Verkauf der Immobilie

Verkauf der Immobilie

Kosten bei gescheitertem Verkauf nicht absetzbar


Der Verkauf einer vermieteten Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Erwerb ist ein steuerrelevantes sog. privates Veräußerungsgeschäft. Gewinne und Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften gehören zu den „sonstigen Einkünften“.

Ein Veräußerungsverlust kann im selben Jahr nur mit gleichartigen Veräußerungsgewinnen, nicht aber mit anderen positiven Einkünften verrechnet werden. Ist dies nicht oder nicht vollständig möglich, wird der verbleibende Verlust in das Vorjahr zurückgetragen oder in das Folgejahr vorgetragen, kann dort aber ebenfalls nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften ausgeglichen werden.

Notar, Grundbuch, Anwalt

Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Immobilie sind als Werbungskosten bei den „sonstigen Einkünften“ abziehbar, z. B. Gebühren für Notar und Grundbuchamt, Beratungskosten für Steuerberater oder Rechtsanwalt, Aufwendungen für Immobilienmakler, Gutachter, Fahrten, Telefonate, Inserate usw. Was aber gilt, wenn der geplante Verkauf der Immobilie scheitert?

Versuch steuerlich nicht relevant

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf eines vermieteten Grundstücks (z. B. Notar-, Gerichts-, Gutachterkosten) steuerlich nicht absetzbar sind, wenn es tatsächlich nicht zum Verkauf kommt. Dann können die Aufwendungen weder als Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften noch als Werbungskosten bei den privaten Veräußerungsgeschäften abgesetzt werden – auch nicht als vergebliche Werbungskosten. Der bloße Veräußerungsversuch und die damit verbundenen Aufwendungen sind steuerlich ohne Bedeutung, wenn es nicht zu einer Veräußerung kommt. „Eine Rückabwicklung des Anschaffungsgeschäftes ist kein Veräußerungsgeschäft“

Bundesfinanzhof, Aktenzeichen IX R 8/12

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