Verkäufe über eBay

Verkäufe über eBay

3-2-1 Fiskus


Verkaufen Sie privat Sachen auf eBay? Dann sollten Sie aufpassen, dass Sie keinen Ärger mit dem Finanzamt bekommen. Liegt eine unternehmerische Tätigkeit vor, werden Sie auf jeden Fall zur Kasse gebeten.

Der Fall

Ein eBay-Kunde verkaufte als Verkäufer mehr als 1.200 Sachen innerhalb von drei Jahren an unterschiedliche Käufer. Dabei handelte es sich um unterschiedliche Produktgruppen. Der Kunde war der Ansicht, dass es sich hier um Privatverkäufe handelt, für die keine Umsatzsteuer anfällt. Das Finanzamt sah das nach einer Überprüfung jedoch anders und forderte unter anderem für die Jahre 2003-2005 die Nachzahlung von Umsatzsteuer in Höhe von 11.517,28 EUR. Es legte dabei einen steuerpflichtigen Umsatz in Höhe von insgesamt 71.983 EUR zugrunde.

Umsatzsteuer

Das Finanzgericht Baden-Württemberg entschied, dass der eBay Kunde diese Umsatzsteuer abführen muss. Die Verpflichtung dazu ergibt sich daraus, dass er aufgrund seiner Verkäufe als Unternehmer im Sinne von § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG anzusehen ist. Dies setzt voraus, dass es sich um eine nachhaltige Betätigung handelt. Hiervon ist nach Ansicht der Richter bei einer derart intensiven und auf Langfristigkeit angelegten Verkaufstätigkeit auszugehen. Von einer gelegentlichen Betätigung kann hingegen keine Rede mehr sein.

Hoher Organisationsaufwand

Dies ergibt sich auch daraus, dass das Versenden der Ware mit einem hohen Organisationsaufwand verbunden war. Hiergegen spricht nicht, dass er die meisten veräußerten Gegenstände ursprünglich gar nicht verkaufen wollte.

Finanzgericht Baden-Württemberg, Aktenzeichen 1 K 3016/08

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