Vermögensteuer

Luxus, Luxus, Luxus?


Ferrari, Yacht und Golfclub. Die Debatte um eine Vermögensteuer geht in die nächste Runde. Frankreich, Norwegen und Spanien führten im vergangen Jahr die „Reichensteuer“ ein. Soll Deutschland nun auch nachrücken?

Was heißt hier High Society?

„Millionär sein oder nicht sein- das ist hier die Frage“(Celeste Holm). Schon in dem Blockbuster „Die oberen Zehntausend“ wurde Reichtum groß thematisiert. Heute ist das nicht anders: Im Zeitalter von Banken- und Wirtschaftskrisen steht die Einführung einer Vermögensteuer erneut zur Diskussion. Liegt das am anstehenden Sommerloch oder besteht wirklich Handlungsbedarf?

Nicht schwarz –  nicht weiß: Auch die Mittelschicht zählt in diesen Zeiten bereits zu den Großverdienern. Wer mehr als 52.882 Euro im Jahr verdient, muss davon 42 Prozent an den Staat weiterreichen. Gemeint ist das zu versteuernde Einkommen. Ab 250.730 Euro muss der Spitzensteuersatz von 45 Prozent gezahlt werden. Mit diesem jährlichen zu versteuernden Einkommen lässt es sich sicherlich gut leben.

Handlungsbedarf?

Mit dem Spitzensteuersatz von 45 Prozent ist Deutschland im oberen Drittel platziert. Genau an dieser Stelle wird die Frage der Vermögensteuer aufgeworfen. Der durchschnittliche Bundeshaushalt hat 2.700 Euro netto zur Verfügung. Und in dieser Statistik sind noch nicht einmal Geringverdiener wie Bäcker oder Kindergärtnerinnen enthalten. Natürlich haben viele Unternehmer einen Verdienst, der in die Millionen wächst. Doch auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sieht keinen Sinn für die Einführung einer Vermögensteuer. Man „darf außerdem nicht vergessen, dass Ersparnisse investiert werden. Kapital ist ein wichtiger Produktionsfaktor und sollte für Konsum jeder Art tabu sein“, so der IW Köln. Gespartes soll langfristig nutzbar sein. Deshalb wird Kapital oft in Versicherungen angelegt. Eine erneute Versicherungssteuer wäre hier abwegig. Denn wer hortet schon sein Geld a la Dagobert Duck in einem Geldspeicher?

Auch der Bund der Steuerzahler sieht diese Forderung problematisch, allerdings aus einem anderen Blickwinkel. Kapital wird oftmals in Immobilien gebunden. Und Vermieter würden eine etwaige Vermögensteuer auf ihre Mieter weiterabwälzen. Am Ende betrifft die Reichensteuer den „Otto- Normalverbraucher“.

BdSt, Pressemitteilung vom 03.08.2012,IW Köln, Pressemitteilung vom 06.08.2012.

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