Wenn die Geschäftsreise ins Ausland geht

Wenn die Geschäftsreise ins Ausland geht

Neue Pauschbeträge für Ihre Steuer 2017


Koffer packen, die Pflicht ruft! Wer wegen Beruf, Ausbildung oder aus betrieblichen Gründen eine Geschäftsreise unternimmt, kann dies bei der Steuer absetzen: Mit Verpflegungspauschbeträgen. Dies gilt sowohl für Reisen innerhalb Deutschlands als auch für solche ins Ausland.  Je nach Land oder gar Stadt sind die Pauschbeträge unterschiedlich hoch. Ab 2017 gelten nun neue Beträge.

Steuerfreie Erstattung der Pauschbeträge

Die Verpflegungspauschbeträge können Sie als Werbungskosten absetzen lassen. Es ist nicht möglich, die tatsächlichen Kosten als Werbungskosten geltend zu machen. Sie können sich jedoch die Pauschbeträge für die Reise erstatten lassen. Gleiches gilt bei einer länger dauernden Tätigkeit im Rahmen der doppelten Haushaltsführung. Diese Pauschbeträge darf die Firma ihren Mitarbeitern ebenfalls steuerfrei erstatten.

Besonderheit bei Übernachtungen

Bei Übernachtungskosten gibt es eine Besonderheit. In Ihrer Steuererklärung können Sie nur die tatsächlichen Kosten als Werbungskosten absetzen. Sind keine Übernachtungskosten angefallen, weil Sie etwa bei Freunden schlafen konnten, dürfen Sie auch nichts absetzen. Ihr Arbeitgeber darf Ihnen aber in solchen Fällen steuerfrei 20 Euro pro Übernachtung im Inland zahlen. Das gilt auch für Fälle, in denen Sie die Kosten nicht nachweisen können.

War die Übernachtung teurer als die Pauschale, darf Ihr Arbeitgeber die gesamten Kosten steuerfrei erstatten. Sie müssen diese Erstattungen jedoch von Ihren Ausgaben abziehen.

Richtig spannend werden diese steuerfreien Zahlungen bei Übernachtungen im Ausland. Denn hier sind die Pauschalen deutlich höher. Die Pauschale darf übrigens auch gezahlt werden, wenn die tatsächlichen Kosten niedriger als die Pauschale waren. Ein echtes Schlupfloch also!

Neue Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen

Nun hat das Bundesfinanzministerium für eine Reihe von Staaten geänderte Reisekostensätze bekannt gegeben.

Download

Das Schreiben vom 14.12.20146 mit allen Reisekostensätzen können Sie sich hier herunterladen.

Einige besonders markante Änderungen wollen wir an dieser Stelle erwähnen.

  • Für die USA werden die Übernachtungspauschbeträge drastisch angehoben. Beispielsweise für San Francisco von 110 Euro auf 314 Euro, für Los Angeles von 153 Euro auf 274 Euro, für New York von 215 Euro auf 282 Euro, für Atlanta von 122 Euro auf 175 Euro, für Chicago von 130 Euro auf 209 Euro und im Übrigen von 102 Euro auf 138 Euro. Auch die Verpflegungspauschbeträge werden je nach Stadt in unterschiedlicher Weise erhöht.
  • Bei Monaco verbessert sich der Übernachtungspauschbetrag deutlich von 52 Euro auf 180 Euro.
  • Für Reisen nach Griechenland sinkt der Übernachtungspauschbetrag von 132 Euro auf 89 Euro, doch für Athen steigt er von 125 Euro auf 132 Euro.
  • Bei Marokko wird der Übernachtungspauschbetrag von 105 Euro auf 129 Euro erhöht.
  • Für Papua-Neuguinea steigt der Übernachtungspauschbetrag von 90 Euro auf 234 Euro und der Verpflegungspauschbetrag von 36 Euro auf 60 Euro.
  • Bei Serbien reduziert sich der Übernachtungspauschbetrag von 90 Euro auf 74 Euro und der Verpflegungspauschbetrag von 30 Euro auf 20 Euro.
  • Für die Slowakei sinkt der Übernachtungspauschbetrag von 130 Euro auf 85 Euro.
  • Für Tschechien verbessert sich der Verpflegungspauschbetrag von 24 Euro auf 35 Euro.

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