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Splittingtarif

Vom Ja-Wort zum Steuervorteil


Treten zwei Menschen vor den Traualtar, ist es nicht nur romantisch und aufregend – sondern auch vorteilhaft für die Steuer. Denn: Ehepaare können sich für den Splittingtarif entscheiden und dadurch einiges an Steuern sparen.

Kurz & knapp

  • Der Splittingtarif bringt verheirateten Paaren oft eine hohe Steuererstattung
  • Auch Paare in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft profitieren vom Splittingtarif
  • Bei einer Trennung können Sie den Splittingtarif noch für das Trennungsjahr nutzen

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Was bringt mir die Zusammenveranlagung?

Sobald Sie verheiratet sind, können Sie eine zusammenveranlagte Steuererklärung abgeben. Das bedeutet, dass Sie und Ihr Partner nicht mehr jeder für sich eine Erklärung einreichen – sondern eine gemeinsame.

Info Icon GrafikNatürlich müssen Sie sich nicht für die Zusammenveranlagung entscheiden. Sie können jederzeit auch jeweils eine eigene Steuererklärung abgeben. Dann bekommt jeder von Ihnen auch einen eigenen Steuerbescheid. Sie können auch jedes Jahr aufs Neue entscheiden, ob Sie eine gemeinsame Steuererklärung abgeben möchten.

Der Vorteil: Durch die Art, wie nun Ihre Einkommensteuer berechnet wird, können Sie eine Menge Steuern sparen. Das nennt man Splittingtarif oder Ehegattensplitting.

Info GlühbirneBesonders empfehlenswert ist der Splittingtarif, sobald Sie und Ihr Partner deutlich unterschiedliche Einkommen haben. Denn je größer die Differenz – desto höher die Steuerersparnis.

Wie wird der Splittingtarif berechnet?

Bei dem Splittingtarif zählen Sie als Ehepaar steuerlich gesehen wie ein Steuerzahler. Bei der Berechnung Ihrer Einkommensteuer geht das Finanzamt folgendermaßen vor:

  1. Das Einkommen von Ihnen beiden wird zu einem Gesamteinkommen addiert.
  2. Das Gesamteinkommen wird dann halbiert und auf diese eine Hälfte wird die Einkommensteuer berechnet.
  3. Die berechnete Einkommensteuer wird dann verdoppelt. Das Ergebnis ist die Einkommensteuer, die Sie beide auf Ihr Gesamteinkommen zahlen müssen.
  4. Da geringe Einkommen prozentual weniger besteuert werden, sparen Sie insgesamt bei der Steuer.

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Übrigens: Mit WISO Steuer können Sie sich automatisch berechnen lassen, welche Option für Sie die günstigste ist – Zusammen- oder Einzelveranlagung. So sind Sie auf der sicheren Seite und können das Maximum aus Ihrer Steuererklärung herausholen.

Ist die Einzelveranlagung besser für Sie, macht WISO Steuer aus Ihren gemeinsamen Angaben automatisch 2 Steuererklärungen.

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Was ist die Splittingtabelle?

In der Splittingtabelle können Sie genau sehen, wie hoch die Einkommensteuer für Ihr Einkommen ausfällt. In der Tabelle wird für jedes Einkommen die jeweilige Steuerhöhe bzw. der Grenzsteuersatz dargestellt.

Aber Achtung: Hier kommt es auf Ihr zu versteuerndes Einkommen an. Für die Einzelveranlagung wird übrigens die Einkommensteuer-Grundtabelle angewendet.

Info GlühbirneKlingt kompliziert? Mit WISO Steuer müssen Sie sich keine Gedanken um die Splittingtabelle machen. Einfach im Planspiel-Modus ausprobieren, welche Steuerklassen für sie die meiste Rückerstattung bringen – und das kostenlos!

Wann wird die Splittingtabelle angewendet?

Um nach der Splittingtabelle bzw. dem Splittingtarif besteuert zu werden, müssen Sie unbedingt verheiratet sein. Erst mit dem Ja-Wort erhalten Sie das Wahlrecht zwischen Einzel- und Zusammenveranlagung.

Dabei spielt es keine Rolle, wie lange Sie im jeweiligen Jahr verheiratet waren. Findet Ihre standesamtliche Trauung beispielsweise am 31.12.2021 statt, können Sie für das gesamte Jahr eine Zusammenveranlagung wählen. Für Ihre Steuer ist es dann so, als wären Sie bereits das ganze Jahr verheiratet.

Was ist der Unterschied zwischen Grundtarif und Splittingtarif?

Nach dem Grundtarif wird die Einkommensteuer ermittelt, die für das Einkommen eines Steuerzahlers anfällt – also bei der Einzelveranlagung. Aus dem Grundtarif leitet sich der Splittingtarif ab. Und der gilt nur für verheiratete Paare.

Was ist das Ehegattensplitting im Trennungsjahr?

Möchten Sie und Ihr Partner sich trennen, können Sie im Trennungsjahr noch ein letztes Mal vom Splittingtarif profitieren und die Zusammenveranlagung wählen. Am Jahresende lohnt es sich also – wenn möglich – mit der Trennung noch bis zum Anfang des nächsten Jahres zu warten. Denn es gilt: Ein Tag „nicht dauernd getrennt lebend“ reicht aus, um für das gesamte Jahr das Ehegattensplitting zu nutzen.

Achtung Steuer Hinweis IconRelevant ist aber der tatsächliche Trennungszeitpunkt – nicht das Datum der Scheidung.

Was ist das Witwen-Splitting?

Wenn Ihr Ehepartner stirbt, müssen Sie als Erbe noch einmal die Steuererklärung für das laufende Jahr abgeben. Da Sie vor dem Tod auch noch zusammengelebt haben, ist noch einmal eine Zusammenveranlagung möglich. Sie erhalten dann automatisch den günstigeren Splittingtarif.

Geben Sie im Jahr danach eine einzelne Steuererklärung ab, gibt es einmalig noch einmal den Splittingtarif.

Weiterlesen: Witwenrente — Finanzielle Fragen nach dem Tod des Ehepartners

Was gilt für eingetragene Lebenspartnerschaften?

Auch Paare, die sich in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft befinden, können vom Splittingtarif profitieren. Sie haben genau die gleichen Steuervorteile wie verheiratete Paare – ob gleichgeschlechtlich oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Quelle: BMF

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