Steuerbonus nicht bei öffentlichen Mitteln

Steuerbonus nicht bei öffentlichen Mitteln

Handwerkerleistungen


Für Handwerkerleistungen gibt es eine Steuerermäßigung: Die Arbeitskosten können auf Antrag zu 20 Prozent, höchstens 1.200 EUR, direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.

Keine Doppelförderung

Nicht begünstigt sind jedoch Maßnahmen, die nach dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW-Förderbank durch zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse gefördert werden. Dadurch soll ausgeschlossen werden, dass bereits mit öffentlichen Mitteln geförderte Maßnahmen nicht nochmals durch eine Steuerermäßigung gefördert werden.

Mit dem Jahressteuergesetz 2010 werden alle Handwerkerleistungen von der Steuervergünstigung ausgeschlossen, die mit irgendwelchen öffentlichen Mitteln in Form von zinsverbilligten Darlehen oder steuerfreien Zuschüssen gefördert werden (§ 35a Abs. 3 EStG). Dies gilt erstmals für Handwerkerleistungen, die ab dem 1.1.2011 erbracht und bezahlt werden.

Weniger wird gefördert

Der Ausschluss der Doppelförderung wird auf weitere Förderprogramme, wie z. B. „Altersgerecht umbauen“ oder zur Förderung energetischer Renovierung, Erhaltung und Modernisierung, sowie vergleichbare Förderprogramme der Länder, wie z. B. in Hamburg für Wärmeschutzmaßnahmen, ausgeweitet. Auch dafür werden zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln gewährt. Die Vergünstigung ist allerdings nur dann ausgeschlossen, wenn die Förderung tatsächlich genutzt wurde. Der bloße Anspruch darauf verhindert die Steuervergünstigung nicht.

Wichtig

Nach Aussage der Bundesregierung ist nicht beabsichtigt, bereits dann die steuerliche Förderung von Aufwendungen für Handwerkerleistungen vollständig auszuschließen, wenn auch nur einzelne Programme (z.·B. Sanierungsprogramm zum altersgerechten Umbau) in irgendeinem Punkt in Anspruch genommen würden. Es werde lediglich eine punktgenaue Vermeidung von Doppelförderung angestrebt.

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