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Photovoltaik-Anlage: Eigenverbrauch & Steuern

Steuervorteile mit grünem Strom sichern


Wer Photovoltaik-Anlagen auf seinem Hausdach betreibt, der hat die Erfahrung schon gemacht: Steuerlich ist es ein ziemliches Gewusel. Denn es gelten verschiedene Steuerpflichten – je nachdem wie groß die Anlage ist und ob der generierte Strom selbst verbraucht oder auch verkauft wird. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Kurz & knapp

  • Wer Strom aus seiner Photovoltaik-Anlage verkauft, zählt als Unternehmer und ist damit steuerpflichtig
  • Umsatzsteuer und Einkommensteuer wird nicht nur auf verkauften Strom fällig, sondern auch auf den Eigenverbrauch
  • Mit dem Antrag auf Liebhaberei können Sie sich von der Einkommensteuer befreien lassen

 

 

Muss ich meine Photovoltaik-Anlage versteuern?

Betreiben Sie eine Photovoltaik-Anlage, können für Sie verschiedene Steuerpflichten in Frage kommen. Welche das sind, hängt davon ab, ob Sie den generierten Strom selbst verbrauchen oder verkaufen und wie groß Ihre Solar-Anlage ist.

So etwas wie ein extra „Photovoltaik-Gesetz“ gibt es aber leider nicht. Die Regelungen zur Photovoltaik-Anlage müssen Sie vielmehr aus verschiedenen Steuergesetzen entnehmen – aber welche sind für Sie wichtig? Im Folgenden erhalten Sie alle Informationen, die Sie benötigen, um sicher in die Steuererklärung zu starten.

PV-Anlage versteuern – grundsätzlich gilt:

Sobald Sie eine PV-Anlage in Betrieb nehmen und den generierten Strom verkaufen, sind Sie unternehmerisch tätig und gelten damit als Gewerbetreibender. Das ist etwa der Fall, wenn Sie den Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Erwirtschaften Sie daraus einen Gewinn, müssen Sie darauf die Einkommensteuer zahlen.

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Liebhaberei. Ihre PV-Anlage erzielt keinen Gewinn

Wenn Sie nicht vorhaben, mit Ihrer Photovoltaik-Anlage auf Dauer einen Gewinn zu erzielen, spricht man von Liebhaberei. Dann werden sowohl die Einnahmen, aber auch die Ausgaben bzw. Verluste aus dem Photovoltaik-Betrieb steuerlich nicht berücksichtigt.

Im Zweifel müssen Sie dem Finanzamt glaubhaft machen können, dass Sie trotz anfänglicher Verluste einen Gewinn erzielen möchten. Ähnlich ist es, wenn Sie den Strom rein privat nutzen möchten. Dann liegt aus steuerlicher Sicht kein Gewerbebetrieb vor. Es bleibt Ihr privates Vergnügen, sowohl bei der Einkommen- als auch bei der Umsatzsteuer.

Betreiben Sie eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von weniger als 10 Kilowatt, können Sie sich dank der neuen Vereinfachungsregel von der Einkommensteuer befreien lassen. Auch bei der Gewerbesteuer gilt seit 2019 eine Erleichterung.

Diese Steuern fallen auf die PV-Anlage an

Infografik: Photovoltaik-Anlage & Steuern

Steuern, die auf Photovoltaik-Anlagen erhoben werden, sind:

Darüber hinaus gibt es noch 2 Steuerarten, von denen Sie gehört haben sollten:

Solarzellen auf dem Dach: erste Schritte im Gewerbe

Speisen Sie den erzeugten Strom ins Netz ein, anstatt ihn komplett selbst zu verbrauchen, unterstützt Sie der Staat mit der garantierten Einspeisevergütung. Steuerlich gesehen, handeln Sie damit unternehmerisch, weil Sie Strom verkaufen und die Einspeisevergütung als Einnahme erhalten.

Die Aufnahme Ihrer unternehmerischen bzw. gewerblichen Tätigkeit müssen Sie beim zuständigen Finanzamt anmelden. Dazu haben Sie 1 Monat nach der Inbetriebnahme Ihrer Photovoltaik-Anlage Zeit. So funktioniert die Meldung beim Finanzamt:

1. Anmeldung über die Gemeinde

Wenn Sie eine Photovoltaik-Anlage betreiben, müssen Sie dies der Stadt mitteilen. Die Anlage stellt nämlich einen eigenen Gewerbebetrieb dar. Somit ist eine Gewerbeanmeldung erforderlich. Die Info wird dann direkt ans Finanzamt weitergeleitet. Allerdings verzichten viele Gemeinden darauf, wenn die Photovoltaik-Anlage eine gewisse Größe nicht überschreitet. Erkundigen Sie sich am besten vorher bei Ihrer Gemeinde – so sparen Sie sich Formulare und Gebühren.

2. Anmeldung selbst bei kleinen Anlagen

Übernimmt Ihre Gemeinde die Meldung bei Finanzamt nicht für Sie, müssen Sie das selbst tun. Dazu reicht ein formloser Brief an das zuständige Finanzamt.

3. Fragebogen vom Finanzamt

Nachdem das Finanzamt über Ihre Photovoltaik-Anlage informiert ist, erhalten Sie einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Hier werden Ihre persönlichen Daten, die Art Ihres Gewerbes, die Höhe der Umsätze und des erwarteten Gewinns abgefragt. Anhand dieses Fragebogens prüft das Finanzamt, welche Steuererklärungen Sie abgeben müssen. Außerdem kann Ihnen für die Photovoltaik-Anlage eine separate Steuernummer erteilt werden.

Einkommensteuer: Was gilt für die Photovoltaik-Anlage?

Die Photovoltaik-Anlage wird dann steuerlich wichtig, wenn Sie sie nicht nur rein privat nutzen, sondern den generierten Strom auch verkaufen, etwa an einen Stromkonzern. Diser zahlt Ihnen für die Stromlieferung Abschläge – man spricht dabei von der Einspeisevergütung. Die Höhe der Vergütung ist gesetzlich geregelt. Sie bekommen sie garantiert ausgezahlt – und zwar für 20 Jahre!

Die Einnahmenüberschussrechnung zur Gewinnermittlung der PV-Anlage

Allerdings sind diese Einnahmen auch für das Finanzamt interessant: Sie sind nämlich steuerpflichtig. Da die Photovoltaik-Anlage einen Gewerbebetrieb darstellt, erzielen Sie durch den Stromverkauf Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Dabei handelt es sich um eine Gewinneinkunftsart. Sie müssen also für jedes Jahr einen Gewinn ermitteln.

In der Regel dürfen Sie Ihren Gewinn mit der Einnahmenüberschussrechnung, kurz EÜR, ermitteln. Dabei erfassen Sie Ihre Betriebseinnahmen und -ausgaben und errechnen daraus den Gewinn.

Die EÜR dürfen Sie dann anwenden, wenn Ihr jährlicher Gewinn nicht höher als 60.000 Euro ist. Gleichzeitig darf Ihr Jahresumsatz nicht höher als 600.000 Euro sein.

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Verlust

Sind die Betriebsausgaben höher als die Betriebseinnahmen entsteht Ihnen ein Verlust. Der Verlust kann, wenn das Finanzamt keine Liebhaberei vermutet, mit anderen Einkünften verrechnet werden – das spart Steuern! Sind im Steuerjahr Ihre Gesamteinkünfte im Jahr negativ, können Sie den Verlust in spätere Jahre mitnehmen. Dann wird er mit einem späteren Gewinn verrechnet.

Einkommensteuererklärung: Welche Anlagen sind wichtig?

Die Einnahmenüberschussrechnung geben Sie in der Anlage EÜR der Steuererklärung an. Der Gewinn wird dann automatisch aus der Anlage EÜR in die Anlage G (Einkünfte aus Gewerbebetrieb) übertragen.

Betriebseinnahmen bei der Photovoltaik-Anlage

Bei der EÜR werden Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben erfasst. Betriebseinnahmen aus dem Betrieb Ihrer Photovoltaik-Anlage sind die Erlöse, die Sie aus dem Stromverkauf haben. Verkaufen Sie den Strom umsatzsteuerpflichtig, zählt auch die Umsatzsteuer zu den Betriebseinnahmen. Sie haben folgende Möglichkeiten Ihren Strom zu verkaufen:

Garantierte Einspeisevergütung

Die Einspeisung ins Netz des Netzbetreibers ist die beliebteste Option. Hier hat der Gesetzgeber nämlich die garantierte Einspeisevergütung festgelegt. Diese Vergütungen sind Ihre Betriebseinnahmen.

Strom der PV-Analge in Direktvermarktung

Für viele Neuanlagen ist keine Einspeisevergütung vom Netzbetreiber vorgesehen. Vielmehr muss der Strom direkt am Markt angeboten werden. Das gilt vom 01.08.2014 bis zum 01.01.2016 für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 500 kW. Ab dem 01.01.2016 wurde die Grenze gesenkt: Jetzt sind auch Betreiber von Anlagen mit mehr als 100 kW Leistung zur Direktvermarktung verpflichtet. Zusätzlich zu dem Preis, den Sie für den Strom am Markt erhalten, wird Ihnen eine Marktprämie gezahlt.

Verkauf an Mieter

Natürlich können Sie den Strom auch direkt an die Endnutzer verkaufen: Bei einem Mietshaus könnten das zum Beispiel die Mieter sein. Die Einnahmen für den Stromverkauf werden dann aber nicht automatisch Vermietungseinkünfte. Sie müssen Sie weiterhin in der EÜR angeben.

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10-Tage-Regel

Bei den Einnahmen für die Stromlieferung handelt es sich um regelmäßig wiederkehrende Einnahmen. Das heißt: Hier greift die 10-Tage-Regel! Abschläge, die Sie innerhalb von 10 Tagen vor und nach dem 31.12 erhalten haben, müssen Sie in dem Jahr angeben, in das sie wirtschaftlich gehören. Das gilt aber nur dann, wenn die ursprüngliche Fälligkeit der Zahlung auch innerhalb der 10 Tage liegt.

Betriebsausgaben bei der Photovoltaik-Anlage in der Steuererklärung angeben

Den Betriebseinnahmen stehen die Betriebsausgaben gegenüber. Diese Betriebsausgaben können Sie von der Steuer absetzen. Das sind bei einer Photovoltaik-Anlage zum Beispiel:

  • Reparatur- und Wartungskosten,
  • Versicherungspolicen und die
  • Absetzung für Abnutzung, kurz AfA

Natürlich geht mit einer Photovoltaik-Anlage auch eine Menge Papierkram und Bürokratie einher. Anteilig können Sie zum Beispiel die Kosten für Büromaterial oder Telefon angeben. Wenn Sie umsatzsteuerpflichtige Einnahmen erzielen, zählen auch geleistete Umsatzsteuerbeträge zu den Betriebsausgaben.

Photovoltaik und AfA?

Im Dach oder auf dem Dach? Das war lange die Frage. Nach neuer Rechtsprechung muss man hier aber nicht mehr unterscheiden: Sowohl auf dem Dach aufgesetzte, als auch in das Dach integrierte Solar-Anlagen sind selbstständige Wirtschaftsgüter. Das heißt, dass sie unabhängig vom Gebäude abnutzbar sind. Die AfA kann also separat erfolgen.

Eine Photovoltaik-Anlage hat in der Regel eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Die Anschaffungskosten der Anlage, inklusive Wechselrichter, Montagekosten und weiteren Anschaffungs-Nebenkosten, müssen also auf 20 Jahre verteilt werden. Diese Abschreibungs-Methode nennt man lineare AfA.

Lineare AfA

Die Anschaffungskosten werden bei der linearen AfA in gleichbleibenden Jahresbeträgen über die Nutzungsdauer verteilt. Bei der Photovoltaik-Anlage dürften Sie also jedes Jahr 5 Prozent der Kosten als Betriebsausgaben ansetzen. Die AfA muss allerdings anteilig für jeden Monat berechnet werden: Haben Sie die Anlage erst im Dezember 2019 angeschafft, dürfen Sie für da Jahr 2019 auch nur 1/12 des jährlichen AfA-Betrags angeben. Daraus ergibt sich dann auch, dass im letzten Abschreibungsjahr entsprechend nur 11/12 anzusetzen sind.

Grundlage für die Abschreibung sind die Netto-Anschaffungskosten, wenn Sie umsatzsteuerpflichtige Umsätze erzielen. Verzichten Sie jedoch auf die Umsatzsteuerpflicht, können Sie die Abschreibung vom Bruttobetrag berechnen.

Zuschüsse zur Solaranlage

Haben Sie Zuschüsse zu Ihrer Solaranlage erhalten? Zur Berechnung der AfA müssen Sie die Zahlung von den Anschaffungskosten abziehen. Die Kosten haben Sie nämlich nicht vollständig selbst getragen. Deswegen dürfen Sie auch nur die gekürzten Betriebsausgaben ansetzen.

Sonderabschreibung

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, innerhalb der ersten 5 Jahre eine besondere Abschreibung zu nutzen: die Sonderabschreibung. Sie ist ein beliebtes Mittel, um die Höhe des steuerlichen Gewinns in den Anfangsjahren zu senken.

So fuktioniert die Sonderabschreibung:

Sie können 20 Prozent der Anschaffungskosten auf 5 Jahre verteilen. Und zwar zusätzlich zur bereits berechneten AfA! Wie Sie die 20 Prozent auf 5 Jahre aufteilen, ist Ihnen überlassen. Sie können die Sonderabschreibung auch bereits im ersten Jahr komplett aufbrauchen. Nach „Verbrauch“ der Sonderabschreibung müssen Sie die „normalen“ AfA-Beträge allerdings neu auf die verbleibende Nutzungsdauer verteilen . Am Ende muss sich die Anlage nämlich vollständig amortisieren – also den Wert „Null“ haben. Ein negativer Wert ist nicht möglich.

Beispiel Sonderabschreibung Solaranlage

Stefanie kauft am 01.01.2020 eine Photovoltaik-Anlage für 25.000 Euro. Sie verkauft 100 Prozent des Stroms an den Netzbetreiber. Für die Jahre 2021 bis 2024 möchte sie die Sonderabschreibung anwenden. Und zwar in den ersten beiden Jahren je 5 Prozent, im 3. Jahr 8 Prozent und im letzten Jahr 2 Prozent. Die planmäßige AfA pro Jahr wären 25.000 Euro / 20 Jahre = 1.250 Euro / Jahr. Folgende AfA-Beträge dürfte Stefanie pro Jahr als Betriebsausgaben ansetzen:

JahrWert am 01.01.Planmäßige AbschreibungSonderabschreibungGesamt- AfAWert am 31.12.
202025.000 Euro1.250 Euro01.250 Euro23.750 Euro
202123.750 Euro1.250 Euro1.250 Eur0
(25.000 Euro x 5 %)
2.500 Euro21.250 Euro
202221.250 Euro1.250 Euro1.250 Euro
(25.000 Euro x 5 %)
2.500 Euro18.750 Euro
202318.750 Euro1.250 Euro2.000 Euro
(25.000 Euro x 8 %)
3.250 Euro15.500 Euro
202415.500 Euro1.250 Euro500 Euro
(25.000 x 2 %)
1.750 Euro13.750 Euro
Ab dem 01.01.2025 muss Stefnaie die jährliche AfA neu berechnen. Die Restnutzungsdauer beträgt 15 Jahre: 13.750 Euro / 15 Jahre = 917 Euro / Jahr. Bis zum Jahr 2040 darf sie jährlich nur noch 917 Euro als Abschreibung absetzen.

Durch die Sonderabschreibung lassen sich vor allem in den Anfangsjahren Steuern sparen. Allerdings müssen Sie zunächst einige Voraussetzungen erfüllen, um die Regelung zu nutzen:

  • Sie müssen tatsächlich Einnahmen haben (Verkauf von Strom).
  • Die Anschaffungskosten müssen niedriger als 235.000 Euro sein.
  • Sie müssen die Anlage Ihren Betriebsvermögen zuordnen.
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Zuordnung zum Betriebsvermögen

Das Finanzamt erkennt die Zuordnung Ihrer Photovoltaik-Anlage dadurch, dass Sie die Einnahmen und Ausgaben dazu in der Steuererklärung angeben. Zusätzlich können Sie aber auch vorab einen Brief ans Finanzamt schreiben. In diesem informieren Sie dann darüber, dass Sie die Anlage Ihrem Betriebsvermögen zuordnen.

Was gilt für kleine Photovoltaik-Anlagen unter 10 kW?

Wer kleine Photovoltaik-Anlagen betreibt hat seit Juni 2021 schon für die Steuererklärung 2020 die Wahl eine Vereinfachungsregel zu nutzen und sich damit von der Einkommensteuerpflicht befreien lassen.

Diese Regelung gilt für:

  • PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 10 kW und
  • Blockheizkraftwerke mit einer installierten Leistung von bis zu 2,5 kW.

Nehmen Sie die Vereinfachungsregel in Anspruch, müssen Sie Einnahmen aus der Stromeinspeisung dann nicht versteuern und auch keine EÜR abgeben. In diesem Fall geht das Finanzamt davon aus, dass Sie mit Ihrer Photovoltaik-Anlage keine Gewinne erzielen möchten, diese also aus Liebhaberei betreiben.

Im Gegenzug dürfen Sie aber auch keine Abschreibungen oder sonstige Kosten mehr steuersparend ansetzen. So das Bundesfinanzministerium mit dem Schreiben vom 02.06.2021.

Für die neue PV-Anlagen-Regelung gelten folgende Voraussetzungen:

  1. Die Photovoltaik-Anlage wurde auf Ein- und Zweifamilienhäusern installiert, die zu eigenen Wohnzwecken genutzt oder unentgeltlich überlassen wurden. Das gilt auch für Außenanlagen wie Garagen.
  2. Die Photovoltaik -Anlage wurde nach dem 31.12.2003 in Betrieb genommen.
  3. Für Vermietung der Räume im Haus dürfen Sie maximal 520 Euro pro Jahr einnehmen. Dieser Betrag kann steuerfrei bleiben. Ein häusliches Arbeitszimmer bleibt unberücksichtigt.
Info Icon GrafikSobald eine dieser Voraussetzungen wegfällt, etwa durch Erweiterung der Leistung, greift die Vereinfachungsregelung ebenfalls nicht mehr. Zudem müssen Sie das zuständige Finanzamt schriftlich darüber informieren.

Antrag auf Liebhaberei

Um die Vereinfachungsregel nutzen zu können, müssen Sie einen schriftlichen Antrag beim Finanzamt stellen. Darin erklären Sie, dass Sie von der Vereinfachungsregelung Gebrauch machen. Zudem sollte der Antrag noch folgene Informationen enthalten:

  • Leistung der Anlage
  • Datum der erstmaligen Inbetriebnahme
  • Installationsort

Der Investitionsabzugsbetrag: erst sparen, dann anschaffen

Nicht nur durch die Sonderabschreibung mindert sich Ihr steuerpflichtiger Gewinn. Sie können schon vor der Anschaffung der Photovoltaik-Anlage Steuern sparen: mit dem Investitionsabzugsbetrag, kurz IAB. Bereits 3 Jahre vor der Anschaffung können Sie bis zu 40 Prozent der erwarteten Anschaffungskosten steuermindernd ansetzen.

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Folgende Regeln müssen Sie beim Investitionsabzugsbetrag beachten:

  • Sie müssen die Photovoltaik-Anlage innerhalb der nächsten 3 Jahre tatsächlich anschaffen.
  • Hätten Sie im Jahr 2020 spätestens Ihre Investition durchführen müssen, haben Sie auf Grund der Corona-Krise ein Jahr länger Zeit.
  • Im Jahr der Anschaffung darf der IAB nicht mehr abgezogen werden.
  • Sie dürfen maximal 40 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungskosten (netto) abziehen.
  • Insgesamt dürfen Sie maximal 200.000 Euro als IAB bilden.
  • Das Finanzamt muss bereits wissen, dass Sie die Photovoltaik-Anlage anschaffen wollen.
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Mit IAB und Sonderabschreibung sparen Sie doppelt: Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, dürfen Sie beide Regelungen anwenden.

Auflösung des Investitionsabzugsbetrag

Natürlich hat der Staat nichts zu verschenken. Deswegen müssen Sie im Jahr der Anschaffung den IAB wieder als Einnahme hinzurechnen. Und zwar in der Höhe, in der Sie ihn zuvor als Betriebsausgabe angesetzt haben. Was Sinn und Zweck davon ist? Ganz einfach: Im Jahr vor der Anschaffung können Sie so einen Verlust aus dem noch nicht vorhandenen Betrieb mit Ihren übrigen Einkünften verrechnen. Das spart Steuern.

Im Anschaffungsjahr rechnen Sie den IAB zwar wieder gewinnwirksam hinzu. Allerdings erzielen Sie im 1. Jahr vermutlich sowieso noch keinen großen Gewinn. Deshalb wirkt sich die Hinzurechnung im besten Fall hier steuerlich nicht drastisch aus.

Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten

Gleichzeitig mit der Hinzurechnung können Sie die AfA-Bemessungsgrundlage gewinnwirksam mindern. Das bedeutet im Klartext: Sie rechnen den IAB zwar dem Gewinn hinzu. Gleichzeitig mindern Sie die AfA-Bemessungsgrundlage in der gleichen Höhe. Das stellt eine Gewinnminderung dar. Für die AfA bedeutet das allerdings, dass Sie nicht auf die ursprünglichen Anschaffungskosten berechnet wird. Von denen muss dann nämlich erst der IAB abgezogen werden. Auf den geminderten Betrag wird dann die AfA neu berechnet.

Beispiel Investitionsabzugsbetrag

Stefan plant im Jahr 2021 eine Photovoltaik-Anlage zur ausschließlichen Stromeinspeisung anzuschaffen. Er hat sich bereits ein Angebot eingeholt und die Anlage für 29.750 Euro (brutto) bestellt. Für das Jahr 2020 möchte er 40 Prozent der Anschaffungskosten als IAB abziehen. Der Gewinn im Jahr 2021 beträgt 2.000 Euro.

1. Bildung des IAB 2020
Nettoanschaffungskosten: 29.750 Euro / 1,19 = 25.000 Euro
Berechnung IAB: 25.000 x 40 % = 10.000 Euro
Gewinnminderung durch IAB: 10.000 Euro

2. Auflösung des IAB 2021
Gewinnerhöhung durch IAB: 10.000 Euro

3. Minderung der Anschaffungskosten 2021
Anschaffungskosten (netto): 25.000 Euro
Minderung durch IAB ( = Gewinnminderung): 10.000 Euro
Neue AfA-Grundlage: 15.000 Euro

Umsatzsteuer: Ist die Photovoltaik-Anlage umsatzsteuerpflichtig?

In den meisten Fällen haben Sie die Wahl, ob Sie den Strom an den Netzbetreiber umsatzsteuerpflichtig verkaufen oder nicht. Umsatzsteuer heißt: Zusätzliche Steuererklärung und zusätzliche Kosten? Jein. In der Regel ist es für Sie sogar günstiger, sich für die Umsatzsteuer zu entscheiden.

Bin ich mit meiner Photovoltaik-Anlage einUnternehmer?

Sobald Sie regelmäßig Strom an den Netzanbieter verkaufen, werden Sie umsatzsteuerlich zum Unternehmer. Das bedeutet:

  • Sie dürfen sich die Vorsteuer auf den Kaufpreis der Photovoltaik-Anlage zurückholen.
  • Sie liefern als Unternehmer Strom. Für diese Stromlieferung müssen Sie 19 Prozent Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen.
  • Gleichzeitig dürfen Sie aber auch die Vorsteuer auf gezahlte Rechnungen vom Finanzamt zurückfordern.
  • Hierfür ist es aber erforderlich, dass Sie die Anlage auch Ihrem Unternehmen zuordnen.
  • Für die teilweise private Verwendung des Stroms, müssen Sie für diese Privatentnahme ebenfalls Umsatzsteuer an das Finanzamt bezahlen.
  • Die Umsatzsteuer müssen Sie in regelmäßigen Voranmeldungen und einer abschließenden Jahreserklärung dem Finanzamt mitteilen.

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Die befristete Umsatzsteuersenkung für den Zeitraum Juli bis Dezember 2020 gilt auch für Stromlieferungen einer Photovoltaikanlage. Für diesen Zeitraum gilt ein allgemeiner Umsatzsteuersatz von 16 Prozent.

Kann ich von der Kleinunternehmer-Regelung provitieren?

Umsatzsteuer: Ja oder nein? Um dieses Wahlrecht nutzen zu können, darf Ihr Betrieb nicht zu groß sein. Für die Kleinunternehmer-Regelung darf Ihr Bruttoumsatz des Vorjahres dafür nicht mehr sein als 22.000 Euro (bis 2020: 17.500 Euro). Überschreiten Sie im darauffolgenden Jahr die Grenze, werden Sie nicht sofort umsatzsteuerpflichtig. Solange Ihr Umsatz weiterhin unter 50.000 Euro im Jahr liegt, gilt eine Schonfrist: Erst im Jahr darauf müssen Sie die Umsatzsteuer abführen.

Wenn Sie sich für die Kleinunternehmer-Regelung entscheiden, bedeutet das für Sie:

  • Ans Finanzamt müssen Sie keine Umsatzsteuer abführen.
  • Dafür dürfen Sie sich aber auch keine Vorsteuerbeträge vom Finanzamt erstatten lassen.
  • Sie geben deshalb keine Erklärung oder Voranmeldung beim Finanzamt ab.
  • In der Ausgangsrechnung dürfen Sie keine Umsatzsteuer ausweisen (weder den Betrag noch den Steuersatz).
  • Sie sind für 5 Jahre an die Kleinunternehmer-Regelung gebunden.

Aber nur, weil bei der Kleinunternehmer-Regelung keine Umsatzsteuer gezahlt werden muss, heißt das nicht, dass Sie dadurch sparen. Im Gegenteil: In der Regel bringt gerade die Option zur Umsatzsteuer Ihnen die größeren Vorteile.

Verzicht auf die Kleinunternehmer-Regelung

Sie dürfen natürlich auch auf die Kleinunternehmer-Regelung verzichten und zur Umsatzsteuer “optieren”. Aber wieso sollte das sinnvoll sein? Ganz einfach: Zwar müssen Sie dabei Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen. Gleichzeitig dürfen Sie aber auch Vorsteuerbeträge zum Beispiel aus der Anschaffung der Anlage oder aus Reparaturkosten zurückfordern. Das kann sich lohnen: Sind Ihre Vorsteuerbeträge größer als die Umsatzsteuer, erhalten Sie eine Erstattung vom Finanzamt.

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Umsatzsteuer oder Vorsteuer?

Bei Umsatzsteuer oder Vorsteuer handelt es sich nicht um 2 verschiedene Steuerarten. Beide bezeichnen dasselbe: die Umsatzsteuer. Allerdings jeweils aus einer anderen Perspektive.

  • Umsatzsteuer

    Als Umsatzsteuer bezeichnet der Unternehmer die Steuer, die er vereinnahmt. Und zwar dadurch, dass er sie auf den (Netto)preis seiner Ware oder Dienstleistung erhebt. Diese vereinnahmte Umsatzsteuer muss er auch an das Finanzamt abführen.

  • Vorsteuer

    Als Vorsteuer hingegen wird die vom Unternehmen an andere Unternehmer gezahlte Umsatzsteuer bezeichnet, zum Beispiel für den Bezug von Waren oder Dienstleistungen. Diese gezahlten Vorsteuerbeträge meldet er ebenfalls dem Finanzamt und bekommt sie erstattet. Der Sinn des Ganzen: Der Unternehmer soll durch die Umsatzsteuer nicht wirtschaftlich belastet werden. Sie soll lediglich dem Endverbraucher (Nicht-Unternehmer) in voller Höhe berechnet werden.

Die Option zur Umsatzsteuer kann finanziell ein großer Vorteil sein. Damit sind aber auch gewisse Pflichten verbunden:

  • In Ihren Ausgangsrechnungen müssen Sie die Umsatzsteuer ausweisen.
  • Sie müssen die Umsatzsteuer ans Finanzamt erklären und abführen.
  • Die Abschreibungen werden auf die Netto-Anschaffungskosten berechnet.
  • Sie müssen Umsatzsteuer auf Ihren Privatverbrauch des Stroms zahlen.
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Übrigens: Der Netzbetreiber muss auf die Einspeisevergütung zusätzlich die Umsatzsteuer zahlen, wenn Sie sich für die Option entscheiden. Sie führen die Umsatzsteuer ans Finanzamt ab. An der Höhe der Vergütung, die für Sie übrig bleibt, ändert sich damit nichts.

Sie möchten auf die Kleinunternehmer-Regelung verzichten? Ihre Entscheidung müssen Sie dem Finanzamt mitteilen. Dafür reichen Sie einfach eine Umsatzsteuer-Voranmeldung ein. Außerdem können Sie dem Finanzamt Ihre Wahl auch in einem gesonderten Schreiben mitteilen.

Muss ich eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben?

Mit der Umsatzsteuer kommt die Pflicht zur Abgabe von regelmäßigen Voranmeldungen. Voranmeldungen sind wie bei einer Steuererklärung in bestimmten Abständen abzugeben. Darin teilen Sie dem Finanzamt mit, wie viel Umsatzsteuer Sie vereinnahmt haben (Einspeisevergütung) und zu welchem Steuersatz (in der Regel 19 Prozent).

Außerdem erklären Sie, für welche Ausgaben Sie Vorsteuerbeträge geltend machen wollen. Umsatzsteuer und Vorsteuer werden dann miteinander verrechnet. Je nachdem, in welche Richtung daraus ein Überhang entsteht, heißt das für Sie: Nachzahlung oder Erstattung.

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Wichtig:

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung müssen Sie immer abgeben. Ganz egal, ob Sie in dem Monat überhaupt Erlöse hatten oder nicht.

Vereinnahmtes vs. vereinbartes Entgelt bei der Pv-Analgen Versteuerung

Welche Einnahmen müssen Sie erklären? Das, was Sie tatsächlich erhalten haben oder das, was vereinbart wurde? Man spricht hier von Ist- bzw. Soll-Versteuerung. Der Unterschied:

  • Bei der Soll-Versteuerung ist der Zeitpunkt der Leistung (hier: Stromlieferung) ausschlaggebend. Ganz egal, wann  Ihnen eine Zahlung dafür zufließt. Das heißt, dass vereinbarte Entgelt wird besteuert. Die Soll-Versteuerung ist der Regelfall.
  • Ausnahmsweise kann aber auch das vereinnahmte Entgelt versteuert werden. Wichtig ist also der Zahlungszeitpunkt. Das ist die Ist-Versteuerung. Sie kann angewendet werden, wenn der Vorjahresumsatz bzw. der Gesamtumsatz im Jahr der Eröffnung weniger betragen hat.

Die Ist-Besteuerung können Sie beim Finanzamt beantragen. Nach der Anmeldung Ihres Gewerbes schickt Ihnen das Finanzamt einen Fragebogen. Bereits hier haben Sie die Möglichkeit, die Ist-Versteuerung zu wählen.

Die Umsatzsteuer muss immer für den Voranmeldungszeitraum erklärt werden, indem entweder die Zahlung oder die Stromlieferung stattfand. Man sagt auch: Die Steuer entsteht mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums.

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Tipp: Die Ist-Besteuerung ist in der Regel mit weniger Verwaltungsaufwand verbunden. Außerdem zahlen Sie die Umsatzsteuer ans Finanzamt erst dann, wenn auch der Kunde seine Rechnung beglichen hat. So müssen Sie keinen „Vorschuss“ leisten.

Welche Fristen und Termine gibt es bei der Umsatzsteuer?

  •  Im 1. und 2. Jahr: monatlich:  Die Umsatzsteuervoranmeldung müssen Sie in den ersten beiden Jahren immer monatlich abgeben. Und dafür haben Sie nicht lange Zeit: Das Finanzamt erwartet Ihre Meldung schon bis zum 10. Tag des jeweils folgenden Monats. Die Umsatzsteuervoranmeldung für den Monat Januar müssen Sie also schon bis zum 10. Februar abgegeben haben – und auch zahlen. Die Zahlung muss innerhalb von 3 Tagen nach dem 10. beim Finanzamt eingehen.
  •  Im 3. Jahr: ggf. vierteljährlich:  Ab dem 3. Jahr können Sie Glück haben: Die Voranmeldung müssen Sie nur noch vierteljährlich abgeben. Und zwar, wenn Sie im 2. Jahr insgesamt 7.500 Euro oder weniger gezahlt haben (Umsatzsteuer minus Vorsteuer). Noch besser: Waren es insgesamt sogar weniger als 1.000 Euro, müssen Sie gar keine Voranmeldungen mehr abgeben. Dann genügt die Umsatzsteuer-Jahreserklärung.

Übrigens: Die Übermittlung ist nur auf elektronischem Wege möglich.

Info Icon GrafikIn den Jahren 2021 bis 2026 ist die Verpflichtung zur Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung im Eröffnungsjahr ausgesetzt. Zunächst muss dann für das 1. Jahr die Umsatzsteuer geschätzt werden. Im 2. Jahr wird aus der Umsatzsteuer für das Erstjahr eine Jahressteuer errechnet. Anhand dieses Betrags ist dann zu prüfen, ob die Verpflichtung zur monatlichen oder vierteljährlichen Voranmeldung besteht.

Mehr Zeit mit der Dauerfristverlängerung

Die Frist bis zur Abgabe der Voranmeldung ist sehr knapp bemessen. Doch Sie können sie auf Antrag beim Finanzamt verlängern. Das nennt man Dauerfristverlängerung. Die Frist verschiebt sich dann um 1 Monat: So können Sie zum Beispiel die Voranmeldung Januar erst zum 10. März abgeben.

Allerdings heißt es auch dann: nicht trödeln! Der Antrag muss für die monatliche Voranmeldung bis zum 10. Februar des aktuellen Jahres erfolgen — bei vierteljährlicher Zahlung bis zum 10. April. Im 1. Jahr Ihres Photovoltaik-Betriebs können Sie aber den Antrag jederzeit stellen.

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Sonder-Vorauszahlung

Wenn Sie einen Antrag auf Dauerfristverlängerung stellen, wird eine Sonder-Vorauszahlung fällig. Die Frist verschiebt sich zwar um 1 Monat, trotzdem müssen Sie insgesamt 12 Vorauszahlungen leisten. Daher wird von der Summe der Vorauszahlungen im Vorjahr 1/11 berechnet. Man spricht hier auch von der 1/11-Vorauszahlung. Die Sonderzahlung müssen Sie bis zum 10. Februar leisten. Im 1. Jahr müssen Sie die Umsätze für die Sonderzahlung schätzen.

Was ist die Umsatzsteuererklärung?

Als wären die monatlichen Voranmeldungen nicht genug, müssen Sie am Jahresende noch eine zusätzliche Erklärung abgeben: Die Umsatzsteuer-Jahreserklärung. Hierfür haben Sie in der Regel bis zum 31. Juli des Folgejahres Zeit. Bis zu einer Umsatzsteuerlast von 1.000 Euro dürfen Sie auf die Voranmeldungen verzichten und müssen lediglich die Jahreserklärung abgeben.

Aber wozu der doppelte Aufwand bei regelmäßigen Voranmeldungen? Ganz einfach: Die Umsatzsteuererklärung stellt eine Zusammenfassung dar. Mit den monatlichen bzw. vierteljährlichen Anmeldungen leisten Sie regelmäßig Vorauszahlungen. Am Ende des Jahres wird aber mit der Umsatzsteuererklärung eine Art Kassensturz gemacht: Waren die Vorauszahlungen zu hoch? Dann können Sie mit einer Erstattung rechnen. Waren Sie aber zu niedrig, müssen Sie mit der Jahreserklärung noch einmal drauflegen. Folgende Beträge werden in der Umsatzsteuer-Jahreserklärung verrechnet:

  • Alle Umsätze in einer Summe, jeweils getrennt nach 19- und 7-prozentiger Umsatzsteuer
  • Alle Vorsteuersteuerbeträge, die Sie gegenrechnen dürfen
  • Sämtliche Vorauszahlungen bzw. Erstattungen, die sich aus den Vorauszahlungen ergeben haben (inkl. 1/11-Vorauszahlung)
Blitz IconAchtung: Errechnen Sie in der Umsatzsteuer-Jahreserklärung eine Nachzahlung, dürfen Sie nicht zu lange warten. Die Zahlung ist 1 Monat nach der Abgabe Ihrer Erklärung fällig. Sie erhalten dafür in der Regel keine gesonderte Zahlungserinnerung.

Tipp: Richten Sie einen Lastschrifteinzug ein. So können Sie die Frist nicht versäumen.

Übersicht Umsatzsteuer

 ZyklusAbgabe (ohne Dauerfristverlängerung)Zahlung (Schonfrist: 3 Tage)
Umsatzsteuer-VoranmeldungMonatlich10. des Folgemonats10. des Folgemonats
Umsatzsteuer-VoranmeldungVierteljährlich
1. Quartal
2. Quartal
3. Quartal
4. Quartal
10. April
10. Juli
10. Oktober
10. Januar des Folgejahres
10. April
10. Juli
10. Oktober
10. Januar des Folgejahres
Umsatzsteuer-JahreserklärungJährlich31. Juli des FolgejahresEinen Monat nach Abgabe der Erklärung

Wichtig: Zuordnung der Photovoltaik-Anlage

Sie haben sich dazu entschieden, auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten und wollen jetzt den vollen Vorsteuerabzug nutzen? Dann wird Folgendes entscheidend: die Zuordnung der Photovoltaik-Anlage.

Als Zuordnung wird die Entscheidung bezeichnet, die Sie über die unternehmerische Nutzung der Anlage treffen. Die hohen Vorsteuerbeträge aus den Anschaffungs- und Herstellungskosten erstattet das Finanzamt nur, wenn Sie die Anlage als Unternehmensvermögen zuordnen. Das ist möglich, wenn sie die Solaranlage zu mindestens 10 Prozent zum Verkauf des Stroms nutzen.

Ihre Entscheidung müssen Sie dem Finanzamt auch mitteilen. Und zwar rechtzeitig:

  • Spätestens mit der Umsatzsteuer-Jahreserklärung (Frist 31.07. des Folgejahres).
  • Möglich ist auch, die Zuordnung schriftlich dem Finanzamt mitzuteilen.
  • Ausreichend ist aber, dass Sie in den Voranmeldungen bzw. spätestens in der Jahreserklärung die Vorsteuer der Anschaffungs- und Herstellungskosten angeben.
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Achtung: Halten Sie die Frist zur Zuordnung Ihrer Photovoltaik-Anlage unbedingt ein. Wird sie nämlich versäumt, geht Ihnen der gesamte Vorsteuerbetrag aus den Anschaffungs- und Herstellungskosten verloren.

Eigenverbrauch: Was gilt, wenn ich den Strom der PV-Analge privat nutze?

Wenn Sie den produzierten Strom teilweise verkaufen und teilweise selbst nutzen, spricht man bei der privaten Nutzung von Eigenverbrauch. Aber welche Auswirkungen hat der teilweise Eigenverbrauch auf die Betriebsausgaben oder den Vorsteuerabzug? Und wie berechnet man den Wert dieses Eigenverbrauchs?

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So berechnen Sie den Eigenverbrauch für die Einkommensteuer

Zur Ermittlung Ihres steuerlichen Gewinns aus der Photovoltaik-Anlage werden die Betriebsausgaben von den Betriebseinnahmen abgezogen. Was aber, wenn Sie zwar alle Ausgaben als Betriebsausgabe absetzen, aber nur einen Teil von dem Strom verkaufen? Um das Gleichgewicht zu halten, muss der private Teil der Stromnutzung ebenfalls als Betriebseinnahme angegeben – und damit versteuert – werden. Zur Berechnung des Eigenverbrauchs haben Sie 3 Möglichkeiten:

1. Pauschale Ermittlung

In der Regel akzeptieren es die Finanzämter, wenn Sie den Eigenverbrauch mit 20 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ansetzen.

2. Fiktiver Einkaufspreis

In manchen Fällen ist die Pauschale allerdings nachteilig für Sie. Das ist dann der Fall, wenn der Preis pro kWh tatsächlich geringer ist als 20 Cent. Hierfür müssen Sie wissen, wie viel Sie für den Strom zahlen müssten, wenn Sie ihn direkt vom Anbieter kaufen würden. Diesen Preis multiplizieren Sie dann mit den privat verbrauchten kWh.

3. Auf Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten

Darüber hinaus können Sie einen individuellen monatlichen Wert anhand der Anschaffungs- und Herstellungskosten ermitteln. Dafür addieren Sie die Betriebsausgaben, die sich im Jahr aus Abschreibung, Finanzierungszinsen und sonstigen Ausgaben, die die Anschaffung der Anlage betreffen, ergeben. Dazu müssen Sie das Verhältnis des Eigenverbrauchs zum insgesamt produzierten Strom ermitteln. Daraus ergibt sich eine Prozentzahl, die Sie mit den zuvor ermittelten Betriebsausgaben multiplizieren.

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Wichtig beim Eigenverbrauch:

Der Eigenverbrauch ist nur bei teilweiser privater Stromnutzung wichtig. Verkaufen Sie den Strom zu 100 Prozent an den Netzbetreiber, müssen Sie selbstverständlich keine Beträge für den Eigenverbrauch versteuern..

So berechnen Sie den Eigenverbrauch für die Umsatzsteuer

Auch bei der Umsatzsteuer ist der Eigenverbrauch zu berücksichtigen. Denn: Wenn Sie die Anlage Ihrem Unternehmen voll zuordnen, erhalten Sie den Vorsteuerabzug auf sämtliche Ausgaben. Für private Kosten dürfen Sie aber keine Vorsteuer geltend machen. Deswegen muss hier eine Korrektur für die Privatnutzung erfolgen.

Man könnte natürlich die Vorsteuer um den Anteil der Privatnutzung kürzen. Allerdings wird hier in der Regel ein anderer Weg gegangen: Stattdessen wird die Umsatzsteuer auf die private Lieferung hinzugerechnet. So ist der gesamt produzierte Strom umsatzsteuerpflichtig. Deshalb dürfen 100 Prozent der Vorsteuerbeträge gegengerechnet werden.

Zur Ermittlung der Umsatzsteuer auf den Privatverbrauch gibt es für Photovoltaik-Anlagen unterschiedliche Vorgehensweisen. Je nachdem, ob sie bis zum oder ab dem 31.03.2012 in Betrieb genommen wurden.

Inbetriebnahme bis 31.03.2012

Für Photovoltaik-Anlagen, die Sie vor dem 31.03.2012 in Betrieb genommen haben, wurde vom Netzbetreiber der gesamte erzeugte Strom vergütet. Also auch der Strom, den Sie letztendlich privat genutzt haben. Deshalb konnte für die Berechnung des Eigenverbrauchs fingiert werden, dass der gesamte Strom an den Netzbetreiber verkauft wurde. Die Umsatzsteuer wird dadurch abgeführt für:

  • (1) Einspeisevergütung des Netzbetreibers
  • (2) Vergütung für den selbstgenutzten Strom
  • (3) Differenz der Vergütungen für eingespeisten und selbstgenutzten Strom

Beispiel Eigenverbrauch der PV-Anlage

Insgesamt produziert Stefanie mit ihrer Photovoltaik-Anlage 5.000 kWh Strom. Davon speist sie 3.000 kWh ein und verbraucht 2.000 kWh selbst. Die Einspeisevergütung beträgt 43,01 Cent (netto) pro kWh. Die Vergütung für den selbstgenutzten Strom beträgt 25,01 Cent (netto) pro kWh.

Der gesamte produzierte Strom unterliegt der Umsatzsteuer:
5.000 kWh x 43,01 Cent = 2.150,50 Euro

Der Betrag teilt sich auf in:
(1) Einspeisevergütung
3.000 kWh x 43,01 Cent = 1.290,30 Euro

(2) Vergütung für selbstgenutzten Strom
2.000 kWh x 25,01 Cent = 500,20 Euro

(3) Differenz zwischen (1) und (2) für den selbstgenutzten Strom
43,01 Cent – 25,01 Cent = 18 Cent
2.000 kWh x 18 Cent = 360 Euro

Inbetriebnahme ab 31.03.2012

Haben Sie Ihre Anlage erst nach dem 31.03.2012 in Betrieb genommen, wird der Eigenverbrauch anders ermittelt. Das liegt daran, dass für jüngere Anlagen keine Vergütung mehr für den selbst genutzten Strom bezahlt wird. Da Sie keine Vergütung mehr erhalten, müssen Sie für den Eigenverbrauch einen fiktiven Umsatz errechnen (unentgeltliche Wertabgabe).

Den Anteil des privat genutzten Stroms ermitteln Sie, indem Sie vom gesamten erzeugten Strom den eingespeisten Strom abziehen. Diesen Anteil müssen Sie dann mit dem Preis des Stroms bewerten. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Pauschal mit 20 Cent pro kWh
  • Wenn Sie den Strom direkt von der Anlage nutzen, setzen Sie den Preis an, den Sie  beim Netzbetreiber zahlen müssten.
  • Falls Sie zusätzlich Strom von einem Energieversorger beziehen, setzen Sie den Preis an, den Sie tatsächlich für diesen Strom zahlen.

Das gute an den verschiedenen Möglichkeiten ist, dass Sie sich für die günstigere Variante entscheiden dürfen!

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Wie viel Strom hat die Anlage produziert?

Das ist im Zweifel nur schwer festzustellen. Neue Anlagen von 10 bis 1.000 kW haben häufig bereits eine entsprechende Messeinrichtung integriert. Mit dieser lässt sich die erzeugte Strommenge einfach feststellen. Haben Sie diese Einrichtung in Ihrer Anlage nicht, gibt es eine Vereinfachung:
Als jährliche Leistung werden 1.000 kWh pro kW-Leistung angenommen. Hat Ihre Anlage also eine Leistung von 8 kW, beträgt die jährliche Leistung schätzungsweise 8.000 kWh. Die so errechnete Gesamtleistung muss in manchen Fällen zeitanteilig gekürzt werden. Und zwar für die Monate, in denen die Anlage nicht in Betrieb war (Anschaffungsjahr, Defekt, etc.).

Allerdings ist diese Bewertung ungenau. Es handelt sich dabei nämlich um eine sehr optimistische Schätzung der Leistung, die sich an den günstigsten Verhältnissen orientiert. In der Regel kann diese Leistung aber gar nicht erreicht werden. Denn die Höchstleistung wurde ohne Berücksichtigung von Abnutzung, Wetter und Jahreszeiten errechnet.

Gewerbesteuer: Erleichterung für kleine PV-Anlagen

Neben Einkommensteuer und Umsatzsteuer spielt auch die Gewerbesteuer eine Rolle. Denn Sie erzielen gewerbliche Einkünfte. Aber es gibt eine gute Nachricht: Seit dem 01.01.2019 müssen Sie für kleine Photovoltaik-Anlagen keine Gewerbesteuererklärung mehr abgeben. Sie ist nur noch erforderlich, wenn Sie eine Anlage mit einer Leistung von mehr als 10 kW betreiben.

In den meisten Fällen liefert die Gewerbesteuererklärung für die Photovoltaik-Anlage nämlich sowieso ein Ergebnis von Null. Der Freibetrag, bis zu dem keine Steuer fällig wird, liegt nämlich bei einem Gewerbe-Ertrag von 24.500 Euro.

Sie betreiben eine Anlage mit einer Leistung von mehr als 10 kW? Sie sind jetzt zwar dazu verpflichtet, die Erklärung auszufüllen und abzugeben. Aber selbst, wenn Sie über dem Freibetrag liegen: Die Gewerbesteuer kann weitgehend auf die Einkommensteuer angerechnet werden. Insofern sind Sie nur durch den Mehraufwand belastet.

Grunderwerbsteuer: Wann fällt sie an?

Die Grunderwerbsteuer müssen Sie zaheln, wenn Sie ein Grundstück kaufen. Aber was gilt, wenn auf dem Grundstück eine Photovoltaik-Anlage vorhanden ist, zum Beispiel auf dem Dach des Gebäudes? Unterliegt sie dann auch der Grunderwerbsteuer? Auch hier gilt wie so oft: Es kommt darauf an.

Sie nutzen den Strom allein zur Selbstversorgung

In diesem Fall zählt die Anlage als Bestandteil des Gebäudes. Sie müssen den Teil des Kaufpreises herausrechnen, der auf die Solaranlage entfällt. Denn: Der Preis für die Anlage zählt zu den Kosten dazu, auf die Sie Grunderwerbsteuer zahlen müssen.

Sie speisen den Strom ganz oder teilweise ins Netz ein

Wenn der Strom auch nur zu einem Teil an den Netzbetreiber verkauft wird, liegt eine gewerbliche Tätigkeit vor. Die Anlage zählt damit als Betriebsvorrichtung. Das heißt: Sie ist unabhängig von Gebäude oder Grundstück zu betrachten und unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

Der Strom wird durch Dachziegel-Photovoltaik-Anlagen produziert

Bei Dachziegel-Photovoltaik-Anlagen sind die Solarzellen direkt in den Ziegeln integriert. Damit kann die Anlage nicht unabhängig als Betriebsvorrichtung angesehen werden. Vielmehr gehört sie untrennbar zum erworbenen Grundstück und Gebäude mit dazu. Und deswegen ist auch hier der Anteil des Kaufpreises, der für die Solaranlage gezahlt wird, grunderwerbsteuerpflichtig.

Bauabzugssteuer: Was muss ich wissen?

Bauabzugssteuer muss von Unternehmen gezahlt werden, die Bauleistungen in Auftrag geben. Da Sie durch den Stromverkauf Unternehmer sind, kommt für Sie also auch die Bauabzugssteuer in Betracht.

Die Errichtung sowie Reparaturen an der Photovoltaik-Anlage zählen als Bauleistungen. Die Steuer beträgt 15 Prozent des Preises für die Bauleistung. Das bedeutet also, dass Sie 15 Prozent des Rechnungsbetrags nicht an den Handwerker bezahlen, sondern direkt an das Finanzamt des Handwerkers. Dazu haben Sie auch nur bis zum 10. des Folgemonats Zeit. Der Handwerker erhält im Umkehrschluss nur 85 Prozent der Rechnung von Ihnen.

Info Glühbirne

Tipp: Fragen Sie den Auftragnehmer nach einer gültigen Freistellungsbescheinigung. Lassen Sie sich eine Kopie geben. Liegt alles vor, müssen Sie die Bauabzugssteuer nicht ans Finanzamt zahlen und alles läuft wie gewohnt. Rechnungsbeträge bis zu 5.000 Euro sind von der Steuer befreit. Bei Vermietern gilt sogar eine Grenze von 15.000 Euro.

Was gilt beim Batteriespeicher?

Das ist natürlich eine tolle Idee: Den selbst produzierten Strom einfach speichern und jederzeit verfügbar haben. Das geht mit einem Batteriespeicher. Und die Option wird immer beliebter. Erst recht, da die garantierte Einspeisevergütung immer weiter sinkt. Aber gibt es für Batteriespeicher besondere steuerliche Regeln?

Nachträglicher Einbau eines Energiespeichers

Wurde Ihr Batteriespeicher erst nachträglich eingebaut, sieht es steuerlich nicht so gut aus. Sowohl die Finanzämter als auch die Finanzgerichte sagen hier klar: das ist Eigenverbrauch. Die Batterie gehört damit nicht zum Gewerbebetrieb der Photovoltaik-Anlage, sondern ist rein privat. Als Folge dürfen Sie die Kosten für Kauf, Einbau und  Batteriewechselrichter nicht steuerlich geltend machen.

Nur wenn Sie die Anlage vor dem 01.04.2012 in Betrieb genommen haben, können Sie die Aufwendungen ansetzen. Für diese älteren Anlagen gilt auch die oben beschriebene Fiktion, dass der gesamte Strom an den Netzbetreiber verkauft wird. Also sowohl die tatsächliche Einspeisung als auch der Eigenverbrauch. Daher gelten auch Batteriespeicher für diese Anlagen ausschließlich als unternehmerisch genutzt. Deshalb können Sie die Kosten dafür absetzen.

Zeitgleicher Einbau PV-Anlage und Energiespeicher

Sie planen, eine neue Photovoltaik-Anlage zu bauen? Dann macht es womöglich Sinn, direkt einen Batteriespeicher mit einzuplanen. Zur steuerlichen Behandlung gibt es allerdings bisher leider keine klare Linie: Die Bundesländer gehen teilweise völlig unterschiedlich mit diesem Thema um.

Teilweise wird der Batteriespeicher nur dem privaten Bereich zugeordnet. Die Folge ist, dass Sie die Kosten überhaupt nicht bei der Steuer ansetzen können. Für andere Bundesländer kommt es darauf an, an welcher Stelle in der Anlage der Batteriespeicher tatsächlich eingebaut wird.

Gute Aussichten haben Sie, wenn der Batteriespeicher vor dem Wechselrichter eingebaut wird. Auf diese Weise können Sie argumentieren, dass die Batterie ein untrennbarer Bestandteil der gesamten Photovoltaik-Anlage ist. Der Vorteil ist, dass die Kosten für den Batteriespeicher zusammen mit den Anschaffungskosten der Anlage berücksichtigt werden können. Und zwar nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Umsatzsteuer.

Info Glühbirne

Da es bisher (Stand 2021) keine einheitlichen Regelungen gibt, fragen Sie vorsichtshalber direkt bei Ihrem Finanzamt nach.

Photovoltaik-Anlage: Ganz einfach mit WISO Steuer und dem PV-Analgen Assistenten absetzen

Alle Besitzer von Photovoltaik-Anlagen müssen die Steuererklärung elektronisch abgeben. Auf dem Papier akzeptiert das Finanzamt nur noch in Ausnahmefällen.

Probieren Sie doch einfach WISO Steuer aus! Hier tragen Sie einfach alle Einnahmen und Ausgaben in die entsprechenden Felder Ihrer Steuererklärung ein. Zudem prüft die Software, ob Sie die Voraussetzungen für das Wahlrecht zur Liebhaberei erfüllen, um sich ggf. von der Einkommensteuer befreien zu lassen. Und wenn Sie die Vereinfachungsregel nutzen möchten, hält die Software für Sie ein vorformuliertes Musterschreiben zur Vereinfachungsregelung bereit. Zum Schluss übermittelt WISO Steuer die Steuererklärung komplett digital ans Finanzamt.

So geht’s: Unter Daten erfassen -> Thema hinzufügen -> Weitere Einkunftsarten -> Selbstständige, Betriebe und Unternehmen -> Gewerbebetriebe legen Sie Ihre Photovoltaik-Anlage als Betrieb an.

Ihr Vorteil:

Der PV-Analgen Assistent führt Sie durch alle Schritte und zeigt Ihnen Optimierungsmöglichkeiten. So holen Sie noch mehr aus Ihrer Steuererklärung heraus.

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102 Kommentare

Kommentar hinterlassen
  1. 1
    G.-E. Grabau

    Hallo,
    ich muss Anfang Oktober meine erste Umsatzsteuervoranmeldung abgeben.
    Mein Steuererklärung 2020 habe ich bereits mit WISO Steuer abgegeben.
    WISO Steuer 2021 gibt es noch nicht.
    Muss ich dann eine neue Steuerklärung mit WISO Steuer 2020 dafür eröffnen?
    Oder wo gebe ich die Daten dazu im WISO Programm ein.

  2. 3
    Ilonka Stancato

    Hallo zusammen,
    ich habe eine Fotovoltaikanlage 9,9 kW mit Speicher in 2020 installieren lassen. Diese führe ich als Unternehmer (Abzug der Vorsteuerwurde vom Finanzamt anerkannt). Wie sieht es aus wenn ich mich nun entscheide weitere Speicherbatterien noch zusätzlich installieren zu lassen. Kann ich diese zur Anlage dazurechnen und mir hier ebenfalls die Vorsteuer zurück holen vom Finanzamt und auch diese dann mit abschreiben? Die Einspeisung ins Stromnetz würde auch weiterhin mindestens 10% betragen.
    Vielen Dank vorab für Ihre Antwort.

  3. 4
    Daniel

    Hallo, in dem Absatz zur “Liebhaberei” schreiben Sie, dass die Software einen “vorformulierten Antrag auf Liebhaberei” bereitstellt. Können Sie mir erklären, wie ich zu diesem Antrag komme? Ich kann ihn in der aktuellsten Software-Version nicht finden. Vielen Dank im Voraus und Gruß, Daniel

    • 5
      Anna Maringer

      Hallo,

      vielen Dank für Ihre Frage und den Hinweis. Wir haben den Link im Beitrag ergänzt. Dieser führt Sie direkt zum entsprechenden Musterschreiben.

      Viele Grüße
      Anna von Steuern-Sparen

  4. 6
    Hans Eimers

    Ist es möglich, um in den “Genuss” der einkommensteuerlichen Befreiung nach dem Schreiben vom Juni diesen Jahres zu gelangen, eine bestehende Altphotovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 10,55 KW durch Abbau von Modulen unter die 10 KW- Grenze zu senken mit einer entsprechenden steuerlichen Freistellung der Einkünfte?

  5. 7
    Sandra Klein

    Hallo,
    meine Eltern schreiben ihre PV-Anlage im Dezember 2021 ab. Die alte Anlage wird durch eine größere ersetzt. Wie wird der Umbau in der Steuersoftware von Wiso erfasst? Muss die alte Anlage aus dem Programm gelöscht werden?
    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

  6. 8
    Christian Hofmann

    Guten Tag mein Steuerberater mein ich kann mir bei dem Speicher der gemeinsam mit der anlage angeschafft wurde keine Vorsteuer geltend machen sondern nur für die Solarmodule und den Wechselrichter. Er Beruft sich auf einen Beschluss des Bundesfinanzhof vom 07.02.2018. Mit dem Speicher würde es sich denke ich auf alle fälle Lohnen auf die Kleinunternehmer Regelung zu verzichten und sich die mwst wieder zu holen bei knapp 17 Tausen euro Anlagen konstwn.

  7. 9
    Hella Göbel

    Es werden mehr und mehr Leasingangebote für PV Anlagen angeboten. Ohne Anschaffungskosten, komplettpacket mit Versicherung, Instandhaltung etc. Sprich auch ohne Anschaffung bzw Abschreibungsmöglichkeiten.. es wäre wunderbar, wenn Sie da die steuerlichen Wege aufzeigen könnten.

  8. 10
    Gregor Fliri

    Guten Tag zusammen,
    zur Erstellung der Einnahmen-Überschussrechnung für eine nach 2012 erstellte Anlage, bei der Strom für den Eigenverbrauch direkt von der Anlage bezogen wird, soll laut WISO Steuer (“So berechnen Sie den Eigenverbrauch für die Steuer”) zur Ermittlung der unentgeltlichen Wertabgabe der Preis je kWh angesetzt werden, der beim Versorger gezahlt werden müßte oder tatsächlich gezahlt würde.
    Vor dem Hintergrund, dass der Preis je kWh des Versorgers Bestandteile enthält, die in Zusammenhang mit CO2-Belastung stehen, bei der Erzeugung des selbst erzeugten und selbst verbrauchten Stromes aber kein CO2 emittiert wird, halte ich persönlich die Vorgabe dieser Berechnungsmethode für falsch.
    Es sei denn, ich hätte die Vorgabe in WISO-Steuer falsch interpretiert und die Berechnung des Eigenverbrauchs für direkt von der Anlage bezogenen Strom wäre auch auf der Basis einer Pauschale je kWh oder eigener Berechnung zulässig.

  9. 11
    Matthias Fenner

    Wenn ich eine Photovoltaik-Anlage bauen lassen, z.B. in Form eines Carports (Carport-Dach aus Solarmodulen) bzw. einer Terrassenüberdachung (Dach aus Solarmodulen), kann ich dann die Abschreibung über die Gesamtkosten laufen lassen oder muss der “Solar-Anteil” davon herausgefiltert werden?

  10. 13
    Berthold Pfahler

    Guten Tag, zum Thema steuerliche Behandlung von Photovoltaik-Anlagen habe ich einige Fragen.
    Ich habe seit 2008 eine PV-Anlage mit 5,4 kWp in Betrieb mit Voll-Einspeisevertrag, der noch bis Okt.2028 läuft.
    Nun sind wir gerade dabei, unsere Heizung auf Wärmepumpe umzustellen und gleichzeitig eine weitere PV-Anlage mit rd. 8,0 kWp mit Batteriespeicher zusätzlich (für den überwiegenden Eigenverbrauch) zu installieren.
    Unser Gebäude steht aus steuerlichen Gründen in meinem Alleineigentum, deshalb läuft die bisherige PV-Anlage auch auf meinen Namen als selbständige Tätigkeit.
    Nun meine Fragen: Ist es sinnvoll, die bisherige selbständige Tätigkeit auf die neue PV-Anlage zu erweitern?
    Oder wäre es möglich und evtl. steuerlich besser, die neue Photovoltaikanlage als selbständige Tätigkeit meiner Ehefrau laufen zu lassen?
    Was würden Sie mir empfehlen?

  11. 14
    R.Bluhm

    Hallo, ich habe mit dem Wiso Steuersparbuch bereits die Umsatzsteuer-Voranmeldungen 2020 für die PV-Anlage erstellt. Warum werden diese Eingaben nicht in die zugehörige Umsatzsteuer(Jahres)erklärung bzw. Einnahmen-Überschuss-Rechnung übernommen? Dort müssen die Voranmeldungen wieder neu eingegeben werden.

  12. 16
    Komar

    “Aktualisiert am 23.04.2021”
    Da der Beitrag laufend aktualisiert wird wäre es doch schön eine Legende zu den Aktualisierungen zu finden. Ich frage mich z.B. was die letzte Aktualisierung beinhaltet?
    “In den Jahren 2021 bis 2026 ist die Verpflichtung zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung im Eröffnungsjahr ausgesetzt.”
    Ist das wirklich so? Meines Wissens und den recherchierten BMF Schreiben nach ist die monatliche Voranmeldung ausgesetzt, wenn voraussichtliche Steuerlast geringer 7.500,- Euro. Eine quartalsweise Voranmeldung muss aber auch im Gründungsjahr erstmal abgegeben werden.

  13. 17
    Roland Rössler

    Diese Informationen lassen einen Punkt etwas im Unklaren: unter welchen Bedingungen kann der Investitionsabzugsbetrag und die Sonderabschreibung geltend gemacht werden? In manchen Quellen liest man, dass dies nur dann möglich sei, wenn der Eigenverbrauchsanteil nicht mehr als 10% beträgt. Demgegenüber steht aber die Aussage in anderen Quellen, dass bei dem Betrieb einer PV-Anlage der Eigenverbrauch nicht als private Nutzung gewertet wird, da er ja schließlich auch der Einkommens- bzw Umsatzsteuer unterliegt. Was gilt denn nun?

    • 18
      Alexander Müller

      Hallo Herr Rössler,
      nach unserem Kenntnisstand zählt eine Photovoltaik-Anlage mit Einspeisung immer zu den gewerblichen Einkünften. Der Anteil der Privatnutzung ist tatsächlich egal. Nur wenn es keine Einspeisung – sprich Verkauf von Strom- gibt, nutzt man offensichtlich alles zu 100% privat.
      Viele Grüße,
      Alex von steuernsparen.de

  14. 19
    Daniel

    Hallo,
    die degressive Abschreibung wurde für 2020 und 2021 für PV Anlagen wieder ins Leben gerufen. An welche Bedingungen ist dies geknüpft, dass ich degressiv und nicht linear abschreiben kann?
    Eine weitere Frage bezieht sich auf die neue Förderung von Batteriespeichern. Ich habe es so verstanden, dass wenn ich diese Förderung in Anspruch nehmen will, einen Eigenverbrauch von mind. 50% erreichen muss.
    Gleichzeitig habe ich gelesen, dass man für das Thema “Abschreiben” eine Mindesteinspeisung von 50% haben muss. Da schließt doch das eine das andere aus, also wenn ich die Batteriespeicherförderung in Anspruch nehme, im Umkehrschluss die Anlage nicht abschreiben kann.
    Oder habe ich hier was falsch verstanden?
    Vielen Dank schon mal im Voraus.

    VG Daniel

  15. 21
    H. Schilling

    Abschreibung von PV Anlagen + Speicher
    Lt. Finanztest Spezial Steuern 2021 habe ich von einer Corona-Abschreibung (für 2020 und 2021) gemäß Corona-Steuerhilfegesetz gelesen.
    Ich zitiere aus Finanztest Spezial Steuern 2021:
    Für 2020 und 2021 neu in Betrieb genommene Anlagen besteht die Möglichkeit einer degressiven Abschreibung von 12,5 Prozent jährlich. Zusätzlich lassen sich zu Beginn 20 Prozent des Kaufpreises als Sonderabschreibung absetzen –auf einen Schlag oder verteilt auf bis zu fünf Jahre. Den Restwert der Anlage schreiben Sie gleichmäßig über die verbleibende Nutzungsdauer ab.
    Die „Degressive Abschreibung“ für Abnutzung (AfA) wurde m. E. vom Gesetzgeber abgeschafft und kann seit dem 01.01.2011 nicht mehr verwendet werden.
    Ich bitte um Klärung bzw. um Erläuterung.

    • 22
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      wie Sie bereits richtig beschreiben, war die degressive AfA abgeschafft worden.
      Allerdings ist sie zur wirtschaftlichen Förderung für die Jahre 2020 und 2021 ausnahmsweise wieder zurück ins Leben gerufen worden.
      Alles Wichtige dazu lesen Sie auch in unserem Beitrag: Degressive Abschreibung.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  16. 23
    O. Tebbe

    Guten Tag,
    ich habe 2017 eine Solaranlage 9,7kWh mit einem Batteriespeicher 7,5kWh installiert.
    Wie verhält es sich wenn die Batterien kaputt gehen und keinen Garantieleistung erbracht wird
    und ich die defekten Batterien durch neue mit Rechnung ersetze.
    Wie kann ich das in der Steuer abschreiben/angeben?
    Da ich zur Umsatzsteuer optiert bin sollte das doch möglich sein.

    • 24
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      leider darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen auf Fragen, die Ihren steuerlichen Einzelfall betreffen, keine Auskunft geben. Hierzu sind nur bestimmte Berufsgruppen wie z. B. Lohnsteuerhilfevereine oder Steuerberater berechtigt.
      Ich bitte deshalb um Ihr Verständnis.
      Grundsätzlich ist, wenn Einkünfte aus Gewerbebetrieb vorliegen, der Abzug von Betriebsausgaben nach den gesetzlichen Vorgaben möglich. Bei größeren Anschaffungen sind allerdings die Bestimmungen zur AfA zu beachten.
      In WISO Steuer erfassen Sie Betriebsausgaben im Bereich Selbständige > Gewerbebetriebe > Einkünfte (Einnahmen-Überschuss-Rechnung > Betriebsausgaben.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

    • 26
      Carina Hagemann

      Sehr geehrter Herr Reimers,

      Die Betriebseinnahmen durch Stromeinspeisung geben Sie im Bereich der gewerblichen Einkünfte an.
      Hierfür wählen Sie Thema hinzufügen > Weitere Einkunftsarten > Selbständige > Gewerbebetriebe und legen dort Ihre Photovoltaikanlage als Gewerbebetrieb an und machen zudem die Angabe, dass es sich um eine PV-Anlage handelt.
      Unter “Laufende steuerpflichtige Einkünfte” können Sie die Einkünfte durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung erfassen. Unter “Gewinnermittlung” wählen Sie dann “Betriebseinnahmen” aus. In diesem Dialog können Sie dann alle Angaben zur Vergütung des eingespeisten Stroms vornehmen.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  17. 27
    Marc Blumentritt

    Hallo,
    vielen Dank für die vielen Tipps.
    Auf der Seite wird der Inhalt scheinbar doppelt dargestellt. Ab “Photovoltaik-Anlage: Ganz einfach mit WISO Steuer” wiederholt sich mitten im Absatz der Inhalt. Der Übersichtlichkeit wegen wäre es super, wenn ihr die Seite “repariert”.
    Danke

    • 28
      Anna Maringer

      Hallo Herr Blumentritt,

      vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Beitrag angepasst, der Inhalt wird nun nicht mehr doppelt angezeigt.

      Viele Grüße
      Anna von Steuern-Sparen

  18. 29
    Schier

    Guten Tag,
    ich habe eine PV-Anlage mit Speicher (AC) in 2020 in Betrieb genommen. Die Vorsteuer für die PV-Anlage und den Speicher habe ich vom FA in 2020 erstattet bekommen. Da der Speicher AC-gekopplet ist, darf ich für die Afa nur die PV-Anlage ansetzen. Was muss ich im WISO-Sparbuch 2021 bei der EÜR dann als Anschaffungskosten angeben, nur den Wert der PV-Anlage ohne Speicher? Und was muss ich hier bei der abzugsfähigen Vorsteuer angeben, die tatsächlich erstattete Vorsteuer ?
    Viele Grüße
    Kirsten Schier

    • 30
      Alexander Müller

      Hallo Frau Schier,
      leider dürfen wir auf konkrete steuerliche Einzelfragen keine Auskunft geben. Dies ist uns nach dem Steuerberatergesetz verboten und den steuerberatenden Berufen vorbehalten. Ich bitte da um Verständnis. Im Zweifelsfall können Sie sich für eine Auskunft auch jederzeit an die Finanzämter wenden.
      Sollten Sie Frage direkt zum Programm haben, wenden Sie sich bitte an unser Kundencenter (hier klicken)
      Viele Grüße,
      Alexander Müller von steuernsparen.de

  19. 31
    Martin G

    Gerne möchte ich meine PV-Anlage ohne Gewinnabziehlung nutzen (Liebhaberei) – “Photovoltaik ohne Finanzamt”
    Wie gehe ich nun genau vor, um möglichst nichts oder so wenig wie möglich mit dem Finanzamt zu tun haben zu müssen. Aufgrund meiner Wirtschaftlichkeitsprognose übersteigen die KWh Kosten meiner PV-Anlage die EEG-Vergütung. Wendet man für die Selbstkosten für den Eigenverbrauch an, so ist über die Laufzeit von 20 Jahren keine Gewinnabziehlung gegeben.
    Muss ich den “Fragebogen zur steuerlichen Erfassung” dennoch ausfüllen?

    Da ich freiberuflich tätig bin und die Anlage auf meinen Namen läuft bin befinde ich mich in der Regelbesteuerung. Dennoch möchte ich die PV-Anlage als mein Privatvergnügen ansehen, da keine Gewinnerziehlung zu erwarten ist.

    • 32
      Alexander Müller

      Hallo Herr Giesler,
      leider dürfen wir auf konkrete steuerliche Einzelfragen keine Auskunft geben. Dies ist uns nach dem Steuerberatergesetz verboten und den steuerberatenden Berufen vorbehalten. Ich bitte da um Verständnis. Im Zweifelsfall können Sie sich für eine Auskunft auch jederzeit an die Finanzämter wenden.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller von steuernsparen.de

  20. 33
    Dirk Saling

    Hallo, ich habe meine Ein- und Ausgaben für die PV-Anlage mit dem WISO Steuersparbuch 2020 über die EÜR erfasst. Monatlich habe ich darüber auch immer die Umsatzsteuervoranmeldungen an das Finanzamt übertragen. Jetzt befasse ich mich mit der Umsatzsteuererklärung für das ganze Jahr 2020. Dabei habe ich leider festgestellt, dass ich die an das Finanzamt geleisteten Vorauszahlungen nicht buchungstechnisch erfasst habe. Kann ich diese noch nachträglich erfassen, so dass die Berechnung für das Finanzamt in der Umsatzsteuererklärung für das gesamte Jahr wieder korrekt ist? Das WISO System schreibt ja immer alle Buchungen fest, wenn eine Voranmeldung für den Monat übertragen worden ist. Für eine Rückinfo dazu wäre ich ihnen sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dirk

    • 34
      Carina Hagemann

      Hallo Dirk,

      für technische Fragen zum WISO Steuer-Sparbuch wenden Sie sich am besten an unseren Support unter der Telefonnummer Tel.: 02735 9096-90 oder per Fax an: 02735 90 96 91. Die Kolleginnen und Kollegen können Ihnen sicher bei Ihrer Frage weiterhelfen.
      Grundsätzlich sind in der Umsatzsteuererklärungen die geleisteten Vorauszahlungen bzw. die erhaltenen Vorsteuererstattungen aus den Voranmeldungen zu erfassen. Möchten Sie hierzu näheres wissen, werfen Sie gerne einen Blick in unseren Beitrag zur Umsatzsteuererklärung.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  21. 35
    Logon

    Vielen Dank für die ausführlichen Informationen!
    Sie schreiben: „muss der private Teil der Stromnutzung ebenfalls als Betriebseinnahme angegeben – und damit versteuert – werden“
    Wenn ich das richtig verstanden habe, bezieht sich das auf das zu versteuernde Einkommen. Wenn ich z.B. 8kW privat für Haushalt und Elektroauto entnehme, das mit 0,2 € pro kW multipliziere, entspricht das einem fiktiven Einkommen von 1.600,00€! Drauf muß noch die Umsatzsteuer von 19% = 304,00€ gezahlt werden.
    In einer Broschüre der Verbraucherzentrale NRW ( SOLARSTROM UND BATTERIESPEICHER Planung und Kauf einer Photovoltaikanlage) und auf Nachfrage wurde mir erklärt, dass dem nicht so sei. Also der Eigenverbrauch nicht dem zu versteuernden Einkommen zuzurechnen sei.

    Habe ich da was falsch verstanden oder hat sich in letzter Zeit etwas an der Besteuerung geändert?

    Voraussichtlich nehme ich meine PV Anlage noch Ende des Jahres in Betrieb.

    Danke für Ihre Hilfe!

    • 36
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider darf ich Ihnen in einem Einzelfall keine weiteren steuerlichen Auskünfte geben. Das würde in den Bereich der steuerlichen Hilfeleistung fallen. Diese dürfen allein bestimmte Berufsgruppen wie Steuerberater, Lohnsteuerhilfevereine und Wirtschaftsprüfer durchführen.
      Ob und wie sich der privat verbrauchte Strom auf das zu versteuernde Einkommen auswirkt, hängt mit der Nutzung der PV-Anlage zusammen. Bei einer ausschließlich privat genutzten Anlage führt der privat genutzte Strom nicht zu steuerpflichtigen Betriebseinnahmen. Bei gemischt genutzten Anlagen ist hingegen ein privater Nutzungswert zu ermitteln.
      Grundsätzlich handelt es sich beim zu versteuernden Einkommen um eine Größe, die sich in einem mehrstufigen Berechnungsverfahren ergibt. Betriebseinnahmen und – ausgaben werden nicht direkt dem z. v. E. hinzugerechnet oder abgezogen. Wie genau das Berechnungsverfahren aussieht, lesen Sie in unserem Beitrag: zu versteuerndes Einkommen. Bei Zweifelsfragen, was Sie in Ihrem Einzelfall bei der Besteuerung beachten müssen, fragen Sie am besten direkt bei Ihrem zuständigen Finanzamt nach.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  22. 37
    M. Maschke

    Hallo!
    Ich habe von einem spezialisierten Steuerbüro einen YouTube-Beitrag gesehen, dass man die PV-Anlage auch nur anteilig (nur der Anteil, bei dem der Strom verkauft wird) bei der Vorsteueranmeldung anmelden kann, sodass auf den hoch bewerteten Eigenverbrauch keine Umsatzsteuer wegen Entnahme aus dem Betrieb abgeführt werden muss. Dann kann man von der Anlage den Anteil der Vorsteuer (z.B. 40% bei 40% geplantem Eigenverbrauch) selbstverständlich auch nicht abziehen. Geht es auch, dass man auch einkommensteuermäßig die Anlage nur anteilig als Betriebsvermögen führt (also auch nur als Grundlage für die Abschreibung ansetzt), die den Strom für den Verkauf liefert (z.B. 60%)? Dadurch müsste man den Eigenverbrauch ja auch nicht als Entnahme aus dem Betrieb versteuern, weil z.B. 40% der Anlage nicht gewerblich sondern nur privat genutzt werden. Bei Werbungskosten wie z.B. Computern kann man ja auch eine private und eine steuerrelevante Nutzung angeben. Oder gilt als Einzelperson im Gegensatz zur Kapitalgesellschaft, dass praktisch das gesamte Eigentum im Zweifel als Betriebsvermögen gilt, wen es nur irgendeine Berührung mit dem Gewerbe hat?

    • 38
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Nachricht und diese wirklich sehr interessante Frage. Leider darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen keine Antwort auf Ihre Frage geben, da das bereits in den Bereich der steuerlichen Beratung führen würde. Im Zweifel fragen Sie am besten direkt bei Ihrem Finanzamt nach. So vermeiden Sie eventuelle Schwierigkeiten bei der Veranlagung.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  23. 39
    René O.

    Hallo,
    ich habe im April ein Haus mit installierter PV-Anlage gekauft. Diese wurde auch seperat im Kaufvertrag angegeben. Wenn ich diese Summe jetzt als Abschreibung geltend mache, muss dann die 20 Jahre Nutzugsdauer der AfA wieder neu angenommen werden oder kann ich die bisherige Nutzungsdauer davon abziehen?

    • 40
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      Vielen Dank für Ihre Frage! Bitte beachten Sie, dass ich Ihnen leider aus rechtlichen Gründen keine einzelfallbezogenen Auskünfte geben darf. Mehr darüber, wie Sie gebrauchte Wirtschaftsgüter abschreiben, lesen Sie in unserem Beitrag: Gebrauchtes absetzen. In dem Beitrag geht es zwar um Arbeitsmittel im Bereich der Überschusseinkünfte – die erläuterten Regelungen sind jedoch auch analog für die meisten Wirtschaftsgüter im Betriebsvermögen zutreffend.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  24. 41
    E. Peters

    Hallo, wir haben uns Juni 2020 eine PV-Anlage aufs Dach installieren lassen. Dürfen wir die IAB für 2019 geltend machen, nach dem wir aber das Finanzamt über die bereits erfolgte PV- Installation informiert haben? Wenn ja, wäre dies auch noch nach der regulären Abgabefrist Juli 2020 möglich?
    Viele Grüße

    • 42
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      leider darf ich Ihre Frage aus rechtlichen Gründen nicht beantworten, da dies über die allgemeine Informationsvermittlung hinaus in die steuerliche Beratug gehen würde. Eine solche Hilfeleistung dürfen nur Steuerberater, Lohnsteuerhilfevereine, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer anbieten.
      Fall Sie über diesen Beitrag hinausgehende Informationen zum Thema Photovoltaikanlage oder IAB benötigen, werfen Sie gerne einen Blick in die Steuer-Hilfe von WISO Steuer.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  25. 43
    Matthias

    Hallo,
    ich habe eine Photovoltaikanlage mit Speicher, diese ist seid 22.07.2020 in Betrieb. Eine Umsatzsteuererklärung kann ich ja erst ab November machen (wenn das neue Programm von WISO da ist). Muss ich jetzt erst einmal eine Umsatzsteuer-Voranmeldung machen? Ist die Anlage auch bei der Einkommenssteuer anzugeben?
    Wie geh ich jetzt genau vor?
    Einfach erklärt im Video (Wie Oben zu sehen) scheint es ja nicht zu sein.
    Danke schon mal für die Antwort.

    • 44
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      leider kann und darf ich Ihnen hier im Einzelfall aus rechtlichen Gründen keine weitere Auskunft geben.
      Ob eine PV-Anlage umsatzsteuerliche und einkommensteuerliche Auswirkungen hat, hängt von der Verwendung der Anlage (rein privat, vollständige Einspeisung, teilweise Privatnutzung bei gleichzeitiger Netzeinspeisung, …) ab. Danach beurteilt sich auch die Unternehmereigenschaft des Eigentümers.
      Grundsätzlich ist jeder Unternehmer, der nicht die Kleinunternehmer-Regelung anwendet, zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen verpflichtet. Je nach Zahllast des Vorjahres muss diese monatlich oder vierteljährlich abgegeben werden oder kann sogar ganz entfallen. Dann muss nur die Umsatzsteuerjahreserklärung erstellt werden.
      Mehr zum Thema Umsatzsteuervoranmeldungen können Sie dem Video entnehmen: Umsatzsteuervoranmeldung.
      Für Fragen zur einkommensteuerlichen Gewinnermittlung lesen Sie gerne unseren Beitrag zur Einnahmenüberschussrechnung.
      Zur steuerlichen Behandlung von Batteriespeichern finden Sie detaillierte Informationen in der Steuer-Hilfe von WISO Steuer.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von steuernsparen

  26. 45
    Torsten Wagner

    Guten Tag,
    ich nehme im September 2020 meine PV Anlage ohne Batterie in betrieb. Ich entscheide mich für die Regelbesteuerung, mit Wechsel nach 5 Jahren zur KUR. Muss ich danach in der Abschreibung für die PV Anlage weiterhin den netto Betrag verwenden, oder kann ich ab dem Zeitpunkt den um ca. 100 € höheren Brutto Betrag bei der EÜR ansetzten?

    • 46
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      leider darf ich Ihnen auf Ihre Frage aus rechtlichen Gründen keine Antwort geben, da dies zu sehr in die Richtung der steuerberatene Tätigkeit gehen würde.
      Grundsätzlich ist beim Wechsel zur Kleinunternehmerregelung zu beachten, dass es zu einer einer Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG kommen.
      Mehr zum Thema lesen Sie in der Steuer-Hilfe von WISO Steuer. Für daraus entstehende Korrekturbeträge gelten die Vorschriften des § 9b EStG.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  27. 47
    W.Brehm

    Hallo,
    meine PV-Anlage (als Gewerbe angemeldet) ist im September 2021 abgeschrieben. Die Anlage wird durch eine neue, größere Anlage nach Ablauf der Abschreibungszeit ersetzt. Wie wird der Umbau (alte Anlage weg;neue installiert) in der Steuersoftware von Wiso erfasst? Muss die alte Anlage aus dem Programm gelöscht werden? Ist eine neue Umsatzsteuer-Voranmeldung nötig?

    • 48
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      Wie Sie die neue Photovoltaikanlage in der Steuererklärung erfassen, hängt von mehreren – teils individuellen – Faktoren ab.
      Um Ihnen hierbei weiterzuhelfen sind nähere Kenntnisse über Ihren Betrieb – und damit eine Steuerberatung erforderlich.
      Die darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen leider nicht anbieten. Ich bitte Sie dahingehend um Verständnis.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  28. 49
    Martin Schmidt

    Hallo,
    wir haben uns eine PV-Anlage samt Speicher bestellt. Die PV-Anlage selbst ist bereits installiert, nur der Speicher hat Lieferzeiten >2 Monate.
    Kann ich die vorhandene Anlage bereits inbetriebnehmen und den Speicher dann ergänzen, ohne die Möglichkeit der gesamten Rückerstattung der Vorsteuer für die Anschaffungskosten zu verlieren?
    Oder muss ich mit der Inbetriebnahme warten, bis alles komplett ist?
    Die Rechnungsstellung erfolgt erst nach Komplettlieferung/-montage.
    Danke+Gruß

    • 50
      Jochen Breunig

      Guten Tag Herr Schmidt,

      leider dürfen wir Sie aus rechtlichen Gründen steuerlich nicht beraten. Grundsätzlich setzt ein Vorsteuerabzug nach § 15 UStG aber das Vorliegen der entsprechenden Rechnung voraus. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Beitrag unter „Wichtig: Zuordnung der Photovoltaik-Anlage“.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  29. 51
    TT

    Wir haben uns in diesem Jahr eine Photovoltaik-Anlage angeschafft und möchten nun die IAB für 2019 geltend machen. Leider finde ich in Steuer.web nicht die richtige Eingabemaske. Ich würde mich über eine kleine Hilfestellung freuen.
    Vielen Dank.

    • 52
      Jochen Breunig

      Guten Tag TT,

      in steuer:Web können Sie die Angaben zum Investitionsabzugsbetrag direkt in der Eingabemaske zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung im Rahmen der Gewinnermittlung unter „Abzüglich Investitionsabzugsbeträge“ machen: Selbständige, Betriebe und Unternehmen > Gewerbebetriebe > Erster Betrieb > Laufende steuerpflichtige Einkünfte > Einkünfte (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) > Gewinnermittlung > Abzüglich Investitionsabzugsbeträge

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  30. 53
    Schneider

    Hallo,
    ich habe eine PV Anlage mit Speicher (9,2Kw) im Juli 2020 installieren lassen. Kann ich das WISO Steuersparbuch 2020 nutzen, oder muß ich bis 2021 warten?
    MfG

    • 54
      Jochen Breunig

      Guten Tag,

      soweit Sie mit Ihrer PV Anlage in 2020 Einkünfte aus Gewerbebetribe erzielen, wären diese Einkünfte in der Steuererklärung für das Jahr 2020 zu erklären. Die Steuererklärung 2020 erstellen Sie dann, wenn das Jahr 2020 rum ist; also im Jahr 2021. Denn erst dann kennen Sie Ihre tatsächlichen steuerlichen Werte. Ihre Steuererklärung für das Jahr 2020 können Sie gerne mit dem steuer:Sparbuch 2021 erstellen.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  31. 55
    R. Sagrauske

    Guten Morgen,
    meine Fragen beziehen sich auf die Art und Höhe der Betriebsausgaben:
    1. Zu welchem Anteil kann man die Kosten für ein Arbeitszimmer und für Telefonnutzung ansetzen?
    2. Kann man auch anteilig die Grundsteuer ansetzen?
    Vielen Dank und herzlicher Gruß
    R. Sagrauske

    • 56
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      leider darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen zu Ihrem Einzelfall keine nähere Auskunft geben.
      Zu Ihrer Frage kann ich Sie allerdings auf folgene Urteile verweisen:
      – Finanzgericht Nürnberg vom 19.03.2018, Az: 3K 308/11 über den Betriebsausgabenabzug für ein Arbeitszimmer bei Einkünften aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage: Grundsätzlich sei ein Arbeitszimmer nur abzugsfähig, wenn es für die Einnahmeerzielung auch notwendig sei. Für die Verwaltung einer Photovoltaikanlage sei ein Arbeitszimmer nicht erforderlich.
      – BFH vom 17.10.2013, Az: III R 27/12 über den anteiligen Abzug von Gebäudekosten bei Einkünften aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage:
      Der BFH lehnt den anteiligen Abzug von privaten Gebäudekosten im Rahmen des Betriebsausgabenabzugs ab, da es an einem objektiven Aufteilungsmaßsttab fehle.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist von steuernsparen

  32. 57
    Kathrin K

    Hallo,
    wir haben uns letztes JAhr auf unseren Neubau eine PV-Anlage bauen lassen, mit BAtteriespeicher. Seitdem kämpfen wir mit der Anmeldung bei den zuständigen Stadtwerken und haben somt noch keine Einspeisevergütung erhalten – obowhl die Anlage theoretisch einsatzbereit ist. Was bedeutet das steuerlich? Müssen wir die Anlage schon anmelden, um die Anschaffungskosten absetzen zu können?
    Viele Grüße!

    • 58
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      leider darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen im Einzelfall keine Steuerberatung anbieten.
      Grundsätzlich ist es aber so, dass wenn eine PV-Anlage nicht nur privat genutzt wird bzw. werden soll, der Betriebsausgabenabzug möglich ist. Das gilt nicht nur für laufende Betriebsausgaben, sondern auch für vorweggenommene Betriebsausgaben. Die Anschaffungskosten einer PV-Anlage können im Wege der Absetzung für Abnutzung (AfA) als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Grundsätzlich beginnt die AfA dann, wenn sich die PV-Anlage in einem betriebsbereiten Zustand befindet.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  33. 59
    Steffi Sch.

    Hallo,
    ich habe ein Angebot zur Miete einer PV-Anlage bekommen.
    Wie sieht es da mit der Besteuerung aus? Angeblich kann die MWST, die auf die Miete kommt, zurückgeholt werden. ???
    Muss auch hier eine Berücksichtigung des Eigenverbrauchs erfolgen, wenn ja wie? Kann dann auch die Miete den Einnahmen entgegengesetzt werden?
    Viele Grüße
    Steffi

    • 60
      Carina Hagemann

      Hallo Steffi,

      Bitte beachten Sie, dass ich Ihnen im Einzelfall keine steuerliche Beratung anbieten darf. Grundsätzlich ist es so, dass mit der Photovoltaikanlage umsatzsteuerpflichtige Umsätze erzielt werden, dass dann auch Vorsteuerbeträge auf bezogene Leistungen und Waren beim Finanzamt geltend gemacht werden können.
      Betriebsausgaben sind Ausgaben im Zusammenhang mit Ihrem Gewerbebetrieb (hier: Photovoltaikanlage). Betriebsausgaben werden von den Betriebseinnahmen abgezogen und wirken sich damit gewinnmindernd aus.
      Ein Eigenverbrauch muss nur berücksichtigt werden, wenn der Strom nicht ausschließlich zur Einspeisung ins Netz oder zur direkten Vermarktung genutzt wird, sondern auch privat gebraucht wird.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  34. 61
    Diegel

    Ich habe eine Photovoltaik-Anlage aus dem Jahr 2006 wofür ich den Strom nur einspeise. Nun will ich mir eine weitere Anlage auf demselben Dach inkl. Speicher installieren und den Strom zu großen Teilen selbst nutzen. Kann ich noch für die alte Anlage auf die Kleinunternehmerregelung in 2019 wechseln und die neue Anlage separat steuerrechtlich laufen lassen. D. h. für die neue Anlage würde die Kleinunternehmerregelung für die nächsten 5 Jahre nicht in Anspruch genommen werden.

    • 62
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      generell zählt umsatzsteuerlich die Unternehmereigenschaft. Das bedeutet, dass grundsätzlich umsatzsteuerliche Entscheidungen nur einheitlich getroffen werden können.
      Bei der Frage, welche Entscheidung (z. B. für/wider Kleinunternehmerregelung) für Ihre Photovoltaikanlage die steuerlich sinnvollste/ günstigste ist, darf ich Ihnen
      leider aus rechtlichen Gründen nicht weiterhelfen. Hierfür können Sie sich aber mit einem Steuerberater in Verbindung setzen, um sich dahingehend beraten zu lassen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  35. 63
    K. Schier

    Guten Tag,
    ich bekomme im August 2020 eine PV-Anlage installiert und habe mit dem WisoSteuersparbuch einen IAB in der Steuererklärung für 2019 erstellt und ans Finanzamt übermittelt. Nun habe ich vom Finanzamt den Zusatzbogen zur Errichtung und zum Betrieb der PV-Anlage und die Aufforderung zur steuerlichen Erfassung bekommen. Die Anlage ist aber ja noch gar nicht auf dem Dach und noch nicht in Betrieb. Was ist zu tun? Viele Grüße Kirsten Schier

    • 64
      Carina Hagemann

      Hallo Frau Schier,

      Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung können Sie auch bereits dann ausfüllen, wenn Sie die gewerbliche Tätigkeit noch nicht aufgenommen haben.
      Dafür haben Sie auf der dritten Seite die Möglichkeit, als Beginn der Tätigkeit auch ein Datum in der Zukunft anzugeben (z. B. Datum der voraussichtlichen Inbetriebnahme).

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  36. 65
    Benjamin

    Vielen Dank für den informativen Beitrag. Wenn man die Sonderabschreibung und den Investitionsabzugsbetrag in Anspruch nimmt, kann man dann nach 5 Jahren trotzdem von der Regelbesteuerung zum Kleinunternehmer wechseln?

    • 66
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      die Kleinunternehmerregelung ist eine rein umsatzsteuerrechtliche Regelung. Das bedeutet,
      dass die Entscheidung für bzw. gegen die Umsatzsteuerpflicht unabhängig von der Ausübung einkommensteuerrechtlicher
      Wahlrechte (z. B. Sonderabschreibung oder IAB) getroffen werden kann.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  37. 67
    Olli Petrovac

    Guten Tag, habe ich durch einen Wechsel zum Kleinunternehmer nach 5 Jahren faktisch 19% mehr an Umsatz oder muss – so wie ich laienhaft vermute – der umsatzsteuerliche Wechsel beim Stromanbieter angezeigt werden, sodass dieser mir lediglich ein Einspeisvergütung in “netto” – also im Vergleich zur normalen Besteuerung 19% weniger – auszahlt?

    • 68
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      sofern Sie zur Umsatzsteuer optieren, zahlt Ihnen der Stromanbieter die Umsatzsteuer dazu. Gleichzeitig darf der Stromanbieter die von Ihnen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer aber auch als Vorsteuer geltend machen.
      Umgekehrt ist es aber bei Wechsel zur Kleinunternehmerregelung so, dass der Stromanbieter diese 19 Prozent nicht mehr dazuzahlt. Da Sie dem Stromanbieter jetzt auch keine Umsatzsteuer mehr in Rechnung stellen, darf dieser nämlich auch die Vorsteuer nicht mehr geltend machen.
      Gleichzeitig müssen Sie aber auch keine Umsatzsteuer mehr ans Finanzamt abführen.
      Beispiel:
      Umsatzsteuerpflicht:
      Abschlagszahlung (netto): 100 Euro
      USt auf die Abschlagszahlung: 19 Euro
      Abschlagszahlung (brutto): 119 Euro
      Davon führen Sie ab: -19 Euro
      Verbleiben: 100 Euro

      Kleinunternehmerregelung:
      Abschlagszahlung: 100 Euro
      Davon führen Sie ab: -0 Euro
      Verbleiben: 100 Euro

      Unterm Strich betrachtet, bleibt der Umsatz für Sie gleich hoch.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  38. 69
    Susanne Adam

    Guten Tag,
    wie kann ich für die 2. Photovoltaikanlage die “Vereinfachte Gewinnermittlung für Photovoltaikanlagen” in der Software WISO Steuer:Mac nutzen? Für die 1. Photovoltaikanlage (Volleinspeisung) kann ich die entsprechende Markierung vornehmen. Für die 2. Anlage (teilweise Eigenverbrauch) kann ich es nicht. Beide Anlagen sind als Gewerbebetrieb angelegt.

    • 70
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      für Fragen rund um unsere WISO-Software wenden Sie sich gerne an unsere Kollegen im Kundencenter.
      Als Experten im Umgang mit dem Steuerprogramm stehen sie Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  39. 71
    sowieso

    Hallo habe eine Frage ich möchte für 2019 die EÜR ausfüllen. Welche Abrechnung von meinem Netzanbieter ist relevant. Abrechnung von April 2019 bis April 2020 oder die Abrechnung vom Jahr April 2018 bis 2019? Bitte um Hilfe

    • 72
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      für die EÜR im Jahr 2019 sind alle Zahlungsflüsse vom 01.01.2019-31.12.2019 relevant (Zufluss-Abfluss-Prinzip) unabhängig davon, wann Sie die Jahresabrechnung erhalten haben.
      D. h. Sie müssen die Zahlungen angeben, die innerhalb dieses Zeitraums auf Ihr Konto eingegangen sind. In der Regel finden Sie die Zahlungstermine auch auf den Abrechnungen.
      In Ihrem Fall müssen Sie also tatsächlich beide Abrechnungen zur Hand nehmen.
      Da es sich bei den Abschlagszahlungen um regelmäßig wiederkehrende Zahlungen handelt, gilt die 10-Tage-Regelung:
      Zahlungen innerhalb von 10 Tagen vor und nach dem 31.12. sind in dem Jahr anzugeben, in das sie wirtschaftlich gehören. Und zwar unabhängig davon, ob sie auch tatsächlich in dem Jahr gezahlt wurden.
      Für mehr Informationen zur Einnahmenüberschussrechnung und dem Zufluss-Abfluss-Prinzip sowie der 10-Tage-Regelung schauen Sie gerne in unseren Beitrag: Einnahmenüberschussrechnung.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  40. 73
    Dieter

    Hallo. Ich habe mir eine 8,45 Kw/p große Anlage mit 11 KW Speicher bestellt. Mit der Anlage will ich nicht ins Stromnetz einspeisen. So sollte ich mit den Finanzamt keinen Kontakt haben!! Kann ich die PV Anlage steuerlich geltend (Abschreibung) machen?? Gruß Dieter

    • 74
      Carina Hagemann

      Hallo Dieter,

      Falls der Strom einer PV-Anlage weder ins Netz eingespeist noch anderweitig vermarktet wird und die Anlage ausschließlich privat genutzt wird,
      hat die PV-Anlage steuerlich keine Relevanz.
      Das bedeutet aber auch, dass keine Betriebsausgaben (z. B. AfA, Reparaturkosten, etc.) angesetzt werden dürfen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  41. 75
    Roland Wurm

    Ich habe eine Photovoltaikanlage mit Speicher im März 2020 installieren lassen. Mit welcher Version kann ich die steuerlichen Themen für 2020 erledigen?

    • 76
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      mit dem WISO steuer:Sparbuch können Sie für das Jahr 2020 die Umsatzsteuervoranmeldungen erstellen.
      Außerdem können Sie sich bereits jetzt eine Prognose Ihrer Einkommensteuer für das Jahr 2020 errechnen lassen.
      Mein Tipp: Mit dem Steuer-Spar-Vertrag erhalten Sie die Programmversion, mit der Sie die Steuererklärung für das Jahr 2020 erstellen können, bereits im November.
      Das heißt, Sie können schon in diesem Jahr mit der Bearbeitung Ihrer Steuererklärung beginnen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  42. 77
    Gläser, Franziska

    Guten Tag,
    wir haben vor Kurzem eine Bestandsimmobilie mit einer Solaranlage ohne Batteriespeicher gekauft. Alter der Solaranlage = 10 Jahre. Bei welchen (offiziellen) Stellen/Behörden muss ich mich nun melden? Gibt es andere steuerliche Punkte zu beachten bei der Übernahme einer Solaranlage im Vergleich zur Anschaffung einer Solaranlage?
    Vielen Dank und viele Grüße!

    • 78
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      Bitte beachten Sie, dass ich Ihnen aus rechtlichen Gründen keine steuerliche Beratung anbieten darf.
      Grundsätzlich hängt die steuerliche Behandlung von PV-Anlagen und die Stellen, bei denen Sie sich deswegen melden müssen, davon ab, wie Sie den Strom der Anlage nutzen.
      Nutzen Sie den Strom ausschließlich privat, müssen Sie steuerlich nichts weiter beachten.

      Anders sieht das aus, wenn Sie den Strom veräußern. Dann erzielen Sie damit Einkünfte aus Gewerbebetrieb und müssen die Einkünfte versteuern.
      Auch stellt sich dann umsatzsteuerlich die Frage, ob Sie von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen oder nicht.
      Nutzen Sie einen Teil des gesamt produzierten Stroms selbst, kommt die Versteuerung des Eigenverbrauchs (USt und Est) ins Spiel.
      Die AfA kann auch bei übernommenem PV-Anlagen als Betriebsausgabe abzugsfähig sein. Hierfür ist es wichtig, Ihre Anschaffungskosten die auf die PV-Anlage entfallen, zu kennen.

      Im Falle der gewerblichen Nutzung der PV-Anlage müssen Sie einige Schritte beachten. Zum einen müssen Sie sich mit Ihrer Gemeinde in Verbindung setzen und in Erfahrung bringen, ob diese für die PV-Anlage eine Gewerbeanmeldung fordert.
      Falls nein wenden Sie sich selbst direkt ans Finanzamt und teilen diesem Ihre Absichten mit der PV-Anlage mit. Daraufhin werden Sie einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung erhalten, den Sie anschließend wieder ans Finanzamt schicken.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  43. 79
    Dir Saling

    Hallo, ich finanziere die PV-Anlage komplett über ein Darlehen von der Bank. Muss ich das in der EÜR als Verbindlichkeit gegenüber der Bank inkl. Zinsen und möglicher Sondertilgungen führen? Oder brauche ich das nicht anzugeben, wo das Geld für die Anlage herkommt?

    • 80
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Frage. Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass ich Ihnen im Einzelfall keine Steuerberatung anbieten kann.
      Grundsätzlich ist es aber so, dass die Gewinnermittlung durch die EÜR nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip erfolgt. Das bedeutet, dass für die Gewinnermittlung grundsätzlich nur Stromgrößen wie Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben berücksichtigt werden.
      Bei der Aus- und Rückzahlung eines Darlehens handelt es sich allerdings um keinen gewinnwirksamen Vorgang. Das bedeutet, dass Darlehnsauszahlungen keine Betriebseinnahmen sind und Darlehenstilgungen keine Betriebsausgaben. Was allerdings gewinnwirksam sein kann, sind die Zinszahlungen oder sonstige Darlehensgebühren. Diese können dann Betriebsausgaben sein, wenn es sich um ein betriebliches Darlehen handelt. Im Falle einer gemischten Verwendung des Darlehens müssen die Zinsbeträge dann eventuell in einen betrieblichen und einen privaten Teil aufgeteilt werden.
      Wenn Sie mehr über die Regeln zur Gewinnermittlung mithilfe der EÜR wissen möchten, schauen Sie gerne in unseren Beitrag zur Einnahmenüberschussrechnung.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  44. 81
    Severin Stief

    Guten Tag,
    An welcher Stelle welcher Steuer-Anlage kann ich die Sonderabschreibungen für die PV-Anlage (9,8 kW) geltend machen und korrekt eintragen? Wie wird das mit der Einkommenssteuererklärung anschließend verknüpft, damit sich die steuerersparnis dann auch dort auswirkt ?
    Was genau muss in Anlage G und was in EÜR eingetragen sein?
    Vielen Dank und viele Grüße
    S. S.

    • 82
      Carina Hagemann

      Hallo,

      Vielen Dank für Ihre Frage.
      Zunächst einmal zur Unterscheidung zwischen Anlage G und EÜR:
      Wenn Sie innerhalb gewisser Umsatz- und Gewinngrenzen liegen, dürfen Sie Ihren jährlichen Gewinn mithilfe der Einnahmenüberschussrechnung erstellen. Das ist in den meisten Fällen von Photovoltaikanlagen der Fall. Die Anlage EÜR dient also der Gewinnermittlung. Hier machen Sie Angaben zu Ihrem Betrieb und tragen alle Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben des Jahres ein. Der Gewinn, der sich daraus ergibt ist der Gewinn aus Einkünften aus Gewerbebetrieb. Dieser Gewinn muss anschließend nur in die Anlage G übertragen werden.

      Sonderabschreibungen zur Photovoltaikanlage können Sie im Programm WISO steuer:Web oder WISO steuer:Sparbuch in Ihrer Steuererklärung im Rahmen der EÜR angeben. Hier klicken Sie sich zu dem Bereich der Abschreibungen (Betriebsausgaben) und wählen hier bei der Frage “Sollen Sonderabschreibungen berücksichtigt werden?” das Feld “Ja” aus. Im Anschluss können Sie alle entsprechenden Angaben machen. Die Angaben werden dann sofort in der parallel laufenden Berechnung angezeigt und auch in die elektronische Steuererklärung, die ans Finanzamt übermittelt wird, übernommen.

      Bei weiteren Fragen zum Programm wenden Sie sich gerne an unser Kundencenter.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  45. 83
    Kristina

    Guten Tag,
    ich hätte eine Frage bezüglich der 20 ct/kWh für den Eigenverbrauch. Könnten Sie mir sagen, ob die 20 Cent, die mit dem Eigenverbrauch multipliziert werden irgendwo im Gesetz zu finden ist?

    • 84
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      gesetzlich sind die 0,20 € / kwH für die Bewertung des Eigenverbrauchs nicht festgeschrieben.
      Allerdings ist dieser Wert in der Vergangenheit regelmäßig in den Leitfäden der Finanzministerien der Länder zur steuerlichen Behandlung von Photovoltaikanlagen aufgeführt worden.
      z. B. Leitfaden des Finanzministeriums Bayern aus dem Jahr 2019 (Siehe S. 34)

      Selbstverständlich können Sie auch jederzeit bei Ihrem zuständigen Finanzamt nachfragen, ob Sie zur Vereinfachung die 0,20 €/ kwH ansetzen dürfen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  46. 85
    Andreas Fischer

    Hallo Frau Hagemann,
    ich beabsichtige eine neue PV-Anlage mit DC Speicher zu kaufen. Ich habe ein EAuto im Betriebsvermögen bestellt und werde einen Teil des Stromes dafür nutzen. Für die Anlage und den DC-Akku möchte ich die Umsatzsteuer zurückerstatten lassen und muss daher auf den verbrauchten Strom Umsatzsteuer zahlen. Die Anlage und der Akku sollen über 20 Jahre abgeschrieben werden. Ist das so in Ordnung? Ich würde den Akku gerne zeitgleich über einen OnlineShop kaufen. Muss ich dabei etwas beachten?

    Vielen Dank

    • 86
      Alexander Müller

      Hallo sehr geehrter Herr Fischer,
      vielen Dank für Ihre interessante Frage. Leider ist diese gar nicht so leicht zu beantworten, da es bei Batteriespeichern in Verbindung mit einer PV-Anlage je nach Bundesland eigene Regeln gibt. So kommt es z.B. teilweise darauf an, an welcher Stelle der Speicher eingebaut wird. Die Umsatzsteuer können Sie sich ja auch nur wiederholen, wenn zumindest Teile des Stroms im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eingespeist/verkauft wird. Eine grundsätzliche Abschreibung über 20 Jahre ist richtig.
      Da wir gemäß gesetzlichen Vorgaben keine Steuerberatung im Einzelfall vornehmen dürfen, würde ich Ihnen aber raten, sich direkt einmal mit Ihrem Finanzamt in Verbindung zu setzen oder einen Vertreter der steuerberatenden Berufe aufzusuchen.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  47. 87
    Sascha Fischer

    Guten Tag,

    ich habe eine Frage zum Wechsel zur Kleinunternehmerregelung nach 5 Jahren. Ich bin Selbstständig und erziele umsatzsteuerfreie Provisionseinnahmen. Werden die Einkünfte komplett getrennt von meinem Gewerbe betrachtet und kann ich auch wechseln?

    Vielen Dank

    • 88
      Carina Hagemann

      Hallo Herr Fischer,

      vielen Dank für Ihre Frage.
      Hier gilt es, zwischen Einkommensteuer und Umsatzsteuer zu unterscheiden.
      Zunächst zur Einkommensteuer: Hier wird getrennt betrachtet. Auf der einen Seite stehen Ihre Provisionseinkünfte. Auf der anderen Seite Ihre gewerblichen Einkünfte aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage.
      Nun zur Umsatzsteuer:
      Die Betrachtung der Grenzen der Kleinunternehmerreglung erfolgt unternehmerbezogen – nicht unternehmensbezogen. Das bedeutet: Ihre gesamt gewerbliche und berufliche Tätigkeit wird für die Prüfung der Grenzen betrachtet. Bei Entscheidung gegen die Kleinunternehmerregelung ist folgendes zu beachten: Falls Sie den mit der Photovoltaikanlage erzeugen Strom (teilweise) für umsatzsteuerfreie Umsätze verwenden, entfällt (für diesen Teil) auch der Vorsteuerabzug.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  48. 89
    Andreas Schweitzer

    Die Einspeisevergütung nach EEG ist ja gekoppelt an den Monat der Inbetriebnahme und sinkt jeden Monat. Im März 2020 beträgt die Einspeisevergütung 9.58 Cent/kWh. Kann man nicht der Einfachheit halber die aktuelle Einspeisevergütung für die Berechnung der Privatentnahme verwenden, um sich den ganzen Aufwand der Gewinnermittlung auf Grundlage der “Anschaffungs- und Herstellungskosten” zu sparen? Ich schreibe mir sozusagen selbst eine Rechnung und führe die Umsatzsteuer ab und die Einnahmen verrechne ich mit den Kosten der PV-Anlage inkl. AfA in der Einnahme-/Ueberschussrechnung?

    • 90
      Carina Hagemann

      Guten Tag Herr Schweitzer,

      Sie haben vollkommen recht: Sie dürfen Sie die tatsächliche Einspeisevergütung für die Berechnung des Eigenverbrauchs verwenden.
      Im Beitrag lesen Sie die Möglichkeit dazu unter der Unterüberschrift zum Eigenverbrauch unter dem Stichwort “fiktiver Einkaufspreis”.
      Die Ermittlung auf Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten stellt nur eine Option dar.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  49. 91
    Charles Schmahljohann

    Wir haben in 01/2020 eine PV-Anlage mit Speicher installieren lassen. Nun möchten wif den Investitionsabzugsbetrag für die ESt 2019 geltend machen und im Weiteren für die Kleinunternehmerregelung votieren, d.h. ohne Vorsteuerabzug. Ist diese Kombination zulässig?

    • 92
      Carina Hagemann

      Sehr geehrter Herr Schmahljohann,

      der IAB ist eine einkommensteuerrechtliche Regelung. Die Kleinunternehmmerregelung hingegen betrifft das Umsatzsteuerrecht.
      Sie können also den IAB anwenden, unabhängig davon, welche umsatzsteuerliche Entscheidung Sie getroffen haben.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  50. 93
    Walter Hanz

    Soweit ich das verstanden habe, muss ich mindestens 0,20€ je kWh selbst verbrauchten Strom aus der PV-Anlage steuerlich ansetzen. Bei mir entfallen Darlehenszinsen, weil ich die PV-Anlage mit meinen Privatmitteln reealisiert habe. So komme ich mit AfA von 20 Jahren, Wartungs- und Instandhaltungskosten auf einen kWh-Preis von 0,10€; Warum muss ich Umsatrzsteuer für meinen selbst genutzten Strom auf der Basis von 0,20€ ansetzen und nicht von den tatsächlichen Selbstkosten von 0,10€/kWh?

    • 94
      Carina Hagemann

      Guten Tag Herr Hanz,

      der pauschale Ansatz von 20 Cent je kWh sind ist eine Möglichkeit, die Privatnutzung pauschal anzusetzen.
      Sie können aber auch eine andere Bewertungsmethode wählen, wenn diese für Sie günstiger ist.
      Sie interessieren sich vermutlich für die Ermittlung “Auf Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten”.
      Diese und weitere Optionen finden Sie Abschnitt zum Eigenverbrauch.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  51. 95
    A. Müller

    Hallo,
    akzeptiert die Steuerbehörde bei der Einkommenssteuererklärung bei der Berechnung des Eigenverbrauchs nach einem Jahr die Methode zu wechseln? Zum Beispiel im Anschaffungsjahr nach der “Pauschalen Ermittlung” und ab dem zweiten Jahr auf “Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten”?

    • 96
      Alexander Müller

      Hallo Herr Müller,
      vielen Dank für Ihre Frage. Ja, Sie können sich jedes Jahr neu entscheiden, welche Berechnungsmethode Sie ansetzen möchten. Man kann daher immer die günstigste Variante wählen.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  52. 97
    Ralf Imhof

    Wenn der 52 Gigawatt-Deckel bleibt, gibt es keine Einspeisevergütung mehr. Besteht dann nicht die Gefahr, dass die Finanzverwaltung PV-Anlagen als Liebhaberei einstuft? Es bestehen ja keine Gewinnaussichten mehr.

    • 98
      Alexander Müller

      Hallo Herr Imhof,
      interessante Frage! Noch ist der Deckel laut Bundesnetzagentur ja nicht erreicht. Aber ich eigentlich besteht ja auch sowas, wie ein Rückwirkungsverbot bzw. Vertrauensschutz. Daher denke ich, dass es dann eine neue gesetzliche Regelung geben wird.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

    • 100
      Carina Hagemann

      Sehr geehrter Herr Diemer,

      leider darf ich Sie aus rechtlichen Gründen nicht steuerlich beraten. Im Allgemeinen ist es aber so, dass sich der Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung dann lohnt, wenn hohe Vorsteuerbeträge geltend gemacht werden. Allerdings ist man für 5 Jahre an diese Entscheidung gebunden. Danach kann man erneut entscheiden. Beim Wechsel zur Kleinunternehmerregelung muss darüber hinaus aber eventuell die Vorsteuer berichtigt werden. Der Vorsteuerberichtigungszeitraum beträgt für auf dem Dach aufgesetzte Photovoltaikanlagen 5 Jahre. Für dachintegrierte Anlagen 10 Jahre. D. h.: Wenn innerhalb dieses Vorsteuerberichtigungszeitraums die Vorsteuer aus den Anschaffungskosten geltend gemacht wurde, muss der Vorsteuerabzug korrigiert – also gekürzt – werden. Passiert der Wechsel von Umsatzsteuerpflicht zu Kleinunternehmerregelung allerdings außerhalb des Vorsteuerberichtigungszeitraums bleibt der Vorsteuerabzug für die Anschaffungskosten unberührt. Aber Achtung: Der Vorsteuerberichtigungszeitraum ist monatsbezogen zu betrachten. Der Wechsel zur Kleinunternehmerregelung hingegen ist nur zum Jahresende zu stellen. Deshalb kann es sein, dass mit dem Wechsel 6 bzw. 11 Jahre gewartet werden muss, damit die Vorsteuer nicht berichtigt werden muss.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  53. 101
    R. Knoll

    Gibt es diese Möglichkeit der „Vereinfachten Gewinnermittlung für eine Photovoltaik-Anlage“ auch in der Software “Steuersparbuch?” Wenn ja, wie beginne ich damit?

    • 102
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      bei Fragen zum WISO steuer:Sparbuch können Sie sich gerne an unser Kundencenter wenden. Unsere Software-Spezialisten helfen Ihnen gerne weiter.

      Grundsätzlich kann das Wiso Sparbuch aber diese Funktion. Unter “Gewinneinkünfte” müssen sie dafür “Gewerbetrieb” auswählen. Dann kann man beim ersten Betrieb die Photovoltaik auswählen. Neben der EÜR kann das Programm auch automatisch die jährliche Umsatzsteuererklärung dort ausfüllen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

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