Zahlungen während Altersteilzeit

Wie werden sie behandelt?


Ein beliebtes Modell der Altersteilzeit ist das Blockmodell, bei dem der Arbeitnehmer in der ersten Hälfte bei reduzierten Bezügen noch voll arbeitet (Arbeitsphase) und in der zweiten Hälfte gänzlich freigestellt ist (Freistellungsphase).

Unklar ist, ob die Zahlungen während der Freistellungsphase bei Beamten Versorgungsbezüge darstellen, die mittels Versorgungsfreibetrag und Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag steuerbegünstigt sind.

Wie Arbeitslohn zu versteuern

Jetzt hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Zahlungen in der Freistellungsphase weder Ruhegehalt noch bei Beamten begünstigte Versorgungsbezüge darstellen, sondern als Arbeitslohn normal zu versteuern sind. Denn bei der Altersteilzeitregelung besteht das Dienstverhältnis grundsätzlich bis zum Eintritt in den Ruhestand fort. Auch in der Freistellungsphase besteht damit ein Anspruch auf Dienstbezüge und nicht auf Versorgungsbezüge. Steuermindernd berücksichtigt wird daher nicht der hohe Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag, sondern lediglich der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (Urteil des Bundesfinanzhofs, Aktenzeichen VI R 5/12).

Laufende Dienstbezüge

Die während der Altersteilzeit gezahlten Bezüge dienen keinem Versorgungszweck. Sie sind vielmehr Entlohnung für die aktive Tätigkeit, also laufende Dienstbezüge. Und danach sind sie letztlich auch bemessen. Diese Funktion der Altersteilzeitbezüge wird offenbar, wenn die Altersteilzeit statt durch Blockmodell durch Teilzeitbeschäftigung in Form der halben Arbeitszeit praktiziert wird.

 

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