Steuerfreie Erholungsbeihilfe

Steuerfreie Erholungsbeihilfe

Das sollten Sie beachten


Das Erholungsgeld ist ein schönes Instrument, um Mitarbeitern eine Belohnung zukommen zu lassen. Denn das Gehaltsextra ist steuerbegünstigt. Doch nur, wenn man sich genau an die Regeln hält.

Steuer- und sozialversicherungsfrei

Diese Form der Beihilfe ist vielen Arbeitnehmern nicht bekannt: Das Erholungsgeld ist eine freiwillige Zahlung Ihres Arbeitgebers, das oft anstelle von Urlaubsgeld gezahlt wird.

Der Clou dabei: In der Regel übernimmt der Arbeitgeber dabei die pauschale Steuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Soli und Kirchensteuer. Sozialabgaben fallen dann keine an. Die Erholungshilfe landet somit direkt in Ihrem Geldbeutel.

Wichtig: Die Erholungsbeihilfe muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn bezahlt werden. Ein arbeitsvertraglich vereinbartes Urlaubsgeld kann daher nicht in eine Erholungsbeihilfe umgewandelt werden.

Jährliche Höchstbeträge

Das Erholungsgeld ist allerdings nur bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr steuerbegünstigt:

  • Arbeitnehmer: 156 €
  • Ehepartner: 104 €
  • Für jedes Kind zusätzlich: 52 €

Werden diese Grenzen um nur einen Cent überschritten, unterliegt der gesamte Betrag der Besteuerung – und nicht nur der überschießende Teilbetrag.

Beispiel

Ein Arbeitgeber stellt seinem Angestellten und dessen Familie (Ehefrau und zwei Kinder) ein Ferienhaus für den Erholungsurlaub zur Verfügung. Die Kosten betragen 400 €.

Die Zahlung liegt über dem Höchstbetrag des Ehepaares (156 € +104 € + 52 € + 52 € = 364 €). Eine pauschale Versteuerung ist nicht möglich. Die gesamte Zahlung i.H.v. 400 € ist als geldwerter Vorteil vom Arbeitnehmer zu versteuern.

Erholung vom Chef bezahlt

Das Erholungsgeld kann pro Haushalt nur einmal genutzt werden. Daher sollten Sie und Ihr Partner sich zuvor absprechen, wer die Erholungsbeihilfe bei seinem Arbeitgeber beantragt. Der Bonus wird einmal jährlich für eine zweckgebundene Verwendung ausbezahlt.

Voraussetzung für das Erholungsgeld ist eine Erholungsmaßnahme von mindestens einer Woche Dauer. Mangels gesetzlicher Definition fällt hierunter alles, was der Erholung dient, wie beispielsweise:

  • Ausflüge
  • Wellness-Tage
  • Pauschalreisen
  • individuelle Reisen
  • Schiffsreisen
  • Besuch von Freizeitparks
  • Besuch von Spaßbädern
  • Fahrten mit Seilbahnen
Wichtig: Treten Sie Ihren Erholungsurlaub innerhalb von drei Monaten vor oder nach der Auszahlung des Geldes an. Die Erholungsbeihilfe muss in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Erholung an sich stehen.

 

7 Comments

eigener Kommentar
  1. 1
    E.Schaal

    Darf man die Erholungsbeihilfe bei verschiedenen AG zwei mal bekommen – z.B. in der Vollzeitstelle und beim AG mit dem Minijob?

  2. 4
    P. Bellmann

    Kann man die Erholungsbeihilfe aufteilen ? z.B. bei zwei AG , bei dem einen bekomme ich 146,- € – kann der andere
    mir noch 10,- € zahlen das ich die Erholungsbeihilfe voll auskoste.

+ Kommentar hinterlassen