Erleichterung beim Investitionsabzugsbetrag

Keine genaue Benennung mehr nötig


Wenn kleine und mittlere Betriebe in den kommenden drei Jahren Investitionen planen, können sie schon heute Steuern sparen: Sie dürfen einen Investitionsabzugsbetrag von 40 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in der Gewinnermittlung abziehen. Die vorgezogene Steuerersparnis soll die Finanzierung erleichtern.

Voraussetzungen für die Bildung

Voraussetzung für die Bildung eines Investitionsabzugsbetrages ist, dass das Wirtschaftsgut

  • innerhalb der nächsten drei Jahre angeschafft oder hergestellt wird und
  • mindestens bis zum Ende des folgenden Jahres, das auf die Investition folgt, ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt wird.

Auch muss das geplante Investitionsgut seiner Funktion nach benannt werden und ein Wirtschaftsgut mit gleicher Funktionalität angeschafft werden- zumindest war dies bisher der Fall.

Ab 2016 keine genaue Benennung mehr nötig

Nun erfolgt mit dem “Steueränderungsgesetz 2015” eine erhebliche Erleichterung: Ab 2016 wird bei der Bildung eines Investitionsabzugsbetrages auf die Benennung der Funktionsbezeichnung verzichtet.

Künftig können also ohne weitere Angaben Investitionsabzugsbeträge für künftige Investitionen im beweglichen Anlagevermögen bis zu einem Höchstbetrag von 200.000 Euro gewinnmindernd abgezogen werden.

Es ist nicht mehr notwendig, das geplante Wirtschaftsgut genau zu benennen. Die Abzugsbeträge müssen nach amtlich vorgeschriebenen Datensätzen durch Datenfernübertragung übermittelt werden. Durch dieses standardisierte Verfahren werden die Überprüfung und Bearbeitung von beanspruchten Investitionsabzugsbeträgen durch die Finanzverwaltung ermöglicht.

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