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Sind Notarkosten steuerlich absetzbar?

Steuervorteil fĂŒr Vermieter

Beim Kauf von Immobilien fallen einige Kosten an – unter anderem GebĂŒhren fĂŒr den Notar. Steuervorteile gibt es aber nur in bestimmten FĂ€llen. Wann und wie du die Notarkosten absetzen kannst, haben wir fĂŒr dich zusammengefasst.

Kurz & knapp

  • Kosten fĂŒr den Notar lassen sich nicht immer absetzen
  • Entscheidend fĂŒr den Steuervorteil ist die Nutzung der Immobilie
  • Notarkosten gehören zu den Anschaffungs- oder Finanzierungskosten
  • WISO Steuer gibt dir Tipps, was du noch als Vermieter absetzen kannst

Kann ich Notarkosten von der Steuer absetzen?

Wer eine Immobilie kauft, verkauft, schenkt oder sich um Nachlassangelegenheiten kĂŒmmert, nimmt auch die Leistungen eines Notars in Anspruch. Die GebĂŒhren, die dabei erhoben werden, können den Geldbeutel sichtlich schmĂ€lern.

Dabei können folgende Leistungen durch den Notar erbracht werden:

  • Beratung durch den Notar
  • Eintragung oder Löschung der Grundschuld beim Grundbuchamt
  • Anfertigung eines Kaufvertragsentwurfs
  • notarielle Beurkundung des Kaufvertrags
  • Vormerkung und Auflassung zum GrundstĂŒck

Doch lassen sich die Notarkosten von der Steuer absetzen? In bestimmten FĂ€llen, ja. Und zwar dann, wenn Haus oder Wohnung nicht selbst bewohnt werden – etwa bei Vermietung. Nutzt du dagegen deine Immobilie privat, musst du die Notarkosten im vollen Umfang selbst tragen. Bei der Steuer bekommst du dann keinen Vorteil dafĂŒr.

Ausnahme: hĂ€usliches Arbeitszimmer. Als Teil der Anschaffungskosten werden die Notarkosten bei der Abschreibung mitberĂŒcksichtigt.

So hoch sind die Notarkosten

Wie hoch die NotargebĂŒhren sein dĂŒrfen, ist im Gerichts- und Notarkostengesetz (GnotKG) festgelegt. Im Durchschnitt betragen sie etwa 1,5 Prozent der Kaufsumme. Dabei entfallen etwa 1 Prozent auf die reinen Notarkosten und 0,5 Prozent auf die Grundbuchkosten.

In diesen FĂ€llen sind Notarkosten steuerlich absetzbar

Ob du die Notarkosten in der SteuererklÀrung abziehen kannst, hÀngt von der Nutzung der Immobilie ab. GrundsÀtzlich gilt: Du kannst Notarkosten nur dann von der Steuer absetzen, wenn sie im Zusammenhang mit der Erzielung von Einnahmen stehen.

Kaufst du also eine Immobilie, um sie zu vermieten, lassen sich die Notarkosten in diesem Fall steuerlich absetzen. Dann gilt:

  • Kaufst du als Privatperson, trĂ€gst du die GebĂŒhren als Werbungskosten in deiner SteuererklĂ€rung an. Wichtig: Ein Zahlungsbeleg sollte ebenfalls vorliegen.
  • Bist du Unternehmer und gehört die Immobilie zu deinem Betriebsvermögen, gibst du die NotargebĂŒhren als Betriebsausgaben in deiner SteuererklĂ€rung an.

Notarkosten bei Erbschaft

Wer eine Mietimmobilie erbt, kann auch Notar- und Grundbuchkosten fĂŒr Erbschaft als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Wo gebe ich die Notarkosten in der SteuererklÀrung ein?

Die Angaben zu den NotargebĂŒhren machst du bei den Werbungskosten. Je nachdem, fĂŒr welche TĂ€tigkeit die Notarkosten anfallen, werden sie in der SteuererklĂ€rung unterschiedlich berĂŒcksichtigt:

Notarkosten absetzen bei Vermietung

Beglaubigung von KaufvertrÀgen: Notarkosten abschreiben

Sind die NotargebĂŒhren fĂŒr Beglaubigungen von KaufvertrĂ€gen entstanden, gehören sie zu den Anschaffungsnebenkosten und werden zusammen mit den Anschaffungskosten ĂŒber mehrere Jahre abgeschrieben.

  • Wichtig: Der Zeitpunkt des Kaufvertrags entscheidet darĂŒber, wie du die GebĂŒhren absetzt. Hast du die Immobilie vor dem 31.12.2005 gekauft, darfst du die degressive Abschreibung anwenden. Fand der Kauf spĂ€ter statt, schreibst du die Notarkosten mittels linearer Abschreibung mit gleichbleibenden ProzentsĂ€tzen ab.

So einfach geht es mit WISO Steuer: Sparer und Vermieter â€ș Vermietung von eigenem Wohnraum und anderen RĂ€umen â€ș
Abschreibung (linear / degressiv) â€ș Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten

Notarkosten Anschaffungsnebenkosten Formular

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Notarkosten Anschaffungsnebenkosten Formular

Kredit & Hypothek: Notarkosten bei den Finanzierungskosten angeben

Hast du fĂŒr den Kauf der Immobilie einen Kredit aufgenommen und eine Grundschuld bzw. Hypothek eintragen lassen, gehören die NotargebĂŒhren zu den Finanzierungskosten. Diese gibst du bei den Werbungskosten in der Anlage V der SteuererklĂ€rung ein. Dann werden sie in voller Höhe im Jahr der Entstehung von den Mieteinnahmen abgezogen.

So einfach geht es mit WISO Steuer: Sparer und Vermieter â€ș Vermietung von eigenem Wohnraum und anderen RĂ€umen â€ș Weitere Aufwendungen â€ș Geldbeschaffungskosten

Notarkosten Kredit Hypothek SteuererklÀrung

So einfach geht es mit WISO Steuer: Sparer und Vermieter â€ș Vermietung von eigenem Wohnraum und anderen RĂ€umen â€ș Weitere Aufwendungen â€ș Geldbeschaffungskosten

Notarkosten Kredit Hypothek SteuererklÀrung

Notarkosten absetzen bei Erbschaft

Kosten fĂŒr den Notar, die bei Erbauseinandersetzungen entstehen, gehören auch zu Anschaffungsnebenkosten. Diese lassen sich ĂŒber die Absetzung fĂŒr Abnutzung (AfA) von der Steuer abziehen.

Hier machst du die EintrĂ€ge dafĂŒr bei WISO Steuer: Andere Einnahmen > GrundstĂŒcke und grundstĂŒcksgleiche Rechte. Nach der Eingabe der Daten zum GrundstĂŒck trĂ€gst du die Notarkosten unter VerĂ€ußerungskosten ein.

Notarkosten SteuererklÀrung Formular

Hier machst du die EintrĂ€ge dafĂŒr bei WISO Steuer: Andere Einnahmen > GrundstĂŒcke und grundstĂŒcksgleiche Rechte. Nach der Eingabe der Daten zum GrundstĂŒck trĂ€gst du die Notarkosten unter VerĂ€ußerungskosten ein.

Notarkosten SteuererklÀrung Formular

Auch interessant:

FAQ: Notarkosten absetzen

Sind Notarkosten generell absetzbar?

Notarkosten sind nicht immer steuerlich absetzbar. Der Steuervorteil hÀngt davon ab, wie die Immobilie genutzt wird.
Notarkosten sind steuerlich absetzbar, wenn du mit der Immobilie EinkĂŒnfte erzielst, beispielsweise bei Vermietung. Nutzt du die Immobilie privat, können die Notarkosten nicht von der Steuer abgesetzt werden.
Die Notarkosten gehören zu den Anschaffungsnebenkosten und können zusammen mit den Anschaffungskosten abgeschrieben werden. Entstehen Notarkosten beim Eintrag einer Hypothek, zÀhlen sie zu den Finanzierungskosten.
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