Verkauf einer Immobilie

Verkauf einer Immobilie

Kosten für nachträgliche Arbeiten nicht mehr abzugsfähig


Wird eine vermietete Immobilie verkauft, sind Renovierungs- und Erhaltungsaufwendungen nach dem Auszug der Mieter nicht mehr als Werbungskosten abziehbar. Solche Aufwendungen sind auch nicht als nachträgliche Werbungskosten absetzbar.

Denn: Die Renovierung erfolgt im Hinblick auf die Veräußerung. Das gilt grundsätzlich auch dann, wenn kleinere Schäden und Abnutzungserscheinungen aufgrund des Mietverhältnisses beseitigt werden.

Altlasten

Nun kann es vorkommen, dass nach dem Verkauf der bis dahin vermieteten Immobilie noch Aufwendungen anfallen, beispielsweise wegen unsichtbarer Sachmängel oder Altlasten. Sind solche Kosten dann als nachträgliche Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften absetzbar?

Kein Zusammenhang

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Aufwendungen für das Entfernen des Öltanks nach dem Verkauf der Immobilie nicht als nachträgliche Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften absetzbar sind. Diese Kosten stehen nicht mehr in Zusammenhang mit der Vermietung, sondern mit der steuerfreien Veräußerung des Mietobjekts. Der Öltank war überflüssig geworden, nachdem während der Zeit der Vermietung die Heizung von Öl auf Gas umgestellt worden ist.

Erst nach dem Verkauf verlangte der neue Besitzer mittels anwaltlichem Schreiben das Entfernen des Öltanks. Die Käufer hatten den Ausbau des Öltanks auf der Grundlage des Kaufvertrags verlangt. Damit ist der Zusammenhang mit der steuerrechtlich unerheblichen Veräußerung gegeben – und dies gilt auch für die nachträglichen Kosten (BFH-Urteil vom 24.1.2012, IX R 16/11).

Hinweis

Wäre der überflüssig gewordene Öltank nach der Umstellung auf Gasheizung noch während des Mietverhältnisses ausgebaut worden, hätten die Kosten als Werbungskosten abgezogen werden können.

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