Abgabetermin verpasst?

Abgabetermin verpasst?

Wir zeigen Ihnen, was Sie tun können


So schnell kann es gehen: Noch vor dem Wochenende war man voller Tatendrang und wollte pünktlich die Steuererklärung fertig stellen und abgeben. Und nun? Anfang Juni. Frist verstrichen. Halb so schlimm – stellen Sie einfach einen nachträglichen Antrag auf Fristverlängerung.

Frist verpasst – und nun?

Dieses Jahr zeigte sich der Fiskus großzügig: Deutschlands Steuerzahler hatten volle zwei Tage mehr Zeit, um die Steuer abzugeben – bis zum 2. Juni. Doch was sind schon zwei Tage um Steuerunterlagen eines ganzen Jahres zusammenzusuchen? Hierfür hat meist auch die Behörde Verständnis: In den ersten Tagen nach Fristablauf werden oftmals keine Sanktionen verhängt. Danach müssen Sie jedoch mit Strafen rechnen, wenn Sie sich nicht vorher melden.

Wichtig: Nur diejenigen, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, müssen die Abgabefrist beachten. Steuerzahler die freiwillig abgeben, haben dafür vier Jahre Zeit.

Nachträgliche Fristverlängerung

Falls Sie Ihre Erklärung nicht in absehbarer Zeit fertig bekommen, sollten Sie dennoch tätig werden: Beantragen Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt eine nachträgliche Fristverlängerung.

Am einfachsten greifen Sie zum Hörer und fragen direkt bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter nach, wie es mit einem kleinen Aufschub aussieht. Oder Sie stellen einen formlosen schriftlichen Antrag. Eine Vorlage dafür finden Sie hier.

Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Verlängerung der Frist haben Sie leider nicht. Ob und wie lange verlängert wird, liegt allein im Ermessen der zuständigen Mitarbeiter. Manche Bearbeiter verlängern die Frist kommentarlos bis Ende September. Andere hingegen lehnen den Antrag komplett ab.

Tipp

Mit einer guten Begründung steigern Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Fristverlängerung.

Was passiert bei verspäteter Abgabe?

Der Fiskus hat verschiedene Möglichkeiten, eine verspätete Abgabe oder gar die Nichtabgabe der Steuererklärung zu belangen: Von Verspätungszuschlägen zu Zwangsgeldern bis hin zur Schätzung. Daher trödeln Sie lieber nicht mehr allzu lange und wagen Sie den Schritt zum Briefkasten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Last-Minute-Tipp: Geben Sie eine unvollständige Steuererklärung ab. Einfach Mantelbogen und Anlage N ausfüllen, unterschreiben und abgeben. Die restlichen Dokumente senden Sie schnellstmöglich nach.

 

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