Krankenversicherung von Azubis

Krankenversicherung von Azubis

Wenn die Eltern die Beiträge zahlen


Eltern können eigene Beiträge des Kindes zur Pflege- und Krankenversicherung als ihre Sonderausgaben geltend machen. Auch, wenn die Kinder bereits in Ausbildung sind.

Dabei kommt es nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht darauf an, ob sie die Versicherungsbeiträge tatsächlich gezahlt oder erstattet haben. Es genügt, wenn sie das Kind durch Bar- oder Sachleistungen, z.B. Unterkunft und Verpflegung, unterstützen.

Wer die Beiträge zahlt, ist egal

Wie hoch die Einkünfte des Kindes sind, spielt keine Rolle. Die Eltern können also auch dann die Beiträge fürs Kind absetzen, wenn das Kind diese selber aus eigenem Einkommen zahlt oder zahlen könnte.

Allerdings können die Beiträge des Kindes insgesamt nur einmal berücksichtigt werden – entweder bei den Eltern oder beim Kind. Es ist aber zulässig, dass die Beiträge zwischen Eltern und Kind aufgeteilt und von jedem teilweise als Vorsorgeaufwand abgesetzt werden (Einkommensteuer-Richtlinie 10.4 und BMF-Schreiben, Teilziffer 68).

… oder doch nicht?

Nun hat das Finanzgericht Köln dieser großzügigen Auffassung des Fiskus widersprochen: Wenn dem Kind aufgrund seines Ausbildungsverhältnisses die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung vom Arbeitgeber einbehalten werden und es diese somit selber zahlt, dürfen die Eltern diese Beiträge nicht als ihre Sonderausgaben absetzen.

Dies gilt auch dann, wenn die Beiträge sich beim Kind nicht steuermindernd auswirken oder wenn die Eltern dem Kind Unterkunft und Verpflegung gewähren. Voraussetzung für die Berücksichtigung bei den Eltern sei, dass die Eltern die Beiträge im Rahmen ihrer Unterhaltsverpflichtung tatsächlich tragen (Aktenzeichen 15 K 1965/12).
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