Nur noch wenige Wochen bis zum Jahreswechsel! Mit unseren 8 Steuertipps können Sie im alten Jahr noch einige Hundert Euro sparen.

1. Beauftragen Sie einen Handwerker

Muss das Bad renoviert oder der Flur neu gestrichen werden? Dann holen Sie sich noch in diesem Jahr den Fachmann ins Haus. Handwerkerleistungen unterstützt das Finanzamt mit einem Steuerbonus von 20 Prozent der Kosten, maximal 6.000 Euro. Absetzbar sind hierbei Arbeitslohn, Fahrtkosten und Maschinenmiete. So sichern Sie sich in 2017 bis zu 1.200 Euro Steuervorteil.

In WISO steuer:Web können Sie die Daten in der Rubrik „Handwerkerleistungen“eintragen.

Fallen bei Ihnen noch in diesem Jahr größere Arbeiten an? Dann sollten Sie mal kurz durchrechnen, ob Sie bereits die 6.000 Euro erreicht haben. Falls ja, lohnt es sich, die Zahlung der Rechnung bis ins nächste Jahr hinauszuzögern. Denn die Kosten sind nur im Jahr der Zahlung in der Steuererklärung absetzbar. So geht kein Abzugspotential verloren und Sie sichern sich bereits fürs nächste Jahr eine Steuervergünstigung.

Wichtig: Die Kosten für Handwerker und Co. sind nur absetzbar, wenn Sie die Rechnung nach Erhalt per Überweisung zahlen. Zahlen Sie bar, geht der Steuervorteil ein für alle Mal verloren. Zudem muss die Arbeitsleistung in Ihrem Privathaushalt erbracht werden.

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2. Kaufen Sie schon jetzt das Bahnticket für 2018

Profitieren Sie vom Pendeln und kaufen sich schon jetzt das Jahres-Zugticket für 2018. Den Kaufpreis können Sie dann bereits in der  Steuererklärung 2017 als vorweggenommene Werbungskosten absetzen.

Zusätzlich dazu können Sie die Entfernungspauschale für die Fahrten zur Arbeit für das Jahr 2017 beanspruchen. Die Bündelung der Fahrtkosten bringt für Sie einen satten Steuervorteil mit der nächsten Steuererklärung. Heißt aber auch: einen geringeren Steuervorteil in 2018.

3. Bündeln Sie Krankheitskosten

Haben Sie sich in diesem Jahr schon eine neue Brille zugelegt? Dann sollten Sie sich überlegen, ob Sie noch schnell beim Zahnarzt einen Termin für die teure Behandlung ausmachen. Denn Krankheitskosten wirken sich erst ab einer gewissen Grenze steuermindernd als außergewöhnliche Belastung aus – und diese können Sie meist nur durch Bündelung der Ausgaben erreichen.

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Hatten Sie in diesem Jahr kaum Ausgaben für Ihre Gesundheit? Dann verschieben Sie große Anschaffungen doch lieber auf nächstes Jahr – damit es sich auch richtig lohnt.

4. Spenden Sie an Verein oder Partei

Pünktlich zur Weihnachtszeit rieseln wieder die Spendenaufrufe in die Briefkästen. Doch warum nicht Gutes tun und gleichzeitig Steuern sparen? Wer sich großzügig zeigt, kann den Fiskus an den Kosten beteiligen, denn Zahlungen an gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Organisationen dürfen als Sonderausgaben abgezogen werden.

Spenden und Mitgliedsbeiträge sind bis zu einer Höhe von 20 Prozent Ihrer gesamten Einkünfte als Sonderausgaben abzugsfähig. Spenden bis 200 Euro können dem Finanzamt meist formlos über den Kontoauszug nachgewiesen werden. Bei höheren Beträgen müssen Sie eine Zuwendungsbestätigung mit der Steuererklärung einreichen.

5. Versöhnen Sie sich mit Ihrem Partner

Sie leben von Ihrem Ehepartner offiziell getrennt? Dann können Sie die Vorteile des Ehegattensplittings nicht nutzen. Wenn Sie sich jedoch beide versöhnen wollen, sollten Sie das noch in diesem Jahr tun – und auch direkt wieder zusammenziehen.

Denn selbst wenn Sie nur einen Tag in 2017 mit Ihrem Ehepartner zusammengelebt haben, können Sie wieder die Zusammenveranlagung und damit den günstigen Splittingtarif wählen.

6. Geben Sie Steuererklärungen rückwirkend ab

Wussten Sie, dass Sie jetzt noch Ihre Steuererklärung für 2013 abgeben können? Vorausgesetzt, Sie sind Arbeitnehmer ohne weitere Nebeneinnahmen. Dann haben Sie vier Jahre Zeit, um freiwillig eine Steuererklärung abzugeben. Und das lohnt sich: mit den Steuerprogrammen von WISO bekamen Steuerzahler im Schnitt ganze 1.400 Euro Steuererstattung zurück!

Wenn Sie also beispielsweise für das Steuerjahr 2013 noch keine Steuererklärung abgegeben haben können Sie noch bis zum 31.12.2017 eine Antragsveranlagung einreichen – und die Steuererstattung einstreichen.

7. Fordern Sie Kindergeld nach

Eltern haben nach der Geburt ihres Kindes eigentlich besseres zu tun als Behördengänge zu erledigen. Haben Sie es bisher versäumt, für Ihren Nachwuchs Kindergeld zu beantragen? Wenn Sie bis Ende Dezember einen Antrag stellen, können Sie die Unterstützung rückwirkend für die vergangenen vier Jahre einfordern.

Doch damit sollten Sie sich spurten: Ab Januar 2018 ist das nur noch für sechs Monate rückwirkend möglich. Wer sich länger mit dem Antrag Zeit lässt, erhält nur die laufenden Zahlungen.

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8. Sichern Sie sich die Wohnungsbauprämie

Sie haben einen Bausparvertrag abgeschlossen? Und Ihr zu versteuerndes Einkommen liegt nicht über der maßgeblichen Grenze von 25.600 Euro bzw. bei Verheirateten 51.200 Euro? Dann haben Sie Anspruch auf die Wohnungsbauprämie. Diese beträgt 8,8 Prozent auf alle Einzahlungen bis maximal 512 Euro bzw. 1.024 Euro bei Verheirateten.

Um die Prämie zu erhalten, können Sie noch bis Ende Dezember 2017 den Vertrag mit einer Sonderzahlung auffüllen. Wichtig: Senden Sie Ihren Antrag für 2015 bis spätestens 31.12.2017 an Ihre Bausparkasse.

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