Beiträge der Pflegekasse

Entfällt die Steuervergünstigung?


Wer eine pflegebedürftige Person betreut, kann den Pflege-Pauschbetrag in Höhe von 924 EUR steuerlich geltend machen, “wenn er dafür keine Einnahmen erhält”.

Alternativ können die pflegebedingten Aufwendungen auch als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG abgesetzt werden, soweit diese die dafür erhaltenen Einnahmen übersteigen. Als schädliche Einnahmen gilt im Allgemeinen das Pflegegeld, das der Pflegebedürftige von der Pflegekasse erhält und an die Pflegeperson weiterleitet.

Geld von der Pflegekasse

Die Frage ist, ob auch die von der Pflegekasse gezahlten Beiträge schädlich sind. Denn falls die Pflegetätigkeit mindestens 14 Stunden wöchentlich umfasst, zahlt die Pflegekasse für die Pflegeperson

  • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung,
  • Beiträge zur Arbeitslosenversicherung,
  • Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung, sofern eine Pflegezeit mit Freistellung von der Arbeit in Anspruch genommen wird und keine beitragsfreie Familienversicherung für die Pflegeperson möglich ist.

Wichtig

Das Bayerische Landesamt für Steuern hat diese Frage jetzt ganz im Sinne der Pflegepersonen geklärt: Die Leistungen der Pflegekasse stellen bei der Pflegeperson keine Einnahmen gemäß § 33b Abs. 6 EStG dar, die schädlich für den Anspruch auf den Pflege-Pauschbetrag oder für den Abzug von Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen wären (LfSt. Bayern vom 20.7.2010, S 2286.1.1-1/2 St 32).

Steuerberatung?

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