Abgabe der Steuererklärung 2013

Abgabe der Steuererklärung 2013

Was gilt für Sie?


Zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung ist jeder verpflichtet, der vom Finanzamt hierzu auf­gefordert wird. Sendet das Finanzamt Ihnen also die Steuer-Formulare zu, sind Sie verpflichtet, die Erklärung abzugeben.

Weitere Gründe zur Abgabepflicht

Darüber hinaus gibt es noch weitere Gründe für eine Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung (Pflicht­veranlagung). Dabei unterscheidet man zwischen Arbeitnehmern und Personen, die im Veranlagungszeitraum keinen Arbeitslohn bezogen haben (also beispielsweise Gewerbetreibende, Freiberufler und Rentner).

Arbeitnehmer

Bei Arbeitnehmern ist die Einkommensteuer grundsätzlich durch den Lohnsteuerabzug abgegolten. In bestimmten Fällen ist die Durchführung einer Einkommensteuer-Veranlagung aber zwingend vorgeschrieben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn

  • bestimmte steuerfreie, aber dem Progressionsvorbehalt unterliegende Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro im betreffenden Jahr bezogen worden sind (z.B. Arbeitslosengeld I);
  • ein Arbeitnehmer gleichzeitig Arbeitslohn von mehreren Arbeitgebern bezogen hat (dazu zählen auch Versorgungsbezüge aus früheren Dienstverhältnissen);
  • beide Ehepartner/eingetragene Lebenspartner Arbeitslohn bezogen haben und einer von ihnen für das Kalenderjahr oder einen Teil des Jahres nach der Steuerklasse V oder VI besteuert worden ist oder beide die Steuerklassen-Kombination IV/IV mit Faktor gewählt haben
  • vom Finanzamt ein Lohnsteuerfreibetrag eingetragen worden ist (Ausnahmen: Behinderten-Pauschbetrag, Freibeträge für Kinder). Die Veranlagungspflicht entfällt aber, wenn der in 2013 erzielte Arbeitslohn 10.500 Euro (ab 2014: 10.700 Euro) bzw. bei zusammen veranlagten Partnern 19.700 Euro (ab 2014: 20.200 Euro) nicht übersteigt und keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte vorliegen;
  • beide Elternteile eine Aufteilung des einem Kind zustehenden Pauschbetrags für Behinderte oder Hinterbliebene in einem anderen Verhältnis als je zur Hälfte beantragen
  • einer der Ehe-/Lebenspartner die Einzelveranlagung beantragt
  • beim Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber Entschädigungen oder Arbeitslohn für mehrere Jahre ermäßigt besteuert worden sind (Anwendung der Fünftelregelung);
  • eine Urlaubsvergütung aus der Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft gezahlt wurde
  • die Ehe des Arbeitnehmers im Veranlagungszeitraum durch Tod, Scheidung oder Aufhebung aufgelöst worden ist und er oder sein Ehepartner der aufgelösten Ehe im Veranlagungszeitraum wieder geheiratet hat (das gilt für eine eingetragene Lebenspartnerschaft entsprechend);
  • die Summe der Einkünfte, die nicht dem Lohnsteuerabzug unterlegen haben (zum Beispiel freiberufliche oder gewerbliche Einkünfte, Renteneinkünfte), mehr als 410 Euro beträgt (Härteausgleich). Bei der Ermittlung der 410-Euro-Grenze sind Kapitalerträge nicht zu berücksichtigen, soweit sie der Abgeltungsteuer unterlegen haben;
  • bei einem Arbeitgeberwechsel der neue Arbeitgeber einen sonstigen Bezug zahlt, z.B. Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld, und ihm die Lohnsteuerbescheinigung aus dem früheren Arbeitsverhältnis nicht vorliegt
  • die beim Lohnsteuerabzug berücksichtigte Mindestvorsorgepauschale zu hoch war, weil der vom Arbeitgeber angesetzte Teilbetrag für die Kranken- und Pflegeversicherung höher war als die tatsächlich von Ihnen zur Basisabsicherung geleisteten Versicherungsbeiträge. In diesem Fall entfällt jedoch die Veranlagungspflicht für Arbeitnehmer mit einem jährlichen Bruttoarbeitslohn 2013 bis 10.500 Euro bei Einzelveranlagung bzw. bis 19.700 Euro gemeinsamer Arbeitslohn bei zusammen veranlagten Ehe-/Lebenspartnern (ab 2014: 10.700 bzw. 20.200 Euro)

Diese Aufzählung nennt die wichtigsten Fallgruppen. Der vollständige aktuelle Katalog der sogenann­ten Pflichtveranlagungsfälle für Arbeitnehmer ergibt sich aus § 46 Abs. 2 Nr. 1–7 EStG.

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