Arbeitsmittel

Arbeitsmittel

Weniger als 410 EUR


Zu den geringwertigen Wirtschaftsgütern gehören Arbeitsmittel, wie Schreibtische, Bürostühle, Laptops und Ähnliches, wenn ihr jeweiliger Anschaffungswert nicht mehr als 410 Euro netto beträgt.

Im Gegensatz zu anderen abnutzbaren Wirtschaftsgütern, können Aufwendungen für diese geringwertigen Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung voll als Werbungskosten angesetzt werden.

Sie sind nicht, wie bei den anderen abnutzbaren Wirtschaftsgütern, die über mehrere Jahre beruflich genutzt werden, nur in Teilbeträgen jährlich als Werbungskosten geltend zu machen.

Um geringwertige Wirtschaftsgüter, handelt es sich, wenn:

  • ihre Anschaffungskosten/Herstellungskosten nicht mehr als 410 Euro netto oder 487,90 Euro brutto (inklusive 19% Umsatzsteuer) betragen und
  • die Wirtschaftsgüter selbstständig nutzungsfähig sind und
  • die Wirtschaftsgüter abnutzbar und beweglich sind.

Selbstständige Nutzungsfähigkeit

Voraussetzung für den Ansatz der Kosten im Jahr der Anschaffung ist, dass das Arbeitsmittel selbstständig nutzungsfähig ist. Nur dann handelt es sich um ein geringwertiges Wirtschaftsgut. Peripheriegeräte eines Computers zum Beispiel, wie der Drucker, sind nicht selbstständig nutzungsfähig. Dessen Anschaffungskosten sind auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Arbeitsmittels zu verteilen.

Handelt es sich bei dem Drucker um ein Multifunktionsgerät, ist eine selbstständige Nutzung möglich. Die Anschaffungskosten können im Jahr der Anschaffung angesetzt werden, sofern das Gerät nicht mehr als 410 EUR netto kostet.

Abnutzbar und beweglich

Abnutzbar ist ein Wirtschaftsgut, wenn sein Wert jährlich abnimmt, weil es einem gewissen Verschleiß ausgesetzt ist, wie zum Beispiel ein Schreibtisch oder der Laptop.

Beweglich ist ein Wirtschaftsgut, wenn es nicht fest mit dem Grund und Boden verankert ist, Das Wohnhaus ist zum Beispiel nicht beweglich, die Einrichtung des Arbeitszimmers hingegen schon.

Tipp:Bei Anschaffung eines geringwertigen Wirtschaftsguts haben sie ein Wahlrecht. Sie können die Aufwendungen im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Werbungskosten ansetzen, oder die Aufwendungen auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts verteilen. Dann können sie die Anschaffungskosten jährlich zu einem Teil als Werbungskosten in ihrer Steuererklärung geltend machen.

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