Auslandsreisen: Neue PauschbetrÀge ab 2019

Auslandsreisen: Neue PauschbetrÀge ab 2019

So mindern berufliche Reisen Ihre Steuer


Wer aus beruflichen oder betrieblichen Gründen Auslandsreisen bzw. Auswärtstätigkeiten unternimmt, kann Verpflegungspauschbeträge absetzen. Je nach Land oder gar Stadt sind diese unterschiedlich hoch. Ab 2019 gelten neue Beträge.

Steuerfreie Erstattung der Pauschbeträge

Gleiches gilt bei einer länger dauernden Tätigkeit im Rahmen der doppelten Haushaltsführung. Diese Pauschbeträge darf die Firma ihren Mitarbeitern ebenfalls steuerfrei erstatten. Übernachtungen im Ausland können seit 2008 nicht mehr mit den länderspezifischen Übernachtungspauschbeträgen als Werbungskosten abgesetzt werden. Nach wie vor ist es aber möglich, dass der Arbeitgeber die Übernachtungskosten in Höhe der Pauschbeträge steuerfrei erstatten kann.

Neue Reisekostensätze

Nun hat das Bundesfinanzministerium für eine Reihe von Staaten geänderte Reisekostensätze bekannt gegeben (Schreiben vom 28.11.2018).

Einige besonders markante Änderungen seien hier erwähnt:

  • Kräftig angehoben wurden die Übernachtungspauschbeträge für Indien: Beispielsweise für Kalkutta von 117 Euro auf 145 Euro; für Mumbai von 125 Euro auf 146 Euro; für Neu Delhi von 144 Euro auf 185 Euro.
  • Erhebliche Änderungen gab es auch für Österreich: der Verpflegungspauschbetrag halbiert sich von 80 Euro auf 40 Euro; der Pauschbetrag für eine Übernachtung sinkt von 182 Euro auf 108 Euro.
  • Der Pauschbetrag für eine Übernachtung in Rom steigt von 135 Euro auf rund 160 Euro, während die Verpflegungspauschalen gesenkt wurden.
  • Auch für Polen steigt der Pauschbetrag für eine Übernachtung: So etwa für Breslau von 92 Euro auf 117 Euro; für Danzig von 77 Euro auf 84 Euro und für Warschau von 105 Euro auf 109 Euro. Der Betrag für eine Übernachtung in Krakau sinkt dagegen von 88 Euro auf 86 Euro.
  • Für Venezuela wurden alle Pauschalen erhöht: Übernachtungspauschale steigt von 120 auf 127, der Verpflegungspauschbetrag von 47 Euro auf 69 Euro.
  • Nahezu verdoppelt hat sich der Pauschbetrag für eine Übernachtung in Dominica von 94 Euro auf 177 Euro.

Bei Ihrer Reise sind Ihnen geringere oder gar keine Übernachtungskosten entstanden, weil Sie zum Beispiel bei Freunden übernachtet haben? Macht nichts: Die steuerfreie Zahlung des Übernachtungspauschbetrages durch Ihren Arbeitgeber ist trotzdem zulässig.

Wenn Sie jedoch tatsächlich mehr für die Übernachtungen gezahlt haben, können Sie den Differenzbetrag als Werbungskosten absetzen.

+ Hier gibt es noch keine Kommentare

eigener Kommentar