Kein Steuervorteil für Schulessen

Kein Steuervorteil für Schulessen

Warum kein Abzug möglich ist


Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen begünstigt der Staat. Hier sind bis zu 20.000 Euro mit 20 Prozent, höchstens 4.000 Euro im Jahr, von der Steuerschuld abziehbar.

Was ist eine „Haushaltsnahe Dienstleistung“?

Hier zählen vor allem hauswirtschaftliche Tätigkeiten dazu, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden und für die ein selbstständiger Dienstleister beauftragt wird.

Dazu gehört grundsätzlich auch die Verpflegung der Familienmitglieder. Somit eigentlich auch die Verköstigung der Kinder in der Schule. Eigentlich.

Keine Nähe zum Haushalt

Denn nun entschied das Finanzgericht Sachsen, dass die Schulverpflegung der Kinder keine haushaltsnahe Dienstleistung darstellt. Folge: Die Ausgaben sind nicht steuerbegünstigt.

Begründung der Richter: Zum einen sind Kosten für die Verpflegung der Kinder durch Kindergeld und Kinderfreibetrag abgegolten. Zum anderen handelt es sich bei der Schulverköstigung nicht um eine Leistung, die im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dem Haushalt erbracht wird.

Jedoch wäre ohnehin nur der Abzug von Arbeitskosten möglich, und dies auch nur nach Vorlage einer Rechnung (Aktenzeichen 6 K 1546/13).

Welche Leistungen sind dann abzugsfähig?

Rote Karte für das Schulessen mangels Nähe zum Haushalt. Finden hingegen Hilfe- und Betreuungsleistungen in Ihrem Haushalt statt, können Sie ordentlich Steuern sparen. Wie das funktioniert, erklärt unser Video.

 

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