Steuerfreie Arbeitgeberleistungen

Mehr Vorteile für Familien


Eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für die meisten Arbeitnehmer wichtig. Nun stellt auch der Staat die Weichen für familienfreundliche Unternehmen – und zwar mit steuerfreien Arbeitgeberleistungen.

Zwischen Beruf und Familie

Firmen sollten gute Rahmenbedingungen bieten, um beispielsweise Beschäftigten, die nach der Elternzeit wieder in den Beruf zurückkehren, den Wiedereinstieg problemloser zu ermöglichen.

Aber auch Arbeitnehmer, die pflegebedürftige Angehörige betreuen, sollten entsprechend unterstützt werden. Dabei hilft nun der Fiskus.

Aktuell werden ab 2015 mit dem sogenannten “Zollkodex-Anpassungsgesetz” bestimmte Serviceleistungen des Arbeitgebers zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie begünstigt.

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen sind:

    • Ausgaben für die kurzfristige Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen bis zu 600 Euro pro Jahr und Mitarbeiter sowie
    • Kosten für die Beratung des Arbeitnehmers hinsichtlich Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen und Vermittlung von Betreuungspersonen durch fremde Dienstleister.

Wichtig: Die Steuerfreiheit gibts nur dann, wenn Ihr Arbeitgeber die Serviceleistungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt.

Für Leistungen, die unter Anrechnung auf den vereinbarten Arbeitslohn (sogenannte „Entgeltumwandlung“) erbracht werden, kann die Steuerfreiheit nicht beansprucht werden.

Die Zweckbestimmung “verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie” muss der Arbeitgeber durch entsprechende Belege im Lohnkonto nachweisen.

Neben den Beratungs- und Vermittlungsleistungen kann der Arbeitgeber also bestimmte Betreuungskosten, die kurzfristig aus zwingenden beruflichen Gründen entstehen, steuerfrei ersetzen. Dazu gehören Kosten für eine zusätzliche, außergewöhnliche – also außerhalb der regelmäßig üblicherweise erforderlichen – Betreuung notwendig werden.

Zum Beispiel solche, die durch dienstlich veranlasste Fortbildungsmaßnahmen des Arbeitnehmers, eines zwingenden beruflichen Einsatzes zu außergewöhnlichen Dienstzeiten oder bei Krankheit eines Kindes bzw. pflegebedürftigen Angehörigen entstehen. Begünstigt sind die Betreuungskosten auch dann, wenn sie im Privathaushalt des Mitarbeiters anfallen.

 

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