Studienkosten absetzen

Was die aktuelle Rechtsprechung für Sie bedeutet


Von A wie Arbeitsmittel bis Z wie Zweitwohnung – Ein Studium ist nicht nur fachlich, sondern vor allem auch finanziell für viele eine Herausforderung. Jahrelang lief der Rechtsstreit über die Frage, wie Studenten ihre Studienkosten in der Einkommensteuer absetzen können – und die Betroffenen wurden im Unklaren gelassen. Doch seit dem 10. Januar 2020 gibt es endlich Gewissheit: Das Bundesverfassungsgericht hat sein lang ersehntes Urteil gefällt. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Studienkosten in eine Steuererstattung verwandeln können.

Studienkosten in der Steuererklärung

Wie Sie Studienkosten absetzen können, hängt davon ob, ob es sich um Ihr Erst- oder Zweitstudium handelt. Denn es gilt: Für Bachelorstudenten ist nur der Abzug als Sonderausgaben möglich. Masterstudenten können Ihre Kosten weiterhin als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben.

Sonderausgaben versus Werbungskosten

Bisher wurde diskutiert, ob die Kosten für ein Erststudium als Sonderausgaben oder Werbungskosten in der Steuererklärung angegeben werden können. Mit dem Ansatz als Werbungskosten können Studienkosten unbegrenzt berücksichtigt werden. Darüber hinaus kann ein Verlustvortrag die Steuerlast zukünftiger Jahre mindern.
Sonderausgaben hingegen können nur im aktuellen Jahr berücksichtigt werden. Sie wirken sich also nur aus, wenn Sie tatsächlich Steuern zahlen und diese nicht schon aufgrund des Grundfreibetrags oder anderer Werbungskosten zurückbekommen.
Laut Gesetz konnten Sie bisher nur Kosten für ein Zweitstudium, also zum Beispiel für einen Master-Studiengang als Werbungskosten abziehen. Dagegen hatten allerdings mehrere Steuerpflichtige geklagt. Die aktuelle Rechtslage sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, da Studenten von Erststudiengängen klar benachteiligt würden. Die Klagen gelangten dann bis zum Bundesverfassungsgericht, das letztendlich eine Entscheidung im jahrelang schwelenden Rechtsstreit treffen musste.

Das letzte Wort hat das Bundesverfassungsgericht

Das Urteil fiel am 10. Januar 2020 und führte zu großer Enttäuschung unter Studenten:
An der bisherigen Rechtslage wird weiter festgehalten. Das Bundesverfassungsgericht begründet seine Entscheidung damit, dass die Voraussetzung für den Ansatz als Werbungskosten eine berufliche Veranlassung ist. Das Gericht sieht bei Erststudiengängen allerdings einen untergeordneten beruflichen Zusammenhang. Im Gegenteil: Die Kosten seien eher der privaten Lebensführung zuzuordnen, da im Erststudium mehr allgemeine Kompetenzen vermittelt würden. Es sei darüber hinaus eher prägend für die Persönlichkeitsentwicklung des Studenten, als für dessen spätere Karriere. Damit wäre die Behandlung als Sonderausgaben – und damit die Unmöglichkeit eines Verlustvortrags – gerechtfertigt.

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Erststudium

Um ein Erststudium handelt es sich, wenn Sie vorher noch keine Berufsausbildung und noch kein Studium abgeschlossen haben. Egal wie oft Sie den Studiengang wechseln: Das Studium bleibt so lange Erststudium, bis Sie einen Abschluss erlangen. Selbst, wenn Sie Ihr Abitur an einem berufsbildenden Gymnasium erworben haben, zählt jeder darauffolgende Studiengang als Erststudium. Bei Studiengängen, wie z.B. dem Jurastudium, stellt der Teil bis zum ersten Staatsexamen das Erststudium dar.

Kosten für Ihr Erststudium dürfen Sie nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nur als Sonderausgaben berücksichtigen. Grundsätzlich können Sie dabei die gleichen Ausgaben ansetzen wie für ein Zweitstudium. Allerdings mit zwei deutlichen Nachteilen: Studienkosten können jährlich nur bis zu maximal 6.000 Euro als Sonderausgaben angegeben werden. Dadurch gehen vermutlich einige Kosten ganz unter. Darüber hinaus führt ein Sonderausgabenabzug bei Studenten nur in seltenen Fällen zu einer Steuererstattung. Voraussetzung wäre, dass Sie während des Studiums schon Steuern gezahlt haben. Und zwar so viel, dass nach Abzug des Grundfreibetrags und eventueller anderer Werbungskosten noch eine Steuerlast übrig bleibt. Erst dann könnten die Studienkosten Ihnen die Steuer zurück aufs Konto holen.

Ausnahme: Duales Studium

Duale bzw. berufsbegleitende Studiengänge, die gewöhnlich im Rahmen eines Dienstverhältnisses absolviert werden, sind per Definition ein Erststudium. Da hier allerdings ein klarer Zusammenhang zum Beruf besteht, können die Ausgaben als Werbungskosten berücksichtigt werden. Hier gilt der Betrieb als erste Tätigkeitsstätte. Fahrten und Aufenthalte an der Uni werden nach dem Reisekostenrecht angesetzt.

Zweitstudium

Ein Zweitstudium bzw. weiteres Studium setzt den Abschluss eines früheren Studiums voraus.
Ein Zweitstudium muss also nicht zwingend ein Master-Studiengang sein. Haben Sie zum Beispiel bereits einen Bachelor-Abschluss an einer Hochschule erlangt, aber entscheiden sich dafür, einen weiteren Bachelorstudiengang zu belegen, so zählt dieser als Zweitstudium. Dasselbe gilt, wenn Sie zwei Studiengänge parallel studieren und einen früher abschließen als den anderen. Für den Zeitraum, ab dem Sie den ersten abgeschlossen haben, gilt der zweite Studiengang als Zweitstudium. Auch Zusatz-, Aufbau- oder Ergänzungsstudiengänge, eine Promotion oder MBA-Studium sind als weiteres Studium zu werten. Wurden Sie durch einen Abschluss (z.B. erstes Staatsexamen bei Jurastudenten) qualifiziert, ein Referendariat zu beginnen, so zählt das Referendariat als Zweitstudium.

Kosten für ein Zweistudium gelten als beruflich veranlasst, da Sie dadurch meistens eine konkrete berufliche Laufbahn erreichen wollen. Deswegen können Sie die Ausgaben in der Steuererklärung als Werbungskosten ansetzen und so die Besteuerungsgrundlage mindern. Am Ende des Jahres winkt dadurch eine Erstattung, wenn Sie bereits Steuern gezahlt haben. Aber auch ohne laufende Einnahmen, sind die Kosten nicht vergebens: Entsteht Ihnen beim Abzug der Werbungskosten ein Verlust, so kann dieser in folgende Steuererklärungen mitgenommen werden. Ein solcher Verlustvortrag wird mit künftigen Einnahmen verrechnet und beschert Ihnen eine Erstattung in der Zukunft.

Erst Ausbildung, dann Studium?

Kein Problem! Eine abgeschlossene Erstausbildung zählt genauso wie ein abgeschlossenes Erststudium. Jedes auf die Ausbildung folgende Studium stellt eine Zweitausbildung dar. Die Kosten werden wie Ausgaben für ein Zweitstudium behandelt. Sie können sie als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben. Um eine Erstausbildung handelt es sich bei Vollzeit-Ausbildungen mit einer Mindestdauer von 12 Monaten. Am Ende der Ausbildung muss ein Abschluss erworben worden sein.

Welche Studienkosten kann ich absetzen?

Grundsätzlich können Sie sowohl beim Erst- als auch beim Zweitstudium alle Kosten ansetzen, die Sie für das Studium hatten. Beim Erststudium werden sie als Sonderausgaben auf 6.000 Euro pro Jahr gedeckelt. Keine Beschränkung haben Sie stattdessen bei den Werbungskosten im Zweitstudium. Wichtig ist, dass Sie die Kosten selbst getragen haben. Wurden Ihnen Beiträge im Rahmen einer staatlichen Förderung erstattet, können diese nicht mehr angegeben werden. Eine Finanzspritze von den Eltern hingegen müssen Sie nicht abziehen.
Insbesondere für folgende Kostenpunkte kommt ein Steuerabzug in Frage:

Studium: Kosten absetzen Infografik

Studienkosten absetzen: Diese Kosten können Sie in der Steuererklärung angeben

Semesterbeiträge & Studiengebühren

Das können Studiengebühren oder Semesterbeiträge, aber auch Gebühren für Aufnahmetests, Seminare, Repetitorien, Prüfungen oder Leihgebühren der Bibliothek sein.

Fahrtkosten und Semesterticket

Die Universität bzw. Hochschule stellt Ihre erste Tätigkeitsstätte dar. Damit können Sie Fahrtkosten mit einer Pauschale von 30 Cent pro Kilometer ansetzen. Es zählt aber immer nur der einfache Weg (nicht Hin- und Rückweg). Die Pauschale können Sie unabhängig davon ansetzen, mit welchem Verkehrsmittel Sie unterwegs waren.

Sind Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs? Wenn Ihre Kosten für Fahrkarten bzw. Semesterticket höher waren, als die errechnete Kilometerpauschale, können Sie die tatsächlichen Kosten ansetzen.

Nicht mit dem eigenen PKW unterwegs?
Wenn Sie nicht mit dem eigenen PKW zur Uni gefahren sind, können Sie die Pauschale und Fahrkarten maximal in einer Höhe von 4.500 Euro ansetzen.

Schreibtisch und Regal

Wenn Sie nicht ständig in der Bibliothek lernen wollen, haben Sie sich sicher zu Hause ein Arbeitszimmer eingerichtet. Die Kosten für Schreibtisch, Bürostuhl & Co können Sie mit dem Anteil der Nutzung fürs Studium angeben. Dabei können Gegenstände bis zu 952 Euro (brutto) sofort abgezogen werden. Waren sie allerdings teurer, müssen die Kosten im Rahmen der Abschreibung über mehrere Jahre verteilt werden.

Laptop oder Computer

Studieren ohne einen Computer? Heutzutage undenkbar. Deshalb können Sie die Ausgaben für einen Laptop oder Computer in der Steuer angeben. Es gelten dabei die gleichen Regeln wie bei den Büromöbeln: Abgezogen darf jeweils nur der Anteil Ihrer Nutzung für das Studium. Sofort abziehbar sind Kosten bis zu 952 Euro (brutto). Waren die Geräte teurer, müssen Sie die Ausgaben über 3 Jahre verteilen.

Arbeitszimmer

Bildet Ihr Arbeitszimmer zu Hause den Mittelpunkt Ihres Studiums bzw. Ihrer Arbeit berufsbegleitenden Studiengängen, können Sie die Kosten hierfür bis zu 1.250 Euro absetzen. Zu den  Kosten zählen z.B. die anteiligen Miet- oder Stromkosten. Voraussetzung ist, dass Sie das Arbeitszimmer zu mindestens 90 Prozent für das Studium oder die berufliche Tätigkeit nutzen.

Fachbücher, Kopien und Co

Hier lohnt sich jeder Kassenzettel: Fachbücher, Zeitschriften, Büromaterial, Drucker- und Kopierkosten oder die Kosten für das Binden für Abschlussarbeiten können deine Steuer mindern.

Studienreisen und Exkursionen

Studienreisen und Exkursionen werden hier wie Dienstreisen behandelt. Wenn Sie Kosten dafür selbst getragen haben, können Sie Hin- und Rückweg mit der Kilometerpauschale angeben. Auch Übernachtungskosten sind ansetzbar. Mussten Sie sich selbst um die Verpflegung kümmern, können Sie für jeden Tag eine Verpflegungspauschale geltend machen. Natürlich sind darüber hinaus noch Eintrittsgelder für Ausstellungen oder Teilnahmegebühren für Vorträge  steuerbegünstigt.

Zweitwohnung

Unter der Woche am Studienort, aber am Wochenende wieder nach Hause? Kosten für Ihre Zweitwohnung am Studienort können Sie als Kosten der doppelten Haushaltsführung ansetzen. Voraussetzung dabei ist, dass Sie entweder parallel eine eigene Wohnung an einem anderen Ort haben. Auch eine abgetrennter Wohnraum bei den Eltern zählt als eigene Wohnung, wenn Sie sich zudem finanziell im Haushalt Ihrer Eltern beteiligen. Bewohnen Sie stattdessen Ihr altes Kinderzimmer im Elternhaus, so können keine Kosten für die doppelte Haushaltsführung abgesetzt werden.

Zinsen fürs BAföG

Ein Studium finanziert sich nicht von allein. Bekommen Sie Unterstützung durch BAföG oder haben Sie einen Studienkredit aufgenommen, können Sie die Zinsen hierfür ansetzen. Das gilt auch, wenn Sie das Darlehen erst nach dem Abschluss zurückzahlen.

Was passiert beim Fernstudium?

Das Fernstudium verhält sich aus steuerlicher Sicht wie ein gewöhnliches Studium. Das bedeutet, dass Sie alle oben genannten Kosten auch auch bei Ihrem Fernstudium ansetzen können. Einziger Unterschied: Die Hochschule gilt hier aber nicht als erste Tätigkeitsstätte. Das heißt, dass besonders Reisekosten für Fahrten, Übernachtung und Verpflegung hier wichtig werden. Denn hier genießen Sie die Vorteile einer Dienstreise.

Aber Achtung: Auch beim Fernstudium wird nach Erst- und Zweitstudium unterschieden.

 Wie kann ich einen Verlustvortrag machen?

Den Verlustvortrag machen Sie ganz einfach über Ihre Steuererklärung. In dieser geben Sie in der Anlage N unter “Fortbildungskosten” Ihre Studienkosten an. In der Kopfzeile des Mantelbogens müssen Sie dann nur noch ein Häkchen bei „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags“ setzen – fertig. Alle nützlichen Tipps und Infos erfahren Sie in folgendem Video:

Steuererklärung nachholen

Sie haben erst jetzt von der Möglichkeit erfahren, Studienkosten bei der Steuer anzugeben? Ihre Chance auf eine Steuererstattung ist noch nicht vertan. Die Einkommensteuererklärung können Sie noch für die letzten vier Jahre einreichen, wenn Sie bisher noch keine abgegeben haben. Im Jahr 2020 können Sie also die Jahre 2019, 2018, 2017 und 2016 noch abgeben. Etwas mehr Zeit haben Sie, wenn Sie wissen, dass Sie durch den Werbungskostenabzug einen Verlust erklären können. Die Verlustfeststellung kann noch für die letzten sieben Jahre, also im Jahr 2020 für die Jahre 2019 bis 2013 erfolgen, wenn Sie bisher keine Steuererklärung eingereicht haben.

Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.
Übrigens: In unserer Steuer-Software finden Sie eine ausführliche Hilfe und Tipps zu allen Themen rund um Ihre Steuererklärung.

52 Kommentare

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  1. 1
    Felix

    Lieber Alexander Müller,
    Sie haben Stefan ja schon geantwortet, dass das Physikum bei Medizin nach 2 bzw. 3 Jahren nicht als eine Art Erstausbildung angesehen werden kann, obwohl man dann eigentlich durch Famulaturen (Praktika) in ausgewählten medizinischen Bereichen seine Berufsbahn ebnet….aber gut. Wie sieht es denn aus mit dem zweiten Staatsexamen? Dies ist bei allen Studenten nach 5 Jahren (so wie das erste bei den Juristen). Im Anschluss MUSS man beispielsweise sein Tertial wählen, was logischerweise direkt in seiner künftigen Berufsausübung gründet. Ist da etwas zu holen?
    Viele Grüße
    Felix

    • 2
      Carina Hagemann

      Hallo Felix,

      im Jura-Studium gelten für das Staatsexamen folgende Regelungen: Das erste Staatsexamen stellt einen berufsqualifizierenden Abschluss dar. Damit kann es mit einer Erstausbildung bzw. einem Erststudium gleichgesetzt werden. Diese Ausgaben sind als Sonderausgaben beschränkt abzugsfähig. Aufwendungen im Rahmen des zweiten Staatsexamens hingegen sind als Werbungskosten zu berücksichtigen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist von steuernsparen

  2. 3
    Herr Schmitt

    Guten Tag,
    zwischen den Jahren 2011 bis 2013 habe ich mein Masterstudium (Zweitstudium) absolviert. In diesen Jahren hatte ich keine Einnahmen und weiß daher durch Werbungskostenabzug einen Verlust erklären zu können. Die Steuererklärung 2014 war meine erste Steuererklärung.
    Meine Frage: Mein Steuerbescheid 2018 (Steuerjahr 2018) ist aufgrund eines von mir eingereichten Änderungsantrags noch nicht rechtskräftig. Besteht aufgrund dieser noch nicht eingetretenen Rechtskraft für mich noch die (formelle) Möglichkeit eine Verlustfeststellung für das Jahr 2012 zu erklären (im Rahmen der Steuererklärung 2018).

    Vielen Dank und viele Grüße
    K. Schmitt

    • 4
      Carina Hagemann

      Guten Tag Herr Schmitt,

      die Festsetzungsfrist für die Einkommensteuererklärung beträgt 4 Jahre. Das bedeutet, dass Sie in diesem Jahr (2020) neben der Erklärung für 2019 auch noch für die Jahre 2018, 2017 und 2016 rückwirkend eine Steuererklärung abgeben können. Im Falle einer Verlustfeststellung (z. B. aus Studienjahren) beträgt die Festsetzungsfrist 7 Jahre. In diesem Fall können Sie auch noch für die Jahre 2015, 2014 und 2013 eine Steuererklärung einreichen. Ein Verlust wird dadurch festgestellt, dass Sie für das entsprechende Verlustjahr eine eigene Steuererklärung abgeben. Im Formular wählen Sie zur Verlustfeststellung im Mantelbogen ESt1A das entsprechende Kästchen “Antrag auf Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags” aus. WISO Steuer stellt diesen Antrag automatisch für Sie, sobald sich ein Verlust errechnet.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist von steuernsparen

  3. 5
    Heinz

    Hallo,
    Welche Kosten kann ich von der Steuer absetzen, wenn das Kind älter als 25 Jahre ist und somit kein Kindergeld mehr gezahlt wird?
    Zahlung des vollen Bafög-Satzes erfolgt durchgehend.
    Bis zu welchem Alter kann ich die Zahlungen an mein Kind absetzen?
    Sind dies Unterhaltszahlungen?

    • 6
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      bitte beachten Sie, dass ich Ihnen aus rechtlichen Gründen für Ihren Einzelfall keine Steuerberatung anbieten darf.
      Grundsätzliches zu Unterhaltszahlungen an Kinder können Sie in unserem Beitrag zur Düsseldorfer Tabelle nachlesen.
      Im Allgemeinen ist es nicht möglich, die Studienkosten von Kindern in der eigenen Steuererklärung zu berücksichtigen. In der Regel besteht hierfür nämlich auch bei volljährigen Kindern noch ein Anspruch auf Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag. Solange Anspruch auf Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag besteht, können auch Unterhaltszahlungen an die Kinder steuerlich nicht berücksichtigt werden. Nur, wenn der Anspruch nicht mehr besteht, aber Unterhalt geleistet wird, können diese Ausgaben als außergewöhnliche Belastugen in der Steuererklärung des Zahlenden geltend gemacht werden. Hierfür gibt es einen Höchstbetrag von 9.408 Euro pro Jahr (Stand 2020). Ein eigenes Einkommen des Kinders ab 624 Euro im Jahr (Stand 2020) kürzt diesen Höchstbetrag allerdings.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  4. 7
    Markus

    Liebes Team,
    Ich habe eine Frage zum Haken “Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags”.
    Ich erstelle meine Steuererklärungen für das Jahr 2019 und 2018 und möchte die Studienkosten meines Masters und Auslandssemesters aus dem Jahr 2018 steuerlich vortragen. Ich erstelle beide Steuererklärungen mit Ihrer Online-Version WISO Steuer:Web. Leider kann ich den Haken “Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags” in der Steuererklärung für 2018 nicht finden. Ist der Haken in der Online Version überhaupt zu finden? Kann ich am Erstattungsbetrag erkennen, ob er gesetzt ist?

    Außerdem: Muss ich mit meiner Steuererklärung 2019 warten, bis der Verlust für 2018 festegestellt wurde? Oder kann ich beide Erklärungen gleichzeitig abgeben?
    Besten Dank im Voraus!

    • 8
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      Unser Programm WISO steuer:Web erkennt automatisch anhand der Berechnung, ob es sich bei Ihrem Fall um einen Verlustvortrag handelt.
      Der entsprechende Haken im Formular wird dann bei der Abgabe gesetzt.
      Bei weiteren Fragen rund um die WISO Steuerprogramme helfen Ihnen unsere Kollegen im Kundencenter gerne weiter.

      Zu Ihrer zweiten Frage: Ja, Sie können die Steuererklärungen für beide Jahre gleichzeitig abgeben.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  5. 9
    Andreas

    Hallo ich habe von 2014 bis 2019 mein Master-Studium gemacht. Da ich keine Einnahmen hatte, habe ich in dieser Zeit auch nie eine Steuererklärung abgegeben. Jetzt möchte ich dieses Studium geltend machen. Bedeutet das, dass ich jetzt alle Steuererklärungen für diesen Zeitraum nachholen muss? Oder lässt sich das gesamte Master Studium in der Steuererklärung 2020 unterbringen?
    Vielen Dank und beste Grüße
    Andreas

    • 10
      Carina Hagemann

      Hallo Andreas,

      eine “zusammenfassende” Steuererklärung für Ihr Master-Studium ist leider nicht möglich.
      Die Einkommensteuererklärung kann immer nur für ein Kalenderjahr abgegeben werden.
      Dabei sind nach dem Zufluss- und Abflussprinzip alle zu- und abgeflossenen Einnahmen und Werbungskosten nach ihrem Zahlungszeitpunkt zu berücksichtigen.
      D. h. alle Einnahmen und Werbungskosten, die vom 01.01-31-12.2019 geflossen sind, müssen in die Einkommensteuererklärung 2019,
      die aus dem Jahr 2018 in die ESt-Erklärung 2018 etc.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  6. 11
    SteuerAnfängerin

    Guten Tag, ich habe eine Frage zum Verlustvortrag, um Studienkosten des Zweitstudiums als Werbungskosten abzusetzen. Kann ich diesen rückwirkend geltend machen, auch wenn ich bereits eine erste Steuererklärung (für ein späteres Jahr) eingereicht habe?
    Beispiel: Ich reiche jetzt (2020) für 2019 meine erste Steuererklärung ein, da ich 2019 erstmals ein Gehalt hatte. Meinen Verlustvortrag für die vergangenen Jahre möchte ich allerdings erst für nächstes Jahr geltend machen, da ich für 2019 aufgrund des späten Arbeitseinstiegs und Eheschließung sowieso fast alle Steuern zurück bekomme. Für die Vorjahre (Studienjahre ohne Einkommen) wurde noch keine Steuererklärung eingereicht. Kann ich meinen Verlustvortrag in meiner Steuererklärung für 2020 geltend machen? Oder muss dies in der ersten “beruflichen” Einkommenssteuererklärung geschehen?
    Hier eine zweite Frage: Ich werde meine Steuererklärung mit der Wiso-Software einreichen. Darf meine Schwester ebenfalls die Software für ihre Steuererklärung benutzen?
    Vielen Dank für die Antwort im Voraus!

    • 12
      Carina Hagemann

      Hallo,

      um einen Verlustvortrag zu erhalten, muss der Verlust zunächst festgestellt werden. Das geht dadurch, dass Sie eine Steuererklärung für das Verlustjahr abgeben.
      Einen Verlust für das Jahr 2018 erklären Sie also dadurch, dass Sie für das Jahr 2018 eine Steuererklärung abgeben.
      Das Finanzamt stellt den Verlust dann mit einem Verlustfeststellungsbescheid fest.
      Allerdings dürfen Sie nicht entscheiden, in welches Jahr der Verlust vorgetragen wird. Das Finanzamt wird den Verlust automatisch mit positiven Einkünften aus einem folgenden Jahr verrechnen.

      Für Fragen rund um unsere WISO Steuerprogramme wenden Sie sich gerne an unser Kundencenter. Unsere Kollegen dort helfen Ihnen gerne weiter.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  7. 13
    Althaus

    Hallo
    Meine Tochter hat vor 3 Jahren eine Ausbildung als Kauffrau im Gesundheitswesen mit gleichzeitigem Wochenendstudium an der FOM begonnen. Ihr Ausbildungsgehalt ist gering so dass sie keine Steuern bezahlt. Kann sie die Kosten für ihr Studium in ihrer ersten Steuerklärung also nach Beendigung ihrer Ausbildung unter Werbungskosten absetzen.

    • 14
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Frage.
      Grundsätzlich ist es so, dass Werbungskosten und Sonderausgaben nur im Zeitpunkt der Zahlung angesetzt werden können.
      Das heißt, dass es leider nicht möglich ist, mit dem Ansatz zu warten, bis sich die Ausgaben steuerlich auswirken.
      Für den Fall, dass die Ausbildungskosten als Werbungskosten abzugsfähig sind, kommt allerdings ein Verlustvortrag in Betracht.
      Das bedeutet: Sind die Werbungskosten höher als die Einnahmen, entsteht ein Verlust. Dieser kann durch Abgabe einer Steuererklärung vom Finanzamt festgesetellt werden.
      Der Verlust wird dann in späteren Steuerjahren von positiven Einkünften abgezogen, sodass sich dann eventuell eine Steuerersparnis ergibt.
      Der Verlust wirkt sich allerdings auch nur dann aus, wenn auf das Einkommen bereits Steuern gezahlt werden. Liegt das Einkommen hingegen unterhalb des Grundfreibetrags läuft der Verlustvortrag insoweit ins Leere.
      Im Fall von Sonderausgaben besteht die Möglichkeit eines Verlustvortrags nicht. Zudem ist der Abzug der Ausbildungskosten im Steuerjahr auf 6.000 Euro beschränkt.

      Hier nochmal eine Übersicht, in welchen Fällen Ausbildungskosten als Sonderausgaben oder Werbungskosten abzugsfähig sind:
      Sonderausgaben:
      – Erststudium, nicht berufsbegleitend
      – Erstausbildung, nicht berufsbegleitend
      Werbungskosten:
      – Erststudium, dual/ berufsbegleitend
      – Erstausbildung, dual/ berufsbegleitend
      – Zweitstudium
      – Zweitausbildung
      – Fortbildung

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  8. 15
    Anna

    Hallo, ich habe nein Telefon sowohl für die Arbeit als auch für die Uni angeschafft und benutzt. Darf ich die Kosten also 2x angeben?
    Danke und Grüße

    • 16
      Carina Hagemann

      Hallo,

      vielen Dank für Ihre Frage.
      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihnen im Einzelfall keine Steuerberatung anbieten darf. Ich versuche allerdings Ihre Frage dadurch zu beantworten, Ihnen die allgemeinen Vorschriften zu erläutern.
      Grundsätzlich sind alle Ausgaben, die Sie im Zusammenhang mit Ihrem Beruf haben als Werbungskosten absetzbar. Dazu zählen auch die Ausgaben, die Sie im Zusammenhang mit einer Fortbildung bzw. einer Zweitausbildung/ Zweitstudium haben. Typischerweise zählen auch Anschaffungskosten für Arbeitsmittel als auch Telefon- und Internetkosten zu den Werbungskosten. Berücksichtigt werden darf allerdings immer nur der Teil der Aufwendungen, der tatsächlich auf die berufliche Nutzung entfällt. Eine mehrfache Berücksichtigung der Kosten ist nicht möglich.

      Sind Studienkosten als Werbungskosten abzugsfähig darf der Teil der Kosten für das Arbeitsmittel angesetzt werden, zu dem das Arbeitsmittel insgesamt beruflich (für Job und Studium) genutzt wird.
      Sind Studienkosten allerdings im Rahmen einer Erstausbildung nur Sonderausgaben, müssen die Aufwendungen aufgeteilt werden: Und zwar in einen als Werbungskosten abzugsfähigen beruflich genutzten Teil und einen als Sonderausgaben abzugsfähigen für die Erstausbildung bzw. Erststudium genutzten Teil.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

    • 18
      Alexander Müller

      Hallo Andrea,
      Nein, für das BAföG zählt nur das Einkommen im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Eine Steuererstattung von Einkommensteuer ist in diesem Sinn kein Einkommen und zählt nicht dazu. Die tatsächlich gezahlte Einkommensteuer wird aber bei der Berechnung des Einkommens mit abgezogen. Näheres kannst Du dazu finden direkt bei der https://www.xn--bafg-7qa.de/de/welches-einkommen-wird-angerechnet–377.php.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  9. 19
    Frederik

    Liebes Team,
    für mein Zweitstudium von 2013 bis 2014 (Master) möchte ich einen Verlustvortrag melden. Nun das Problem: Für die Jahre ab 2015 habe ich jeweils schon eine Steuererklärung abgegeben (aber nicht für die Jahre vor 2015). Ist der Verlustvortrag möglich?

    Viele Grüße
    Frederik

    • 20
      Carina Hagemann

      Hallo Frederik,

      eine Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags können Sie für 7 Jahre rückwirkend abgeben. Vorausgesetzt: Sie haben für die Verlustjahre noch keine Einkommensteuererklärung abgegeben.
      Im Jahr 2020 können Sie die Einkommensteuererklärung rückwirkend für die Jahre 2019-2016 abgeben. Eine Verlustfeststellung ist bis 2013 möglich – aber nur für die Jahre, in denen Sie noch keine Einkommensteuererklärung abgegeben haben .

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von steuernsparen

  10. 21
    René Theillout

    Hallo, ich habe gerade die Steuererklärung für meine Tochter gemacht, die zurzeit ein Promotionsstudium macht.
    Unter den Werbungskosten habe ich unter Fortbildungskosten die Ausgaben eingegeben. Damit möchte ich einen
    Verlustvortrag erwirken. Einmal schreiben Sie, dass das Programm dann automatisch das Häkchen bei “Erklärung zur
    Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags” setzt, tut es aber nicht. Auch ist es mir nicht möglich das Häkchen im Programm selbst zu setzen. Was kann man da noch machen? Das Häkchen muss doch gesetzt werden, oder?

    • 22
      Carina Hagemann

      Sehr geehrter Herr Theillout,

      bei Fragen zu unseren Steuerprogrammen können Sie sich gerne an das Kundencenter wenden. Unsere Software- Spezialisten stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  11. 23
    Annika Hill

    Hallo, leider kommt man telefonisch ja gar nicht zu Ihrer Beratung durch. Ich befinde mich im Zweitstudium Vollzeit ohne berufliche Tätigkeit. Dies gilt als Fortbildung, nicht Ausbildung. Wenn ich nun aber ein Arbeitszimmer als Werbungskosten absetzen möchte, steht mir in tax 2020 als Auswahl nur zur Verfügung: 1. beruflich (selbständig); 2. Ausbildung (Sonderausgaben); 3. Vermietung und Verpachtung. Was soll ich denn nun ankreuzen für mein Zweitstudium?
    Außerdem habe ich mich angekreuzt, dass das Arbeitszimmer den Mittelpunkt meiner Tätigkeit darstellt, obwohl ich jeden Tag an die Hochschule fahre. Ich nutze das Arbeitszimmer aber jeden Tag für das Studium auch am Wochenende. Ist das so korrekt?

    • 24
      Alexander Müller

      Hallo sehr geehrte Frau Hill,
      wir bedauern, dass Sie nicht bei der Hotline durchgekommen sind. Leider sind wir nicht die Experten, wenn es um die technischen Finessen unserer Software geht. Da sind Sie beim Kundencenter tatsächlich an der richtigen Adresse.

      Leider verbietet uns auch das Steuerberatergesetz, eine Beratung im Einzelfall durchzuführen – ich bitte da um Ihr Verständnis, wenn ich nur allgemein antworten kann.

      Die Aufwendungen für ein Zweitstudium sind Werbungskosten. Das Arbeitszimmer kann man dann unter dem Begriff “beruflich” eintragen. Beruflich bezieht sich auf eine (angestrebte) nichtselbständige Tätigkeit. Dort wären Sie also an der richtigen Stelle. Wenn sie “Mittelpunkt der Tätigkeit” auswählen, wären die Kosten vollständig absetzbar. Dies geht aber nur, wenn man z.B. ein Autor/Journalist ist und auch der qualitative Schwerpunkt der Arbeit im Arbeitszimmer stattfinden. Das ist bei einem Präsenzstudium nicht der Fall. Wählen Sie hier das “Nein”, kann dann auch nur Maximal 1.250€/Jahr der Kosten für das Arbeitszimmer abziehen.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  12. 25
    vanessa Scheuer

    Liebes Steuerpar-Team
    Ich habe heute(Feb 2020) meine erste Steuererklärung abgegeben und habe nicht an mein Studium gedacht, welches ich im September 2018 (Exmat. im Jan 2019) abgeschlossen habe. Kann ich die Angaben noch nachträglich einreichen oder Lohnt sich das nun nicht mehr/ist nicht mehr möglich da von 2018? Ich hatte auch bis auf Semestergebühren und Bafög keine weiteren Posten.

    mit freundlichen Grüßen
    Vanessa S.

    • 26
      Carina Hagemann

      Hallo Frau Scheuer,
      leider dürfen wir Ihnen keine Auskunft darüber geben, ob sich in Ihrem Fall eine Steuererklärung lohnt. Dahingehend darf Sie leider nur ein Steuerberater beraten.
      Eine Korrektur/ Änderung der Steuererklärung ist grundsätzlich unproblematisch, wenn Sie noch keinen Bescheid vom Finanzamt erhalten haben. Dann tragen Sie in Ihrem Steuerprogramm einfach die gewünschten Daten nach und senden die Erklärung erneut ans Finanzamt.
      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  13. 27
    C. Gandhi

    Ich habe eine Frage zu den Sätzen: “Etwas mehr Zeit haben Sie, wenn Sie wissen, dass Sie durch den Werbungskostenabzug einen Verlust erklären können. Die Verlustfeststellung kann noch für die letzten sieben Jahre, also im Jahr 2020 für die Jahre 2019 bis 2013 erfolgen, wenn Sie bisher keine Steuererklärung eingereicht haben.”

    Kann ich über das WISO steuer:Sparbuch für mein Masterstudium mit Lizenzen für die Steuerjahre 2013, 2014 und 2015, während denen ich nicht steuerpflichtig gearbeitet habe und noch keine Steuererklärung abgegeben habe, auch noch eine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben?

    Falls es über das WISO steuer:Sparbuch mit Lizenzen für die Steuerjahre 2013, 2014 und 2015 möglich ist, eine Steuererklärung für diese Steuerjahre abzugeben:
    – wäre dafür für den Antrag auf Verlustfeststellung in der Kopfzeile des Mantelbogens ein Häkchen bei „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags“ zu machen und zusätzlich die Anlage N auszufüllen?
    – ist es richtig, dass Daten von Bescheinigungen von ELSTER aktuell nur ab dem Jahr 2016 abgerufen werden können?

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Viele Grüße
    C. Gandhi

    • 28
      Alexander Müller

      Sehr geehrte Frau Gandhi,
      vielen Dank für Ihre Frage. Ja, sie haben es genau beschrieben: Häkchen bei “Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags” setzen. Da dies bis zu sieben Jahre rückwirkend möglich ist, wäre es bis 2013 noch möglich. Sie können auch dafür das WISO steuer:Sparbuch nutzen. Sollten sie Fragen technischer Art zum Ausfüllen haben, wenden Sie sich bitten an unsere Hotline:
      02735 90 96 90 – technischer Support / Programmbedienung WISO Steuer-Software
      Den Belegabruf bei den Finanzämtern gibt es bereits seit 2012, aber nur die 4 letzten Jahre werden vorgehalten. Daher haben Sie mit 2016 zum derzeitigen Zeitpunkt recht.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  14. 29
    Astrid Meyer

    Guten Tag,
    ich habe auch noch eine Frage.
    Unser Sohn hat auf Lehramt studiert, also seinen Bachelor gemacht und anschließend den Masterabschluß. Danach das Referendariat. Das Staatsexamen hat er nicht bestanden…. Die Kosten für das Studium hat er immer als Werbungskosten angesetzt, wurde dann vom Finanzamt als Sonderausgabe behandelt. Er hat immer Einspruch eingelegt und es wurde dann als vorläufig eingestuft. Können Sie mir sagen, ob das Masterstudium bei Lehramt dann ein Zweitstudium ist? Vielen Dank… Astrid Meyer

    • 30
      Alexander Müller

      Hallo Frau Meyer,

      sobald eine abgeschlossene Erstausbildung vorliegt (Mindestdauer 1 Jahr, mit Abschluss!) sind die Kosten für jede weitere Ausbildung Werbungskosten (selbst, wenn der Abschluss nicht klappt). Typische Erstausbildung kann ein Bachelor sein, oder auch eine Duale Ausbildung. Ein Masterstudiengang ist dann eine Zweitausbildung.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen.de

  15. 31
    J. Müller

    Hallo,

    Ich habe meinen Bachelorabschluss über eine Fernuni bereits Ende 2017 erlangt. Die Abschlussfeier der Uni fand allerdings erst Anfang 2019 statt, also über ein Jahr später. Hierfür sind mir Fahrtkosten und Hotelübernachtungen entstanden. Kann ich diese auch steuerlich geltend machen weil sie noch im Bezug zum Studium stehen, obwohl dieses bereits vor über einem Jahr abgeschlossen war? Die gesamten Studienkosten habe und konnte ich immer als Werbungskosten steuerlich geltend machen.

    Danke bereits im Voraus für die Antwort.

    • 32
      Carina Hagemann

      Hallo Frau Müller,
      ich würde Ihnen sehr gerne bei Ihrer Frage helfen. Leider sind wir gesetzlich daran gehindert Ihnen hier Auskunft zu geben, da wir keine Steuerberatung anbieten dürfen. Meine Empfehlung: In unserer Steuer-Hilfe finden Sie viele hilfreiche Tipps rund um Ihre Steuererklärung.
      Liebe Grüße,
      Carina Hagemann aus der :buhl-Redaktion

    • 34
      Alexander Müller

      Hallo Frau Meissner,

      Sie haben es richtig beschrieben. Ohne eine vorherige abgeschlossene Ausbildung ist ein erstes Bachelorstudium nur im Rahmen der Sonderausgaben abzugsfähig. Ein Verlustvortrag ist nicht möglich. Anders würde es nur aussehen, wenn das Bachelorstudium im Rahmen einer Dualen Ausbildung absolviert wird (wie im Artikel beschrieben).

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen.de

  16. 35
    S.K.

    Jetzt wurden Bachelor / Master und Jura 1. und 2. Staatsexamen diskutiert, wie sieht es denn mit Vordiplom und Diplom aus für die älteren Studiengänge?

    Mal so gesehen: Ein Bachelor dauert 6 Semester, der Master 4. Im Vordiplom hat man 4 Semester gebraucht und im Hauptstudium dann 6 Semester. Wie ist da die Relationsmäßigkeit?
    Beide Studiengänge Bachelor/ Master und Vordiplom / Diplom dauern 10 Semester.
    Der Master darf nun aber seine 4 Semester als Werbungskosten angeben, der Diplomer sein Hauptstudium aber nicht?

    Kann mich hier jemand erleuchten?

    • 36
      Alexander Müller

      Hallo und vielen Dank für die Frage,

      mit einem Vordiplom erreicht man keinen berufsqualifizierenden Abschluss. Es ist nur eine Art Zwischenprüfung vereinfacht dargestellt. Bei einem Bachelor sieht das anders aus. Daher sind aus steuerrechtlicher Sicht Vordiplom und Bachelor anders zu beurteilen.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist von steuernsparen.de

    • 38
      Alexander Müller

      Hallo Marion, vielen Dank für die Frage.

      Leider ist die Antwort nein. Solange man für die eigenen Kinder noch Kindergeld / Kinderfreibeträge erhält, kann man keine weiteren Ausbildungskosten der Kinder in der eigenen Steuererklärung geltend machen. Der Gesetzgeber will es so, dass mit dem Kindergeld / Kinderfreibeträgen sämtliche Kosten für das Existenzminimum und Betreuung/Erziehung/Ausbildung damit abgedeckt sind. Erst, wenn es kein Kindergeld mehr gibt, gibt es eine Möglichkeit bestimmte Kosten als Unterhalt bei der Steuer geltend zu machen.

      Das Kind kann jedoch eine eigene Steuererklärung abgeben und die Kosten geltend machen. Wenn das Kind aber keine Lohnsteuer in dem Jahr gezahlt hat, gibt es allerdings auch nichts vom Finanzamt zurück.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist von steuernsparen.de

    • 40
      Alexander Müller

      Hallo,

      jede abgeschlossene Ausbildung zählt als Erst-Ausbildung. Das Bachelor-Studium wäre also schon die Zweitausbildung (auch wenn es erst das erste Studium ist). Und alle Kosten der Zweitausbildung können in voller Höhe als Werbungskosten bei der Steuererklärung angesetzt werden.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist von steuernsparen.de

  17. 41
    David

    Kann ein Berufsschüler auch von dieser Sache profitieren? Mir geht es in erster Linie um Fahrtkosten mit dem eigenen Pkw zur Berufsschule (einfache Fahrt 70km). Erste Tätigkeitsstätte ist 14km entfernt (Ausbildungsbetrieb) Wenn ja, wie?! P.S.: Das jährliche Steuerbrutto lag zwischen 5500,- und 8500,-€ –> Lohnsteuer wurde nicht entrichtet.

    • 42
      Alexander Müller

      Hallo David, danke für Deine Frage.

      Leider ist es so: wenn Du keine Steuern zahlen musstest, dann kann man auch keine zurückbekommen. Nur wenn die Kosten höher als die Einnahmen sind, gib es den im Artikel genannten Verlustvortrag.
      Bei einer Ausbildung hat man auch ein “Dienstverhältnis” und das bedeutet, dass man immer sofort alle Kosten in voller Höhe bei der Steuer geltend machen kann.

      Grundsätzlich kann man aber immer eine Steuererklärung abgeben und dann wäre der beschriebene Fall so:
      1. Ausbildungsbetrieb ist die erste Tätigkeitstätte. Dafür setzt man bei der Steuer die “Entfernungspauschale” an: Arbeitstage x einfache Entfernung x 0,30€.
      2. Berufsschule wäre dann eine “Dienstreise”. Dafür kann man ansetzen: Arbeitstage x Hin- und Rückfahrt x 0,30€. War der Tag an der Berufsschule sogar länger als 8 Stunden (Haustür – Schule – Haustür), gibt es sogar 12€ extra für die Tage als Verpflegungspauschale.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen.de

  18. 43
    Reinhold

    Reinhold
    Meine Tochter ist ausgebildete Einzelhandelskauffrau und möchte für ihre berufliche Weiterbildung ein Fernstutium der Psychologie/ oder Sozialwissenschaft studieren mit dem Ziel, später im Betrieb als im HR Bereich – oder Mediatorin zu arbeiten. Kann sie dieses Studium wie ein Zweitstudium behandeln, da dies ja zur beschriebenen Weiterbildung ihrer eingeschlagenen Karriere dient? Oder sind hier Studienabsolventen gleicher gestellt?

    • 44
      Alexander Müller

      Hallo Reinhold,
      vielen Dank für die Frage.

      Genau richtig: jede erste abgeschlossene Ausbildung ist “wie ein Erst-Studium”. Die Zweitausbildung zählt in dem beschriebenen Fall “wie ein Zweitstudium”. Der Betrag zielt vornehmlich auf Studienkosten, ist aber auf jede Ausbildung anwendbar.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen.de

  19. 45
    Stefan

    Haben Medizinstudenten in Bayern eine Möglichkeit das Studium ab dem Physikum als Zweitstudium angerechnet zu bekommen? Bei den Juristen scheint dies ja mit dem Staatsexamen möglich zu sein.

    • 46
      Alexander Müller

      Hallo Stefan,

      das Physikum / Erster Abschnitt der ärztlichen Prüfung ist meines Wissens eine Zwischenprüfung. Es handelt sich damit nicht um einen Berufsabschluss. Daher ist das weitere Studium auch kein Zweitstudium.
      Bei den Juristen sieht es mit dem ersten Staatsexamen anders aus.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist von steuernsparen.de

  20. 47
    Silke Winkelmann

    Ich habe 2 Fragen: kann ich mit der meiner Wiso Software auch die Steuererklärung für meine studierende Tochter vornehmen oder muss eine neue Software erworben werden?
    2. Gilt eine Bachelor Studium nach einer abgeschlossenen Ausbildung zur Industriekauffrau als Zweitstudium?

    • 48
      Alexander Müller

      Hallo sehr geehrte Frau Winkelmann,

      1. die Lizenz des WISO steuer:Sparbuchs umfasst die Abgabe von 5 Steuererklärungen. Sie können also auch die Erklärung für Ihre Tochter damit machen.
      2. Ja, jede weitere Ausbildung nach einer abgeschlossenen Erst-Ausbildung zählt als weitere (Zweit-)Ausbildung. Die Kosten dafür kann man dann als Werbungskosten ansetzen. Begrifflich ist es dann zwar kein “Zweit-Studium”, aber eben eine “Zweit-Ausbildung”. Diese Begriffe benutzt man oft, um eben erste und zweite Ausbildung zu unterscheiden.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist von steuernsparen.de

    • 50
      Alexander Müller

      Hallo, vielen Dank für Deine Frage.

      Ausbildungskosten angeben in der Steuererklärung der Eltern geht leider nicht. Dafür gibt es das Kindergeld / die Kinderfreibeträge. Laut Gesetzgeber sollen damit alle Kosten für das Kind hinsichtlich Existenzminimum / Erziehung / Betreuung / Ausbildung abgegolten sein. Eine Ausnahme gibt es nur bei der Krankenversicherung. Eltern können eventuelle Beiträge des Kindes in ihrer Steuererklärung geltend machen.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist von steuernsparen.de

  21. 51
    J.Surdziel

    Sehr geehrte Damen und Herren. Hier Ihre Text: “Für den Antrag auf Verlustfeststellung verwenden Sie den Mantelbogen und die Anlage N. Im Mantelbogen kreuzen Sie „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags“ an.” Meine Frage ist: wo in Wiso Sparbuch oder in Wiso Steuer rein technisch der Kreuz eingesetzt wird oder Muss ich die Formulare erstmals ausdrücken und manuell ankreuzen?

    • 52
      Michael Schopp

      Hallo Herr Surdziel,

      das WISO steuer:Sparbuch überprüft für Sie welcher Fall vorliegt und setzt dann das Kreuzchen richtig. Sie müssen an dieser Stelle nichts unternehmen.

      Viele Grüße

      Michael Schopp

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