Weihnachtsfeier auf der Arbeit

Weihnachtsfeier auf der Arbeit

Was ist steuerfrei?


„Ja, ist denn heut‘ scho‘ Weihnachten?“ In der Vorweihnachtszeit finden wieder allerorten betriebliche Weihnachtsfeiern statt – vermutlich als Dank für die gute Mitarbeit im zu Ende gehenden Jahr. Ist der Arbeitgeber großzügig, zeigt sich auch der Fiskus nicht kleinlich.

Doch müssen bestimmte Bedingungen beachtet werden, damit das Finanzamt nicht mit am Gabentisch sitzt. Denn die Zuwendungen des Arbeitgebers bleiben für die Mitarbeiter nur dann steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn die Veranstaltung und die Zuwendungen „üblich“ sind:

  • Eine Betriebsveranstaltung ist „üblich“, wenn nicht mehr als zwei Veranstaltungen jährlich durchgeführt werden. Auf die Dauer der einzelnen Veranstaltung kommt es nicht mehr an, sodass auch zwei- und mehrtägige Veranstaltungen mit Übernachtung nicht unüblich sind.
  • Die Zuwendungen anlässlich einer Betriebsveranstaltung müssen „üblich“ sein. Dies gilt für Gewährung von Speisen und Getränken, Tabakwaren und Süßigkeiten, Übernahme von Übernachtungs- und Fahrtkosten, Überlassung von Eintrittskarten für kulturelle oder sportliche Veranstaltungen, Überreichung von Geschenken bis zu einem Gesamtwert von 40 EUR, Aufwendungen für den äußeren Rahmen der Betriebsveranstaltung, z. B. für Saalmiete, Musikkapelle usw.

Steuer- und sozialversicherungsfrei

Die „üblichen“ Zuwendungen des Arbeitgebers anlässlich einer üblichen Betriebsveranstaltung sind steuer- und sozialversicherungsfrei, sofern die Aufwendungen nicht mehr als 110 EUR (einschließlich Umsatzsteuer) pro Arbeitnehmer betragen. Dazu werden die Gesamtkosten der Veranstaltung durch die Zahl der teilnehmenden Personen geteilt. Bei dem Betrag von 110 EUR handelt es sich um eine Freigrenze. Das bedeutet: Ist dieser Grenzbetrag auch nur um einen Euro überschritten, ist der gesamte Betrag als Arbeitslohn steuer- und sozialversicherungspflichtig und nicht bloß der übersteigende Teilbetrag.

Doch aufgepasst!

Dürfen auch der Ehepartner, die Verlobte oder Kinder des Arbeitnehmers an der Betriebsveranstaltung teilnehmen, kann die Steuerfreigrenze von 110 EUR leicht überschritten werden. Denn die Zuwendungen, die anteilig auf die Angehörigen entfallen, werden dem Arbeitnehmer zugerechnet. Die Zuwendungen bleiben also nur dann steuerfrei, wenn die Aufwendungen für den Arbeitnehmer und seine Begleitung insgesamt nicht höher als 110 EUR sind.

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