Sparer aufgepasst!

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Sparbuchzinsen bis 28. Februar abheben


Der 28. Februar ist für Sparer ein wichtiger Termin: Bei Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist ist nur die Geldanlage an die vereinbarte Frist gebunden, nicht jedoch die Zinsen.

Stichtag: 28. Februar

Wenn aber die Zinsen für das Jahr 2016 nicht bis spätestens 28.02.2017 abgehoben werden, werden sie dem Kapital zugeschlagen. Folge: Sie liegen dann ebenso lange wie das Kapital fest. Falls Sie also Geld benötigen, sollten Sie die Zinsen bis Ende Februar abheben.

Von Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist (Sparbuch) können bis zu 2.000 Euro pro Monat abgehoben werden, ohne dass Strafzinsen festgesetzt werden. Auch hier gilt: Zinsen aus dem vergangenen Jahr, die bis Ende Februar nicht abgehoben sind, werden dem Sparguthaben zugeschlagen. Sparbuchbesitzer können also bis Ende Februar zusätzlich zu den monatlichen 2.000 Euro die für das Vorjahr gutgeschriebenen Zinsen abheben. Anfang März werden diese Zinsen dem Kapital zugerechnet – und dann gilt wieder ausschließlich die 2.000 Euro-Regelung.

Achtung: Vorschusszinsen

Wer sich seine Zinsen erst nach dem 28. Februar auszahlen lässt, muss damit rechnen, dass die Bank so genannte Vorschusszinsen berechnet. Denn dann wird die Verfügung als vorzeitige Kapitalrückzahlung behandelt. In diesem Fall kann eine freundliche Nachfrage bei der Bank nicht schaden: Kundenfreundliche Banken verzichten häufig auf eine solche Berechnung, insbesondere dann, wenn Geld in andere hauseigene Produkte umgeschichtet wird.

Tipp

Falls Sie dennoch Vorschusszinsen bezahlen müssen, gibt es einen kleinen Trost: Zum einen sind bei dem niedrigen Zinsniveau auch die Vorzugszinsen nur marginal, zum anderen werden sie steuerlich als negative Einnahmen berücksichtigt. Das bedeutet, dass die Bank diese mit positiven Kapitaleinnahmen verrechnet und so die Abgeltungsteuer vermindert wird.

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