Behinderte

Behinderte


Behinderte erhalten im Steuerrecht viele Vergünstigungen. Das soll ein Ausgleich für ihre geminderte Leistungsfähigkeit sein – und da die Behinderung oft zusätzliche Kosten verursacht.

Vergünstigungen gibt es nur bei amtlicher Feststellung der Behinderung: Dafür zuständig ist das Versorgungsamt am Wohnsitz des Behinderten. Auf Antrag erfolgt dann die Feststellung der Behinderung sowie deren Grad, der Nachweis weiterer gesundheitlicher Merkmale –  und dann die Ausstellung eines Behindertenausweises.

Vergünstigungen erhalten Behinderten bei folgenden steuerlichen Regelungen:

  • Entfernungspauschale
  • Kinderfreibetrag sowie Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf
  • Außergewöhnliche Belastungen
  • Vergünstigungen bei der Kraftfahrzeugsteuer
  • Steuerbefreiung bei Aufnahme eines Behinderten. Danach sind alle Einnahmen, die die Gastfamilie für die Aufnahme des Behinderten erhält, von der Einkommensteuer befreit. Auch Zahlungen durch die aufgenommene Person steuerfrei. Aufwendungen für die Aufnahme des Behinderten können nur steuerlich geltend gemacht werden, wenn sie die Einnahmen übersteigen

Weitere Erleichterungen für Behinderte:

  • Im Nahverkehr erhalten Behinderte mit dem Merkmal „H“ oder „BI“ im Schwerbehindertenausweis im öffentlichen Personennahverkehr „Freifahrt“.
  • Bei den Ausweismerkmalen „G“ oder „aG“ können Behinderte gegen ein geringes Entgelt Wertmarken erhalten, die ihnen eine verbilligte Beförderung ermöglichen. Im Fernverkehr können Begleitpersonen von Behinderten kostenlos mitfahren.
  • Ist im Behindertenausweis die Notwendigkeit einer ständigen Begleitung eingetragen, gewähren auch deutsche Fluggesellschaften im innerdeutschen Flugverkehr Begleitpersonen kostenlose Beförderung.
  • Behinderte können Finanzierungshilfen für die Beschaffung eines PKW erhalten.
  • Außerdem ist eine Befreiung von den Rundfunkgebühren und eine Ermäßigung bei den Grundgebühren für den Telefonanschluss möglich.