Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer einfach. Doch hier zeigt sich das Finanzamt durchaus familienfreundlich: Denn den Babysitter Ihrer Kleinen können Sie von der Steuer absetzen. Das Finanzamt erkennt hier zwei Drittel der Kosten an. Begrenzt ist der Steuervorteil auf 4.000 Euro je Kind. Das Beste: Hier kommt es nicht auf irgendwelche persönlichen Voraussetzungen an.

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Etwas anders sieht die Sache aus, wenn die Großeltern den Enkel betreuen: Haben Sie Ihrer Mutter oder Ihrem Vater für die Betreuung der Kleinen ein bisschen Geld zugesteckt oder sie zum Dank zum Essen eingeladen? Diese Kosten sind – schön wärs gewesen – leider nicht von der Steuer absetzbar.

Setzen Sie Omas Fahrtkosten ab!

Mit einem kleinen Trick können Sie dennoch Steuern sparen: Erstatten Sie Ihren Eltern die Fahrtkosten! Zahlen Sie zum Beispiel der Großmutter zwecks Kinderbetreuung die Fahrtkosten für Bus, Bahn oder Taxi, dann können Sie diese Ausgaben als Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend machen. Selbst für die Fahrt mit dem eigenen Auto können Sie eine Pauschale von 30 Cent je Kilometer absetzen.

Der Clou: Die Fahrkosten lassen sich selbst dann als Sonderausgaben absetzen, wenn die eigentliche Betreuungsleistung unentgeltlich geleistet wird. Das gilt sogar dann, wenn Sie lediglich die Fahrtkosten erstatten, die Ihren Eltern im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung entstanden sind.

Um diese Erstattung der Fahrtkosten steuerlich geltend zu machen, müssen Sie sich eine Art Rechnung von den Großeltern ausstellen lassen. Keine Bange: hier reicht eine einfache Quittung über die Nebenkosten aus.

Die Eintragungen sehen in WISO steuer:Web wie folgt aus. 

Steuerpflichtige Einnahmen für Oma?

Doch: Muss Oma die Einnahmen in der Steuererklärung angeben? Ein klares Nein! Die Großmutter muss die erhaltenen Gelder nicht in ihrer Steuererklärung angeben. Denn sie erzielt mit ihrer Leistung keine steuerpflichtigen Einnahmen. Steuerlich gesehen erstatten Sie ihr lediglich ihre Ausgaben.

Die Gelder sind erst dann für die Steuererklärung relevant, wenn die Großeltern nicht im selben Haushalt leben und – und hierauf kommt es an- die Betreuungsvereinbarung wie unter Fremden geschlossen wird.

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Ein Gedanke zu „Kinderbetreuungskosten: Die Großeltern als
Babysitter steuerlich absetzen“

  1. Gilt hier das Rechnungsdatum oder das Zahlungsdatum? In welches Jahr muss z. B. eine in 2018 gezahlte Rechnung, die in 2017 erstellt worden ist?

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