Bogen rund

Nachzahlung bei freiwilliger Steuererklärung

Müssen Sie wirklich zahlen?


Nicht jeder ist verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Doch viele reichen sie trotzdem ein: Denn es winkt Geld vom Fiskus. Doch was tun, wenn wider Erwarten eine Aufforderung zur Nachzahlung ins Haus flattert?

Pflicht oder Antrag?

Bis zum 31. Mai haben Sie Zeit, Ihre Steuererklärung des letzten Jahres beim Fiskus abzugeben. Die Frist gilt aber nur bei einer sog. Pflichtveranlagung.  Bei der freiwilligen Abgabe der Steuererklärung (sog. Antragsveranlagung) haben Sie vier Jahre Zeit. Bis Ende dieses Jahres können Sie somit noch Ihre Steuererklärung 2010 abgeben.

 Nachbezahlen – und nun?

Sie haben freiwillig eine Steuererklärung abgegeben und nun müssen Sie Steuern nachzahlen? Keine Sorge: Sie können die Steuererklärung durch einen Einspruch zurücknehmen. Dafür haben Sie einen Monat nach Erhalt des Steuerbescheides Zeit. Konsequenzen müssen Sie keine befürchten: Sie stehen nach dem Rückzug so da, als hätten Sie nie eine Erklärung abgegeben.

Hier können Sie eine Vorlage des Einspruchs herunterladen:

PDF-Format oder  Word-Datei

Wann lohnt sich die freiwillige Abgabe?

Liegt bei Ihnen einer oder mehrere der unten genannten Punkte vor? Dann ist eine Steuererstattung wahrscheinlich:

  • Sie haben Werbungskosten über dem Pauschbetrag von 1.000 Euro.
  • Sie haben Sonderausgaben über dem Pauschbetrag von 36 Euro (bzw. 72 Euro bei Zusammenveranlagung)
  • Sie haben außergewöhnliche Belastungen oberhalb der zumutbaren Eigenbelastung
  • Sie haben aus einer Einkunftsart Verluste erzielt
  • Sie können Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen
  • Sie haben letztes Jahr geheiratet
  • Sie und Ihr Ehepartner haben beide Steuerklasse IV ohne Faktor
  • Sie haben Versicherungsbeiträge oberhalb der Vorsorgepauschale gezahlt
  • Sie haben nur einen Teil des Jahres als Arbeitnehmer gearbeitet
  • Sie haben unterschiedlich hohe Gehälter während des Jahres erhalten
  • Sie haben für Ihr Kind Anspruch auf den Kinderfreibetrag anstelle von Kindergeld
  • Sie haben eine Abfindung erhalten, ohne dass sie Fünftel-Regelung angewendet wurde
  • Sie haben letztes Jahr zu viel Abgeltungsteuer bezahlt
  • Ihr volljähriges Kind ist für die Berufsausbildung auswärtig untergebracht

Wir freuen uns über Ihr Feedback

Individuelle Fragen zu Ihrer Steuererklärung können wir leider nicht beantworten, da wir keine persönliche Steuerberatung anbieten dürfen. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise zu diesem Beitrag.

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