Steuerverwaltung hilft Landwirten wegen Dürre

Steuerverwaltung hilft Landwirten wegen Dürre

Billigkeitsmaßnahmen im Einzelfall möglich


Regen. In den letzten Wochen eher ein frommer Wunsch statt Wirklichkeit. Die anhaltende Trockenperiode hatte vor allem das Leben der Landwirte fest im Griff. Ernteausfälle und knappe Futtermittel waren die Folge.

Die Finanzministerien einzelner Bundesländer stellen Steuer- und Verfahrenserleichterungen in Aussicht. In welchen Bundesländern Sie nun welche Hilfen beantragen können, haben wir für Sie zusammengefasst.

Sachsen

Die sächsischen Finanzämter werden die Belange der betroffenen Landwirte angemessen berücksichtigen. Bei Einzelfallentscheidungen über Anträge auf Billigkeitsmaßnahmen (z.B. Stundungen) oder auf Herabsetzung von Vorauszahlungen, die in den Folgen der Trockenheit begründet sind, werden die Finanzämter den Betroffenen größtmöglich entgegenkommen.

Betroffenen Landwirten wird empfohlen, frühzeitig Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufzunehmen.

Wichtig

Mehr Infos zu den Steuererleichterungen in Sachsen lesen Sie hier.

Sachsen -Anhalt

Finanzminister André Schröder hat zu Beginn der Erntezeit auf die besondere Situation  der Landwirtschaft auf Grund der anhaltenden Trockenheit hingewiesen und die Finanzämter gebeten, dies angemessen zu berücksichtigen. Über Anträge der Landwirte, unter anderem auf Stundung fälliger Steuern oder Anpassung der Vorauszahlungen unter Einbeziehung der aktuellen Situation, wird nach pflichtgemäßem Ermessen schnell entschieden.

Wichtig

Mehr Infos zu den Steuererleichterungen in Sachsen-Anhalt lesen Sie hier.

Saarland

Die Finanzämter des Saarlandes wurden dahingehend sensibilisiert, dass sie bei Anträgen betroffener Landwirte auf Billigkeitsmaßnahmen oder Anpassung der Vorauszahlungen auch die extreme Wettersituation und deren Auswirkungen auf die Ertragslage der Betriebe angemessen berücksichtigen.

Weitergehende steuerliche Maßnahmen, wie etwa steuerliche Risikorücklagen, bedürfen dagegen der bundesweiten Abstimmung und hängen vom Ausmaß der bundesweiten Schäden ab. Aufschluss hierüber soll der „Erntebericht“ Ende August geben. Zudem wäre die Zustimmung der EU-Kommission erforderlich. Peter Strobel: „Wir wollen den Landwirten direkt helfen. Wir werden daher unsere Finanzämter für Billigkeitsmaßnahmen sensibilisieren, die wir in eigener Entscheidung treffen können.“

Als Billigkeitsmaßnahme kommt insbesondere die Stundung von Steuern und steuerlichen Nebenleistungen in Betracht. In Ausnahmefällen kann das Finanzamt auch die Vollstreckung rückständiger Steuern einstweilen einstellen oder beschränken, wenn die Vollstreckung unbillig ist.

Zudem kommt in Einzelfällen auch eine Herabsetzung – ggf. komplette Aufhebung – der zum 10.09.2018 und 10.12.2018 fälligen Einkommensteuer-Vorauszahlung in Betracht, wenn sich die Ertragslage des Betriebs aufgrund der Dürre erheblich verschlechtert hat oder sogar Verluste zu erwarten sind.

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Mehr Infos zu den Steuererleichterungen in Saarland lesen Sie hier.

Thüringen

Finanzministerin Heike Taubert sagte: „Ich rate betroffenen Bauern, Anträge auf Billigkeitsmaßnahmen oder Anpassung der Vorauszahlungen bei ihren zuständigen Finanzämtern zu stellen. Die Finanzbehörden werden schnell entscheiden und dabei im Rahmen der gegebenen Ermessensspielräume die besondere Situation der Landwirtschaft angemessen berücksichtigen. Die Betroffenen sollten frühzeitig den Kontakt mit dem jeweils zuständigen Finanzamt suchen.“

Laut Finanzministerin werden weitere Hilfsmaßnahmen geprüft. Auch in Thüringen sind durch die anhaltende Dürreperiode in der Landwirtschaft Schäden entstanden. Auch wenn die Ernteausfälle noch nicht zu beziffern sind, werden sie in der Landwirtschaft zu finanziellen Belastungen führen.

Wichtig

Mehr Infos  zu den Steuererleichterungen in Thüringen lesen Sie hier.

Bremen

Infolge der anhaltenden Dürreperiode rechnet die Landwirtschaft mit beträchtlichen Ernteausfällen und hohen finanziellen Verlusten. Für betroffene Landwirte besteht die Möglichkeit, Anträge auf Billigkeitsmaßnahmen (z.B. Stundungen) oder Anpassung der Vorauszahlungen unter Einbeziehung der aktuellen Situation bei den Finanzämtern in Bremen und Bremerhaven zu stellen. Darauf weist das Finanzressort in Absprache mit dem für Landwirtschaft zuständigen Umweltressort hin.

Die Finanzämter werden über entsprechende Anträge schnell entscheiden und dabei im Rahmen der Ermessensspielräume die extreme Wettersituation und deren Auswirkungen auf die Betriebe berücksichtigen. Betroffenen Landwirten wird empfohlen, frühzeitig Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufzunehmen.

Wichtig

Mehr Infos zu den Steuererleichterungen in Bremen lesen Sie hier.

Niedersachsen

Für betroffene Landwirte besteht die Möglichkeit, Anträge auf Billigkeitsmaßnahmen oder Anpassung der Vorauszahlungen unter Einbeziehung der aktuellen Situation bei den niedersächsischen Finanzämtern zu stellen. Die Finanzbehörden werden schnell entscheiden und dabei im Rahmen der gegebenen Ermessensspielräume die besondere Situation der Landwirtschaft angemessen berücksichtigen. Die Betroffenen sollten frühzeitig den Kontakt mit dem jeweils zuständigen Finanzamt suchen.

Wichtig

Mehr Infos zu den Steuererleichterungen in Niedersachsen lesen Sie hier.

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