Android oder Apple? Wohl DIE Glaubensfrage des 21. Jahrhunderts. Einmal in die Runde geschmissen führt sie meist zu schier endlosen Diskussionen: Apple ist innovativer, Android hingegen flexibler. Eines haben die Smartphones jedoch gemeinsam – ein meist hoher Kaufpreis. Für ein gescheites Smartphone wird nicht selten tief in die Tasche gegriffen. Und das schmerzt.

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Privates Smartphone für die Arbeit?

Doch das muss nicht sein! Wusstest du, dass dir an dieser Stelle das Finanzamt hilft? Unter gewissen Voraussetzungen kannst du die Kosten von der Steuer absetzen. Bedingung: Du musst das Handy auch beruflich nutzen. Doch Halt: Ein „Chef, ich komm heut später“-Anruf zählt hier leider nicht. Dein berufliche Tätigkeit muss schon zum Smartphone-Einsatz passen. Bei Kommunikations- und Medienberufen klar gegeben. Auch bei Außendienstmitarbeitern. Andere müssen dem Finanzamt plausibel nachweisen, dass das Gerät für Berufszwecke genutzt wird. Und hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Schreiben vom Chef: Die einfachste Möglichkeit, den Nachweis fürs Finanzamt zu bringen: Frag deinen Chef, ob er dir ein Schreiben ausstellt, indem er bescheinigt, dass du dein Handy auch beruflich nutzt. Dies legst du deiner Steuererklärung bei. So kannst du die Hälfte der Kosten absetzen, bei einer guten Begründung sogar bis zu 80 Prozent vom Kaufpreis!

Smartphone-Tagebuch: Diese Variante ist etwas aufwendiger, führt aber auch zum Ziel. Schreibe drei Monate lang ein Smartphone-Tagebuch. Vermerke darin Datum, Dauer und Grund für jeden Anruf. Mit einem Einzelverbindungsnachweis geht das natürlich noch einfacher. Findet das Finanzamt deine Aufzeichnungen glaubhaft, kannst du auch hier meist die Hälfte des Kaufpreises absetzen.

Setz die Anschaffungskosten ab

Du hast ein echtes Schnäppchen gemacht und ein Smartphone unter 410 Euro (ohne Mehrwertsteuer) gekauft? Dann hast du’s gut: Du kannst den Beitrag komplett im Jahr des Kaufs von der Steuer absetzen. Du hast dir hingegen das neuste iPhone oder ein anderes teures Gerät über 410 Euro gegönnt? Schön für dich, schlecht für die Steuer. Denn jetzt heißt es: Kosten aufteilen. Und zwar über einen Zeitraum von 5 Jahre, genauer: 60 Monaten.

Um den Abzug zu verdeutlichen ein Beispiel: Du hast dir im April letztes Jahres ein iPhone 6 s für 759 Euro gekauft. Geteilt durch 60 Monate sind das Kosten von 12,65 Euro pro Monat. Dies multipliziert mit 9 Monaten, da du das Handy ja erst im April gekauft hast, und kommst auf 113,85 Euro. Wenn dein Chef dir nun eine 50-prozentige berufliche Nutzung bescheinigt, kannst du für 2016 57 Euro von der Steuer absetzen.

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Laufende Kosten? Kein Problem!

Doch das ist nicht alles! Denn du nutzt das Handy ja auch, also durch Telefonate und Internetnutzung. Auch das kannst du absetzen, funktioniert im Prinzip wie oben beim Kaufpreis. Faustregel hier: Ohne Nachweis, aber mit glaubhafter Begründung kannst du pauschal 20 Prozent deiner Kosten absetzen. Monatliche Höchstgrenze sind hier 20 Euro. Willst du mehr absetzen, brauchst du entweder wieder ein Schreiben deines Chefs- oder ein Smartphone-Tagebuch.

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