Jeder hat ihn, jeder braucht in: einen Laptop oder Computer. Nutzen Sie diesen ausschließlich oder zu mindestens 90 Prozent für Ihren Beruf? Dann können Sie die Kosten in voller Höhe als Werbungskosten in der  Steuererklärung absetzen. Verwenden Sie ihn auch für private Zwecke, werden die Kosten nur mit dem entsprechenden beruflichen Nutzungsanteil anerkannt, mindestens aber zu 50 Prozent.

Was gehört alles zu einem Computer?

Diese Frage ist wichtig für die Beurteilung, wie die Kosten in der Steuererklärung abgeschrieben werden. Selbstständige Wirtschaftsgüter werden separat abgeschrieben, unselbstständige Bestandteile hingegen müssen mit dem Computer zusammengefasst und einheitlich abgeschrieben werden.

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Mit dem Computer einheitlich abgeschrieben werden

  • Monitor
  • Tastatur
  • Maus
  • Festplatte
  • Diskettenlaufwerk
  • CD-ROM-Laufwerk
  • CD-Brenner
  • internes Modem
  • Arbeitsspeicher
  • Graphikkarte
  • Soundkarte
  • ISDN-Karte
  • Netzwerkkarte
  • Monitor
  • Tastatur
  • Maus

Separat abgeschrieben werden

  • Drucker
  • Scanner
  • Plotter
  • Streamer
  • Beamer
  • ZIP-Laufwerk
  • Internet-Modem
  • externe Datenspeicher

Der Preis lag unter 410 Euro

Betrugen die Anschaffungskosten ohne Mehrwertsteuer weniger als 410 Euro (ab 2018: 800 Euro)? Dann können Sie diese sofort in voller Höhe als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung absetzen. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, die Kosten über die Nutzungsdauer zu verteilen.

Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner, Plotter, Grafiktablett und Beamer müssen Sie eigenständig abzuschreiben, auch wenn die Anschaffungskosten weniger als 410 Euro betragen.

Eine Ausnahme gilt bei Multifunktionsgeräten, die beispielsweise nicht nur als Drucker, sondern unabhängig vom Rechner auch als Fax und Kopierer genutzt werden können. Hier können die Anschaffungskosten unter 410 Euro direkt im Jahr des Kaufes in voller Höhe abgesetzt werden. Dasselbe gilt für externe Datenspeicher, mit denen unabhängig vom Rechner Daten gespeichert, transportiert und gesichert werden können.

Der Preis lag über 410 Euro

Betragen die Anschaffungskosten mehr als 410 Euro ohne Mehrwertsteuer (ab 2018: 800 Euro)? Dann müssen Sie diese gleichmäßig über einen Zeitraum von 36 Monaten verteilen, im Steuersprech heißt dies „abschreiben“. In jedem Jahr ist die so genannte „Absetzung für Abnutzung“ (AfA) als Werbungskosten absetzbar.

Diese Regeln zur Abschreibung gelten ebenfalls für Peripheriegeräte mit Anschaffungskosten unter 410 Euro, die

  • selbstständig bewertungsfähig, aber nicht selbstständig nutzungsfähig sind, z. B. Drucker, Scanner oder Beamer
  • selbstständig bewertungsfähig und selbstständig nutzungsfähig sind, falls statt der Sofortabschreibung wahlweise die Option zur dreijährigen Abschreibung gewählt wird, z. B. Multifunktionsgeräte, externe Datenspeicher.

Und wie lang ist die voraussichtliche Nutzungs- und Abschreibungsdauer für einen PC und für selbstständig bewertungsfähige Peripheriegeräte? Sie beträgt nach der amtlichen AfA-Tabelle für PCs, iPads, Workstations, Notebooks, Drucker, Scanner und andere Peripheriegeräte 3 Jahre.

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Wie hoch ist die Abschreibung im Jahr des Kaufes?

Im Jahr der Anschaffung ist die Jahres-AfA nur zeitanteilig absetzbar, und zwar für jeden Monat mit einem Zwölftel der Jahres-AfA. Der verbleibende Rest aus dem Anschaffungsjahr kann im vierten Jahr abgesetzt werden. Stattdessen können Sie aber auch ganz einfach für jeden Monat der Nutzung 1/36 der Anschaffungskosten in der  Steuererklärung ansetzen.

Beispiel: Gerd kauft am 20.05.2018 einen Computer mit Drucker zum Preis von 1.800 Euro.

Anschaffungskosten des PC 20181.800 Euro
AfA 2018: 8/36 von 1.800 Euro400 Euro
AfA 2019: 12/36600 Euro
AfA 2020: 12/36600 Euro
AfA 2021 (Rest aus 2018)200 Euro
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