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Ehrenamtspauschale: Gutes tun und Steuern sparen

Welche Pauschalen gibt es?


Millionen Ehrenamtliche in Vereinen und Projekten bereichern tagtäglich das Leben vieler Menschen. Nicht nur in Krisenzeiten ist der gesellschaftliche Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung wichtig. Egal ob in der Gemeinde, dem Verein oder im Pflegeheim: Es gibt viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Lesen Sie hier, mit welchen Pauschalen der Staat das Ehrenamt fördert.

Kurz & knapp

  • Für ehrenamtliche Tätigkeiten können Sie einen bis zu einer gewissen Höhe eine steuerfreie Entschädigung erhalten
  • Je nach Art und Umfang Ihrer Tätigkeit, erhalten Sie dafür entweder die Übungsleiter- oder die Ehrenamtspauschale
  • Erhalten Sie mehr als die Pauschale, müssen Sie die Differenz versteuern, können aber auch Werbungskosten geltend machen

Übungsleiter oder Ehrenamt? ehrenamtspauschae uebungsleiter ehrenamt infografik

Die Ehrenamtspauschale: 800 Euro (bis 2020: 720 Euro)

Beim Ehrenamt ist der eigene Vorteil nachrangig: Im Vordergrund steht der gute Zweck. Dennoch ist es üblich, dass Sie für Ihr Ehrenamt einen kleinen Obolus erhalten. Und hier tut auch der Staat Gutes: Bis zu 800 Euro pro Jahr sind für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit steuer- und sozialversicherungsfrei. Bis zum Steuerjahr 2020 waren dies nur 720 Euro. Daneben können Sie ggf. noch einen Aufwendungsersatz für beispielsweise Fahrt- und Telefonkosten erhalten.

Voraussetzungen für die Ehrenamtspauschale

Aber nicht alle nebenberuflichen Tätigkeiten sind ein Ehrenamt. Welche einzelnen Tätigkeiten als Ehrenamt zählen, ist im Gesetz nicht genau bestimmt. Folgende Voraussetzungen müssen aber immer erfüllt sein:

  • Sie arbeiten für einen Verein oder Zweckbetrieb. Ein Zweckbetrieb ist z. B. eine Behindertenwerkstatt, ein Kindergarten oder auch ein Altenheim
  • Der Verein oder Zweckbetrieb muss eine öffentlich-rechtliche oder gemeinnützige Körperschaft sein. Gemeint sind damit z. B. Sportvereine, Universitäten, Schulen oder Kindergärten
  • Der Verein oder Zweckbetrieb fördert gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke.  Zum Beispiel die Arbeit für den Tier- und Naturschutz, Gleichberechtigung von Minderheiten oder die Jugendhilfe.
  • Sie üben Ihr Ehrenamt nebenberuflich aus. Das heißt, dass Sie Pi mal Daumen nicht mehr als ein Drittel Ihrer Zeit dort arbeiten. Dabei ist egal, ob Sie berufstätig sind oder studieren.

Wofür genau gilt die Ehrenamtspauschale?

Welches Ehrenamt bleibt steuerfrei? Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Beispiele vor:

  • Aufgaben in der Vereinsverwaltung: z. B. Vorstand oder Schatzmeister
  • Unterstützung im aktiven Vereinsbetrieb: z. B. als Schiedsrichter im Amateurbereich oder Platzwart
  • Fahrdienste für die Organisation
  • Als Ordnungskraft bei Veranstaltungen eines Vereins (wenn dafür keine Eintrittskarten verkauft wurden)
  • Hilfe bei der Reinigung von Außenanlagen oder Räumlichkeiten

… Und wofür nicht?

Wie sieht es denn mit dem Kuchenverkauf beim Vereinsfest aus? Und was gilt für den Ticketvorverkauf für Veranstaltungen wie z. B. Konzerte?

Die Vergütung für diese Tätigkeiten fällt leider nicht unter den Steuerfreibetrag. Denn damit unterstützen Sie den Verein nicht mehr nur bei wohltätigen Aufgaben, sondern fördern dessen wirtschaftliche Interessen. Dieser Ausschluss gilt auch für:

  • Tätigkeiten in der Vereinsgaststätte oder im Vereinsladen
  • Unterstützung bei Veranstaltungen, für die die Besucher Eintritt zahlen müssen. Dazu zählen Aufgaben wie der Aufbau, Abbau, Platzanweiser etc.
  • Werbende Tätigkeiten für einen Verein oder Organisation (z. B. Akquise von Sponsoring-Partnern, Flyer-Verteilen etc.)
Info GlühbirneSie haben bisher keine weitere Anstellung? Dann empfiehlt es sich, mit Ihrem Ehrenamtsleiter einen Arbeitsvertrag abzuschließen. Dann steht Ihnen nämlich zusätzlich der Werbungskosten-Pauschbetrag von 1.000 Euro zu. Das heißt: Sie können problemlos 1.800 Euro (1.000 Euro + 800 Euro) über dem Steuerfreibetrag dazuverdienen. Die Werbungskosten-Pauschale wird Ihnen automatisch von den steuerpflichtigen Einnahmen abgezogen. Nutzen Sie die Pauschale aber schon z. B. für Ihren Haupt-Job, darf sie nicht nochmal für Ihr Ehrenamt verwendet werden.

Verein Ehrenamt Banner

Die Übungsleiterpauschale: 3.000 Euro (bis 2020: 2.400 Euro)

Die Ehrenamtspauschale haben Sie bereits kennengelernt. Für viele nebenberufliche Tätigkeiten, die nicht als Ehrenamt gelten, kann aber die Übungsleiterpauschale interessant sein! Als Übungsleiter bleiben für Sie sogar 3.000 Euro im Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei. Bis zum Steuerjahr 2020 waren dies 2.400 Euro. Für die Organisation, in der Sie als Übungsleiter angestellt sein können, gelten die gleichen Voraussetzungen wie oben. Der einzige Unterschied: Als Übungsleiter sind Sie hauptsächlich im pädagogischen Bereich tätig. Übungsleiter sind Sie z. B. als Ausbildungsleiter, Erzieher, Betreuer, Trainer, oder Pfleger. Aber auch hier gilt: Das Übungsleiter-Amt müssen Sie nebenberuflich ausüben.

Info GlühbirneÜbrigens: Wenn Sie sowohl in einem Ehrenamt als auch als Übungsleiter tätig sind, können Sie die Pauschalen kombinieren. Das heißt: Insgesamt können Sie 3.840 Euro steuerfrei verdienen! Es muss sich allerdings um verschiedene Tätigkeiten handeln. Auch die Kombination mit einem Mini-Job ist möglich.

Darf ich Werbungskosten ansetzen?

Vielleicht fahren Sie regelmäßig mit Ihrem privaten Auto zu Ihrer Ehrenamtsstelle. Oder Sie nutzen Ihr privates Handy auch für Telefonate, die Ihre Übungsleiter-Tätigkeit betreffen. Eventuell müssen Sie sogar bestimmte Kleidung oder Ausstattung kaufen, um Ihr Ehrenamt anzutreten. Normalerweise spricht man bei solchen berufsbezogenen Kosten von Werbungskosten. Diese geben Sie gewöhnlich mit Ihren Einkünften in der Steuererklärung an – und sparen damit Steuern. Wie sieht das aber aus, wenn Sie – wie beim Ehrenamt oder Übungsleiter – steuerfreie Einnahmen haben?

Grundsätzlich dürfen für steuerfreie Einnahmen keine zusätzlichen Werbungskosten angegeben werden. Denn: Auf die Einnahmen wird gar keine Steuer fällig. Damit gibt es auch kein Erstattungs- oder Verlustvortragspotenzial. Sie dürfen also auch keinen Verlust aus Ihrer steuerfreien Tätigkeit feststellen oder mit anderen Einkünften verrechnen.

Was, wenn die Einnahmen höher sind als die Pauschale?

Anders sieht das aus, wenn Sie tatsächlich mehr verdient haben als die jeweilige steuerfreie Pauschale. Soweit Ihre Einnahmen höher sind, dürfen Sie Werbungskosten abziehen.

Beispiel

Sie sind ehrenamtlich im Vorstand eines Fußballvereins tätig und verdienen dafür im Jahr 2021 3.000 Euro. Für Ihr Ehrenamt entstehen Ihnen Werbungskosten i. H. v. 900 Euro, die Ihnen nicht erstattet wurden.

  • 3.000 Euro (Arbeitslohn Ehrenamt) – 800 Euro (Ehrenamtspauschale)= 2.200 Euro
  • 900 Euro (Werbungskosten Ehrenamt) – 800 Euro (Ehrenamtspauschale)= 100 Euro
  • 2.200 Euro – 100 Euro = 2.100 Euro
Info GlühbirneSie können Ihre Arbeitszeit an die Einrichtung auch spenden. Das bedeutet, dass Sie ausdrücklich auf die Entlohnung verzichten und stattdessen den entsprechenden Betrag der Einrichtung als Spende zukommen lassen. Diese Arbeitszeit-Spende wird steuerlich genauso behandelt, wie andere Spenden: als Sonderausgaben. Voraussetzung für die Arbeitszeit-Spende ist, dass Sie vorher schriftlich eine entsprechende Vereinbarung mit einer angemessenen Vergütung getroffen werden.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Video. Bitte beachten Sie, dass wir hier die Pauschalen des Steuerjahres 2020 als Grundlage nehmen – außer den Zahlen ändert sich aber nichts.

Wo trage ich die nebenberuflichen Einkünfte ein?

Sie können sowohl selbstständig als auch nichtselbstständig ehrenamtlich oder als Übungsleiter tätig sein. Abhängig davon ist dann auch, an welcher Stelle in der Steuererklärung Sie Ihre Einkünfte erklären. Sind Sie selbstständig tätig, tragen Sie die Einkünfte in die Anlage S ein. Als nichtselbstständiger Übungsleiter oder Ehrenamtler ist die Anlage N die Richtige.

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21 Kommentare

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  1. 1
    S. Ruster

    Wenn ich unentgeltlich ein Ehrenamt ausübe, kann ich die Ehrenamtspauschale von 720 € überhaupt geltend machen? Und wenn ja, wo kann ich im WISO Steuer-Sparbuch die Pauschale bei nichtselbständiger Arbeit eintragen?

    • 2
      Alexander Müller

      Hallo,
      vielen Dank für Ihre Frage. Nein, die Pauschale können sie nur geltend machen, wenn Sie tatsächlich Geld erhalten haben. Die Pauschale sagt auch nur: bis zu 720€ sind dann steuerfrei. Sie können die Ehrenamtspauschale auch im Bereich der Gewinneinkünfte eintragen (Selbständige Tätigkeit -> Nebenberufliche Tätigkeit). Dort finden Sie die Hinweise auf §3 Nr.26, Nr.26a und Nr. 26b.
      Viele Grüße,
      Alex von steuernsparen.de

    • 4
      Carina Hagemann

      Hallo Monika,

      grundsätzlich gelten die im Beitrag beschriebenen Regeln und Voraussetzungen für die Ehrenamtspauschale: Bis zu einem gewissen Höchstbetrag bleiben Einnahmen aus der ehrenamtlichen Tätigkeit steuerfrei.
      Kosten können den Einnahmen nur entgegengesetzt werden, wenn diese steuerpflichtig sind. Das bedeutet: Nur soweit die Einnahmen und Werbungskosten den steuerfreien Höchstbetrag übersteigen, ist auch der Werbungskostenabzug zulässig.
      Ein Beispiel hierzu finden Sie im Abschnitt “Darf ich Werbungskosten ansetzen”?

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  2. 5
    Jochem Tegge

    Hallo, ist es mir möglich die Ehrenamtliche Pauschale in meiner Steuererklärung einzusetzen?
    Wenn ich einen Ehrenamtsvertrag von einem Zoo der eine gGmbH ist und ich Kostenfrei als Reinigungskraft Unterwasser arbeite.

  3. 6
    Jochem Tegge

    Hallo, ich Arbeite Unterwasser (Reinigungsarbeiten an Scheiben und Reparaturen) in einem Zoo der eine GGmbH ist und somit Gemeinnützig ist. Ich habe auch einen Ehrenamtlichen Vertrag und bekommen keinerlei Aufwandsentschädigung. Kann ich die Pauschale von 720 € in meiner Steuererklärung berücksichtigen?

    • 7
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      bitte beachten Sie, dass ich Ihnen aus rechtlichen Gründen leider keine Auskunft zu Fragen geben darf, die Ihren privaten Steuerfall betreffen.
      Grundsätzlich ist die Ehrenamts- bzw. Übungsleiterpauschale nicht als “Abzugspauschale” zu verstehen. Sie stellt lediglich erhaltene Einnahmen aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder als Übungsleiter bis zu den im Beitrag genannten Höchstbeträgen steuerfrei.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

    • 9
      Alexander Müller

      Hallo,
      danke für Ihre Frage. Nein, grundsätzlich gibt es keine Grenze.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller von steuernsparen

  4. 10
    Heidi

    §45 SGB XI – Aufwandspauschalen in der Pflege COVID-Zeit, dort stellt sich mir die Frage, wie es mit der Aufwandspauschale in der Pflegebetreuung/Betreuung in Häuslichkeit. Müssen dort die 125,- Euro jeweils in der Steuererklärung angegeben werden. Es ist in Rahmen der Nachbarschaftshilfe zur COVID-Zeiten. Wie muss man dies in der Steuererklärung als Vollbeschäftiger-Angestellter angeben. Muss dies überhaupt versteuert werden? Da ja der Versicherte – der Anspruch – und die Weitergabe dann als Anerkennung und Aufwand läuft. Würde mich über Feedback freuen, da nirgends Informationen gefunden habe. Dies ist eine Übergangsregelung gewesen vom März 2020 bis März 2021. D.h. eine PRIVATPERSON mit fachlichen Nachweisen hat in Nachbarschaftshilfe hier geholfen.

    • 11
      Alexander Müller

      Hallo und vielen Dank für Ihre Frage.
      Nach meinem Wissen ist dieser Entlastungsbetrag aus der Pflegeversicherung komplett steuerfrei und muss nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Allerdings dürfen wir aus rechtlichen Gründen auch keine Steuerberatung im Einzelfall anbieten – ich bitte daher um Verständnis, dass wir Einzelfragen nicht immer ausreichend beantworten können.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller von steuernsparen

    • 13
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      ein Ehrenamt oder Übungsleitertätigkeit finden Sie im Bereich “Selbständige” bei “Freiberufliche und selbständige Arbeit”. Hier gibt es die Erfassungsmöglichkeit “Nebenberufliche Tätigkeit” u. a. für Ehrenamtler und Übungsleiter.
      Den Bereich “Selbständige” können Sie über “Thema hinzufügen” > “Weitere Einkunftsarten” auswählen.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  5. 14
    Hartmut Merten

    Und wie sieht es mit Fahrtkosten aus? Ich zum Beispiel bin in einem als gemeinnützig anerkannten Sportverein im Vorstand tätig, außerdem regelmäßig im Einsatz, um den Vereinsbetrieb zu ermöglichen. Die Tätigkeit ist vollkommen unentgeltlich. Die einfache Fahrstrecke zwischen meiner Wohnung und dem Vereinsgelände beträgt rund 40 km. Diese Strecke fahre ich – wohl gemerkt, nicht um den Sport selbst auszuüben, sondern um den Vereinsbetrieb zu ermöglichen – mindestens zweimal monatlich. Könnte ich die Fahrtkosten in meiner Steuererklärung ansetzen?

    • 15
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      leider darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen keine steuerliche Beratung zu persönlichen Fragestellungen anbieten.
      Grundsätzlich stellt die Ehrenamts- bzw. Übungsleiterpauschalen nur Einnahmen steuerfrei. So wird es u. a. Vereinen und Organisationen möglich, Aufwandsentschädigungen bis zu einer gewissen Höhe an die Ehrenamtlichen und Übungsleiter zu zahlen, ohne dass diese die Einnahmen versteuern müssen. Unter Umständen kann ein Verzicht auf eine solche Entschädigung eine Arbeitszeitspende darstellen. Hierzu lesen Sie mehr im Abschnitt: Unentgeltliche Arbeitszeit spenden.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  6. 16
    Karlheinz Friedel

    Ich arbeite ehrenamtlich bei einer Kirche. Aufgrund Ihres Artikels “Unentgeltliche Arbeitszeit spenden” habe ich mich an die Personalabteilung gewandt.
    Die Antwort: “Das Ehrenamt ist eine unentgeltliche Tätigkeit.
    Deshalb erhalten Ehrenamtliche keine Vergütung, sondern ggf. lediglich eine Aufwandsentschädigung bzw. Auslagenersatz. Insofern dürfte eine „Arbeitszeit-Spende“ nicht möglich sein.”
    Können Sie mir den § nennen, auf dem Ihr Beitrag beruht, damit ich mit der Personalabteilung nochmal sprechen kann. Danke

    • 17
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      leider darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen keine Beratung in Steuer- oder Rechtsfragen anbieten. Ich bitte deshalb um Ihr Verständnis.
      Grundsätzlich gehören Vergütungsspenden bzw. Arbeitszeitspenden zum Überbegriff “Spenden” im Sinne des § 10b Abs. 1 EStG. Wie bereits im Beitrag erwähnt, gibt es für die Anerkennung solcher Vergütungsspenden allerdings einige Voraussetzungen zu beachten, unter anderem: “Voraussetzung für die Arbeistzeit-Spende ist, dass Sie vorher schriftlich eine entsprechende Vereinbarung mit einer angemessenen Vergütung getroffen werden.”

      Viele Grüße und eine schöne (Vor)Weihnachtszeit
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  7. 18
    Ingrid Koschützki

    Danke. Endlich bekomme ich die Erläuterungen, die ich mir mühselig zusammengesucht habe, um dem Finanzamt zu erklären, was ich in meiner Nebentätigkeit mache. Ob der jährliche Ärger nun aufhört?

  8. 19
    John Cottbus

    Was ist mit ehrenamtlichen, die das tatsächlich ehrenamtlich tun, also ohne Vergütung? Ehrenamt schließt nach der Begrifflichkeit eine Vergütung doch aus. Warum heißt Ehrenamt, “Ehrenamt” wenn es vergütet wird? Können diejenigen die Pauschale auch dann ansetzen, wenn sie tatsächlich “ehrenamtlich” arbeiten und vor allen Dingen wo?

    • 20
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      unter Anwendung der allgemeinen steuerlichen Regeln wären Vergütungen aus ehrenamtlichen Tätigkeiten oder als Übungsleiter steuerpflichtiger Arbeitslohn oder als Einkünfte aus selbstständiger Arbeit zu versteuern. Um das jedoch zu vermeiden, sind diese Vergütungen in Höhe der Pauschalen steuerfrei gestellt. Denn in der Regel wird – wie Sie schon korrekt sagen – das Ehrenamt nicht ausgeübt um tatsächlich einen “Gewinn” zu erwirtschaften. Trotzdem ist es durchaus üblich, dass z. B. in Vereinen eine kleine Vergütung für die investierte Zeit gezahlt wird.
      Arbeitet jemand unentgeltlich für eine gemeinnützige Organisation, stellt sich ohnehin das “Problem” der Besteuerung nicht. Entgeltlich arbeitende Ehrenamtliche werden also durch die Pauschalen steuerlich nicht besser gestellt. Ihre Frage ist dennoch berechtigt und gab mir Anlass dazu, den Artikel um einen Punkt zu erweitern. Denn es gibt es auch für unentgeltlich Tätige die Möglichkeit, die Arbeitszeit steuerlich geltend zu machen. Lesen Sie hierfür im Beitrag den Abschnitt Unentgeltliche Arbeitszeit spenden .

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

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