Heuschnupfen-Geplagte aufgepasst

Tabletten und Co mindern Steuer


Der Frühling ist da, die Natur erblüht. Für Millionen von Deutschen leider keine schöne Vorstellung: Die Nase trieft, die Augen schwellen an, das Atmen fällt schwer. Abhilfe schaffen nur Tabletten, Sprays oder eine Desensibilisierung. Doch wann beteiligt sich der Fiskus an den Kosten?

Heuschnupfen: Der Klassiker unter den Allergien

Doch nicht nur die Gesundheit leidet während der Pollenzeit. Auch der Geldbeutel: Denn nicht jede Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Medikamente. Doch hier hilft der Fiskus. Wird Ihnen ein Medikament vom Arzt verschrieben und nicht von der Krankenkasse bezahlt, können Sie die Ausgaben bei der Steuer geltend machen: Als Krankheitskosten bei den außergewöhnlichen Belastungen.

Welche Kosten können Sie absetzen?

Am häufigsten werden gegen die allergischen Beschwerden sogenannte Antihistaminika in allerlei Formen verschrieben:

    • Tabletten
    • Tropfen
    • Sirup
    • Saft
    • Nasenspray
    • Augentropfen

Medizinische Heilbehandlung

Auch die medizinische Behandlung durch eine Desensibilisierung, welche nicht durch Ihre Krankenkasse getragen wird, mindert Ihre Steuer. Wichtig hierbei ist, dass die behandelnde Person zur Heilbehandlung zugelassen ist. Zudem muss die Heilbehandlung gezielt angeordnet worden sein.

Auch alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur können Sie in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Voraussetzung:

    • Sie haben ein amtsärztliches Attest oder eine Bescheinigung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, welches die medizinische Notwendigkeit nachweist.
    • Das Attest muss vor Beginn der Behandlung ausgestellt werden.
Tragen Sie die gesamten Krankheitskosten im Mantelbogen in Zeile 67 ein.

Ein Teil ist selbst zu tragen

Doch die Ausgaben wirken sich erst dann aus, wenn sie die so genannte “zumutbare Eigenbelastung” übersteigen. Dies ist ein gesetzlich zumutbarer Eigenanteil, der abhängt von Ihrem Einkommen, Familienstand und Zahl Ihrer Kinder. Erst Kosten über dieser Grenze wirken sich steuermindernd aus.

Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.

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