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Spitzensteuersatz

Wer muss am meisten Steuern zahlen?


Jeder Arbeitnehmer muss Steuern zahlen. Doch nicht jeder bezahlt gleich viel. Im Gegenteil: Zwischen dem Eingangs- und dem Spitzensteuersatz liegt eine ordentliche Kluft. Doch wie viel beträgt der Spitzensteuersatz eigentlich und für wen fällt er an? Lesen Sie mehr dazu in diesem Beitrag.

Kurz & knapp

  • Der Spitzensteuersatz ist der höchstmögliche Steuersatz, der in Deutschland gezahlt werden muss
  • Je höher das Einkommen, desto höher ist der persönliche Steuersatz
  • Bis zum Grundfreibetrag muss keine Steuer auf das Gehalt gezahlt werden

Spitzensteuersatz Grenzsteuersatz Infografik

Was ist der Spitzensteuersatz?

In Deutschland muss jeder Arbeitnehmer Steuern zahlen. Wie viel hängt davon ab, wie hoch das jährliche zu versteuernde Einkommen ist. Denn generell gilt: Wer mehr verdient, muss auch mehr Steuern zahlen. Jeder Arbeitnehmer hat also je nach Einkommen einen festen Steuersatz.

Die gute Nachricht: Die Steuerhöhe ist nicht unendlich. Und so gibt es auch einen Maximalbetrag für die jährliche Steuerhöhe – also den Spitzensteuersatz. Im Jahr 2021 beträgt dieser 42 Prozent.

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Exkurs: Was ist das zu versteuernde Einkommen?

Das zu versteuernde Einkommen (zvE) ist nicht gleich das jährliche Bruttoeinkommen. Viel mehr zieht das Finanzamt bei der Berechnung des zvE alle Ihre absetzbaren Kosten ab. Dazu gehören neben Werbungskosten unter anderem auch Sonderausgaben, und außergewöhnliche Belastungen. Der Betrag, der am Ende übrigbleibt, ist Ihr zu versteuerndes Einkommen.

Wann muss ich den Spitzensteuersatz zahlen?

Im Jahr 2021 muss jeder Arbeitnehmer den Spitzensteuersatz zahlen, der pro Jahr 57.919 Euro verdient. Immerhin: Im Jahr 2020 galt noch eine Einkommensgrenze von 57.052.

Aber Achtung: Auch hier ist das zu versteuernde Einkommen gemeint! Ihr Brutto liegt über der Grenze? Dann kann es sein, dass Sie nach allen Abzügen trotzdem noch nicht den Spitzensteuersatz zahlen müssen.

Beispiel

Stefanie verdient pro Jahr 60.000 Euro brutto. Abzüglich aller Ausgaben berechnet das Finanzamt für Sie ein zu versteuerndes Einkommen von 52.000 Euro.

 Ergebnis:  Obwohl Stefanie mit ihrem Brutto oberhalb der Grenze liegt, muss sie noch nicht den Spitzensteuersatz von 42 Prozent zahlen.

Spitzensteuersatz Reichensteuer

Reichensteuer

Neben dem Spitzensteuersatz gibt es für die, die besonders gut verdienen, einen noch höheren Steuersatz. Wer jährlich mindestens 274.613 Euro verdient, muss 45 Prozent Steuern zahlen.

Was ist der Grenzsteuersatz?

Wie bereits erwähnt, steigt mit dem Einkommen auch der Steuersatz. Und hier kommt der Grenzsteuersatz ins Spiel. Denn dieser legt fest, wie viel Steuern Sie zahlen müssen, wenn Sie mehr verdienen würden. Das ist also sozusagen Ihr persönlicher Spitzensteuersatz.

Beispiel

Stefan hat ein zu versteuerndes Einkommen von 45.000 Euro. Dafür zahlt er 10.111 Euro Steuern. Hätte er ein zvE von 46.000 Euro, würde auch seine Steuerlast steigen. Sein Grenzsteuersatz liegt bei etwa 36,6 Prozent.

 Ergebnis:  Bekommt Stefan eine Gehaltserhöhung, durch die sein zvE auf 46.000 Euro steigt, würde die Differenz (46.0000 Euro – 45.000 Euro = 1.000 Euro) mit 36,6 Prozent besteuert werden.

Muss ich immer Steuern zahlen?

Zum Glück müssen Sie nicht in jedem Fall auf Ihr Gehalt Steuern zahlen. Denn: In Deutschland gibt es den Grundfreibetrag. Das ist eine Grenze, bis zu der gar keine Steuern anfallen. Im Jahr 2021 beträgt der Grundfreibetrag 9.744 Euro. Für das Jahr 2020 waren es 9.408 Euro. Erst wenn Sie mehr verdienen, werden von Ihrem Gehalt Steuern abgezogen.

Kann es sein, dass ich zu viel Steuern gezahlt habe?

Ob Spitzensteuersatz oder nicht: Natürlich kann es passieren, dass im Laufe des Jahres mehr Lohnsteuer einbehalten wurde, als Sie eigentlich zahlen müssten. Dadurch hatten Sie zwar unterjährig weniger Netto auf dem Konto, doch verloren ist das Geld nicht. Doch dafür müssen Sie selbst aktiv werden. Denn das Finanzamt prüft nur, ob Sie zu viel gezahlt haben, wenn Sie eine Steuererklärung einreichen.

Unser Tipp: Machen Sie ganz einfach Ihre Steuererklärung mit WISO Steuer und lassen Sie das Programm für Sie berechnen, ob Sie Steuern erstattet bekommen. Wenn ja, können Sie Ihre Steuererklärung ganz bequem beim Finanzamt einreichen. Fall Sie keine Erstattung erhalten oder sogar eine Nachzahlung droht, haben Sie trotzdem keinen Nachteil. Denn Sie müssen keine Steuererklärung abgeben, wenn Sie eine Nachzahlung befürchten. Das gilt natürlich nicht, wenn Sie zur Abgabe verpflichtet sind oder das Finanzamt Sie dazu aufgefordert hat.

Kann ich meine Steuerhöhe berechnen?

Sie möchten wissen, wie viel Netto übrigbleibt? Mit dem Brutto-Netto-Rechner von WISO Steuer können Sie ganz bequem ermitteln, wie viel am Ende auf Ihrem Konto landet. Geld zurück holen Steuer Banner

Quelle: BMF

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