslohn darf nicht in eine Erholungsbeihilfe umgewandelt werden. Allerdings ist es zulässig, Urlaubsgeld, auf dass Sie keinen Rechtsanspruch haben, in eine begünstigte Beihilfe umzuwandeln.
  • Erhalten Sie die Erholungsbeihilfe bar oder aufs Konto? Dann muss Ihr Arbeitgeber sicherstellen, dass Sie die Beihilfe zu Erholungszwecken verwenden. Dazu reicht es in der Regel aus, wenn er die Beihilfe in zeitlichem Zusammenhang mit Ihrem Urlaub gewährt. Dabei ist es gleichgültig, ob Sie den Urlaub zu Hause verbringen oder eine Urlaubsreise unternehmen.
  • Ein zeitlicher Zusammenhang ist gegeben, wenn Ihr Arbeitgeber die Leistung im zeitlichen Zusammenhang mit Ihrem Urlaub gewährt. Dabei genügt es, wenn Sie den Urlaub innerhalb von drei Monaten vor oder nach der Auszahlung der Beihilfe antreten.
  • Liegt kein zeitlicher Zusammenhang vor? Dann sollten Sie eine  schriftlichen Erklärung über die zweckentsprechende Verwendung der Beihilfe verfassen. Im Hinblick darauf, dass der Urlaub für die Pauschalierung unschädlich ebenso zu Hause verbracht werden kann, müssen Sie keine weiteren Belege aufheben.

Dient die Erholung der Ausheilung einer Krankheit, ist die Erholungsbeihilfe als Unterstützung im Krankheits- oder Unglücksfall zu werten und damit bis zu 600 Euro steuerfrei.

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