Werbungskosten mindern Ihre Steuer. Dazu gehören auch Arbeitsmittel wie Laptop, Computer und Co. Erfahren Sie wie Sie diese bei der Steuer absetzen können.

Wann kann ich einen Laptop absetzen?

Grundvoraussetzung für den Abzug der Ausgaben als Werbungskosten bei der Steuererklärung ist, dass Sie den Gegenstand beruflich nutzen. Dies müssen Sie dem Finanzamt glaubhaft machen. Denn wenn nicht klar ersichtlich ist, ob ein Gegenstand beruflich oder privat genutzt wird, zückt das Finanzamt gerne den Rotstift. In der Folge verweigert es den Werbungskostenabzug und sieht die Ausgaben als Kosten der privaten Lebensführung an. Argumente zur beruflichen Nutzung können hier beispielsweise Weiterbildung oder berufliche Recherchen von zu Hause aus sein.

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Wenn der Laptop auch privat genutzt wird

Nutzen Sie den PC zu einem geringen Teil privat, drückt das Finanzamt beide Augen zu – sie können trotzdem den vollen Kaufpreis bei der Steuererklärung absetzen. Eine geringe Nutzung wird hier bei maximal zehn Prozent gesehen.

Nimmt Ihnen das Finanzamt die geringe private Nutzung nicht ab, sollten Sie zumindest einen anteiligen Kostenabzug durchsetzen. Sie können Ihre Kosten dann entsprechend der beruflichen und privaten Nutzung aufteilen. Meistens schätzen die Finanzämter den beruflichen Anteil in solchen Fällen auf 50 Prozent.

Sofortabzug bei geringem Kaufpreis

Haben Sie ein echtes Schnäppchen gemacht und ein Gerät für unter 410 Euro netto ergattert? So können Sie die Ausgaben direkt komplett im Jahr des Kaufes bei der Steuererklärung als Werbungskosten absetzen. Eine Abschreibung über mehrere Jahre ist dann nicht notwendig. Maßgebend ist der Nettobetrag ohne Umsatzsteuer, der Rechnungsbetrag darf somit höchstens 487,90 Euro bei 19 Prozent Mehrwertsteuer betragen.

WICHTIG: Ab 2018 steigt dieser Betrag für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 800 Euro netto (brutto: 952 Euro).

Lineare Abschreibung auf mehrere Jahre

Anders bei höheren Beträgen: Hier müssen Sie die Kosten für die Steuer über die Nutzungsdauer verteilen. Der Fachmann spricht hier von abschreiben.

Die Nutzungsdauer von Computern, Tablett-PCs, Notebooks und Netbooks beträgt drei Jahre. Dies wurde in der amtlichen Afa-Tabelle festgelegt. Gleiches gilt für das Zubehör sowie sämtliche Peripheriegeräte, z. B. Drucker und Scanner. Im Erstjahr gilt eine streng zeitanteilige Ermittlung der Abschreibung.

Beispiel: Sie kaufen am 01.10.2016 ein Notebook für 900 Euro. Die Abschreibung beträgt auf drei Jahre verteilt 300 Euro im Jahr. Im Jahr 2016 beträgt die Abschreibung jedoch nur 75 Euro (3/12 von 300 Euro). In 2017 und 2018 sind jeweils 300 Euro abziehbar. Im Jahr 2019 beträgt die restliche Abschreibung dann 225 Euro (300 Euro abzgl. 75 Euro).

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Drucker, Scanner und Co.: Was gilt bei Peripheriegeräten?

Um den Kaufpreis für ein Gerät direkt im Jahr des Kaufes komplett absetzen zu können, muss es selbstständig nutzungsfähig sein. Die Aufwendungen für das einzelne Wirtschaftsgut dürfen hier maximal 410 Euro netto (Rechnungsbetrag: höchstens 487,90 € einschließlich Mehrwertsteuer) betragen.

Kann das Gerät nur zusammen mit anderen Geräten genutzt werden? Beispielweise ein Drucker, Scanner oder Bildschirm? Dann müssen diese Peripheriegeräte zusammen mit dem Computer abgeschrieben werden.

Anders ist es bei Kombinationsgeräten. Ein solches kann beispielsweise sowohl als Drucker zusammen mit dem PC, als auch unabhängig vom Rechner als Fax und Kopierer genutzt werden können. Gleiches gilt für externe Datenspeicher, die unabhängig vom Computer der Speicherung, dem Transport und der Sicherung von Daten dienen. Liegt der Kaufpreis eines solchen Kombigerätes unter 410 Euro, so sind die Kosten sofort im Jahr der Anschaffung als Werbungskosten in der Steuererklärung abziehbar.

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