Infrarot-Wärmekabine

Infrarot-Wärmekabine

Sind die Kosten absetzbar?


Wärme geht unter die Haut- und macht sich beim Kauf einer Infrarot-Wärmekabine auch im Geldbeutel bemerkbar. Wie Sie die Kosten von der Steuer absetzen.

Mehr als nur warme Luft

In Infrarot-Wärmekabinen werden langwellige Infrarotstrahlen erzeugt, die über die Hautoberfläche in den Körper dringen. Sie erwärmen den Körper nicht über heiße Raumluft, wie z. B. bei einer Sauna, sondern über Infrarotstrahlung, die von Infrarotstrahlern erzeugt wird.

Diese Methode dient der Regenerierung und dem Wohlbefinden, wird aber auch aus medizinischen Gründen eingesetzt.

Ärzte empfehlen die Infrarot-Wärme meist bei

  • atypischen Gesichtsschmerzen
  • Gelenk- und Rückenschmerzen
  • Trigeminusneuralgie
  • Fibromyalgie
  • Rheuma
  • Verspannungen
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen.

Doch sind die Anschaffungskosten einer Infrarot-Wärmekabine auch als Krankheitskosten absetzbar?

Ohne Attest wird’s schwer

Nun hat das Finanzgericht Nürnberg die Anschaffungskosten einer Infrarot-Wärmekabine als außergewöhnliche Belastungen abgelehnt. Begründung: Die medizinische Notwendigkeit wurde nicht durch ein amtsärztliches Attest oder eine Bescheinigung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung nachgewiesen.

Denn bei der Wärmekabine handelt es sich um ein „Heilmittel im weiteren Sinne„, das nicht nur zur Linderung eines Leidens, sondern auch von einer großen Zahl von Personen u.a. zur Steigerung des allgemeinen Wohlempfindens und zur Gesundheitsvorsorge genutzt wird (Urteil des Finanzgericht Nürnberg, Aktenzeichen 7 K 387/13).

So klappt der Steuer-Abzug

Sie wollen sich eine Infrarot-Wärmekabine zulegen? Um diese steuermindernd absetzen zu können, müssen Sie beachten, dass

  1. die medizinische Indikation durch amtsärztliches Attest nachgewiesen wird und
  2. das Attest unbedingt vor Beginn der Behandlung eingeholt wird

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