Auslandsreisen: Neue Pauschbeträge

Auslandsreisen: Neue Pauschbeträge

So mindern berufliche Reisen Ihre Steuer ab 2016


Wer aus beruflichen oder betrieblichen Gründen eine Auslandsreise bzw. eine Auswärtstätigkeit unternimmt, kann Verpflegungspauschbeträge absetzen. Je nach Land oder gar Stadt sind diese unterschiedlich hoch. Ab 2016 gelten neue Beträge.

Steuerfreie Erstattung der Pauschbeträge

Gleiches gilt bei einer länger dauernden Tätigkeit im Rahmen der doppelten Haushaltsführung. Diese Pauschbeträge darf die Firma ihren Mitarbeitern ebenfalls steuerfrei erstatten.

Übernachtungen im Ausland können seit 2008 nicht mehr mit den länderspezifischen Übernachtungspauschbeträgen als Werbungskosten abgesetzt werden.

Nach wie vor ist es aber möglich, dass der Arbeitgeber die Übernachtungskosten in Höhe der Pauschbeträge steuerfrei erstatten kann.

Neue Reisekostensätze

Nun hat das Bundesfinanzministerium für eine Reihe von Staaten geänderte Reisekostensätze bekannt gegeben (Schreiben vom 09.12.2015).

Einige besonders markante Änderungen seien hier erwähnt:

  • Für die Übernachtung in London wurde der Pauschbetrag von 160 Euro auf stattliche 224 Euro angehoben.
  • Auch für Reisen nach Kanada stiegen die meisten Pauschbeträge: Der Verpflegungsbetrag für Toronto beträgt nun 52 Euro statt 41, die Übernachtung zählt nun 142 Euro statt 135 Euro.
  • Eine Übernachtung in Liechtenstein wird nun für satte 180 Euro statt 82 Euro angerechnet.
  • Für Hong-Kong wurde der Verpflegungspauschbetrag von 62 Euro auf 74 Euro angehoben, der Übernachtungspauschbetrag jedoch von 170 Euro auf 145 Euro gesenkt.
  • Der Übernachtungspauschbetrag für Genf wurde von 174 Euro auf 195 Euro erhöht, der Verpflegungspauschbetrag jedoch von 72 Euro auf 50 Euro vermindert.
  • Für eine Übernachtung in Kenia stieg der Pauschbetrag deutlich von 135 Euro auf 223 Euro.
  • Auch die Übernachtung in der Republik Kongo gibt es nun für 200 Euro statt 132 Euro.
  • Für Irland wurden alle Pauschalen erhöht: Die Übernachtungspauschale steigt von 90 Euro auf 92 Euro, der Verpflegungspauschbetrag von 42 Euro auf 44 Euro.

Tipp

Die aktuelle Übersicht über die Pauschbeträge können Sie sich hier herunterladen.

Bei Ihrer Reise sind Ihnen geringere oder gar keine Übernachtungskosten entstanden, weil Sie zum Beispiel bei Freunden übernachtet haben? Macht nichts: Die steuerfreie Zahlung des Übernachtungspauschbetrages durch Ihren Arbeitgeber ist trotzdem zulässig.

Wenn Sie jedoch tatsächlich mehr für die Übernachtungen gezahlt haben, können Sie den Differenzbetrag als Werbungskosten absetzen

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