Auslandsreisen ab 2013

Auslandsreisen ab 2013

Neue Reisekostensätze beachten


Sind Sie als Arbeitnehmer oder Selbstständiger beruflich im Ausland unterwegs? Dann können Sie die dabei entstandenen Ausgaben bei Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen – entweder als Werbungskosten oder Betriebsausgaben. Ab 2013 gelten dafür neue Reisekostensätze.

Diese sind je nach Land oder Stadt unterschiedlich. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Pauschbeträge größtenteils angehoben. Vereinzelt wurden auch Pauschbeträge für bisher nicht erfasste Länder ergänzt.

Verpflegungsmehraufwendungen

Verpflegungsmehraufwendungen können nur mit Pauschbeträgen als Reisekosten geltend gemacht werden. Ein Ansatz von tatsächlich entstandenen Aufwendungen ist nicht möglich. Auch wenn Ihre Restaurant-Quittung eine höhere Summe als den Pauschbetrag aufweist, können Sie diese leider nicht absetzen.Die Pauschalen bestimmen sich für jeden Tag nach der Abwesenheits-Dauer von Ihrer Wohnung sowie Ihrer Arbeitsstätte. Bei Reisen vom Inland ins Ausland ist der Pauschbetrag des Ortes maßgebend, den Sie um 24 Uhr Ortszeit erreicht haben. Bei Tagesreisen in das Ausland ist der Pauschbetrag Ihres letzten Tätigkeitsortes im Ausland entscheidend. Gleiches gilt bei Rückreisetagen aus dem Ausland in das Inland.

Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen

Land24 Std. * 14 bis 24 Std. * 8 bis 14 Std.* 
201320122013201220132012
Schweiz48 €42 €32 €28 €16 €
14 €
Österreich29 €36 €20 €24 €10 €12 €
Italien34 €36 €23 €24 €12 €12 €
Frankreich44 €39 €29 €26 €15 €13 €
Belgien41 €42 €28 €28 €14 €14 €
Luxemburg47 €39 €32 €26 €16 €13 €
Norwegen64 €72 €43 €48 €22 €24 €
Japan51 €51 €34 €34 €17 €17 €
Stadt24 Std. * 14 bis 24 Std. * 8 bis 14 Std.* 
201320122013201220132012
Paris58 €48 €39 €32 €20 €16 €
London57 €60 €38 €40 €19 €20 €
Rom52 €36 €35 €24 €18 €12 €
Genf62 €51 €41 €34 €21 €17 €
Tokio53 €51 €36 €34 €18 €17 €

* Abwesenheitsdauer je Kalendertag

Übernachtungskosten

Übernachten Sie während Ihrer Auswärtstätigkeit am ausländischen Zielort, so können Sie auch diese Aufwendungen steuerlich absetzen. Im Gegensatz zu den Verpflegungsmehraufwendungen können jedoch nur die tatsächlich entstandenen Ausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Heben Sie daher Rechnungen für Hotels oder Appartements sorgfältig auf.Achten Sie bei der Hotelrechnung auf die Aufschlüsselung der Kosten: Ist nur ein Gesamtpreis für Übernachtung und Frühstück ausgewiesen, so müssen Sie diesen Betrag um 20 Prozent des länderspezifischen Verpflegungs-Pauschbetrages für über 24 Stunden kürzen.

Reist Ihr Ehepartner aus beruflichen Gründen mit, können Sie die Kosten für ein Doppelzimmer ansetzen. Sind die Gründe für die Mitreise Ihres Partners jedoch privat, werden nur die fiktiven Kosten für ein Einzelzimmer akzeptiert.

Tipp: Haben Sie nur für die Übernachtung ohne Frühstück bezahlt und ist dies auf der Hotelrechnung nicht erkennbar, vermerken Sie darauf handschriftlich „Frühstück nicht enthalten“. Das Finanzamt sieht in diesen Fällen von einer Kürzung ab.

Erstattung der Übernachtungskosten durch den Arbeitgeber

Die neuen Pauschbeträge für die Übernachtungskosten sind nur bei der steuerfreien Erstattung durch Ihren Arbeitgeber maßgeblich – Sie dürfen Sie nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abziehen. Ihr Arbeitgeber kann Ihnen die Pauschbeträge für die Übernachtung auch dann erstatten, wenn Ihnen keine oder nur geringe tatsächliche Übernachtungskosten entstanden sind. Sollten Ihre tatsächlichen Kosten jedoch höher als die Erstattung vom Arbeitgeber sein, können Sie die Differenz bei den Werbungskosten ansetzen.

Pauschbeträge für Übernachtungskosten

Land2013212
Schweiz139 €110 €
Österreich92 €70 €
Italien126 €100 €
Frankreich81 €100 €
Belgien135 €100 €
Luxemburg102 €87 €
Norwegen182 €170 €
Japan156 €90 €
Australien133 €100 €
Stadt20132012
Paris135 €100 €
London160 €152 €
Rom160 €108 €
Genf174 €110 €
Tokio153 €130 €

Für Länder, die nicht in dieser Liste aufgeführt sind, gilt der für Luxemburg ausgewiesene Pauschbetrag. Für nicht erfasste Übersee- und Außengebiete eines Landes ist der Pauschbetrag des Mutterlandes maßgebend.

Tipp: Um die berufliche Veranlassung der Reise dem Finanzamt glaubhaft zu machen, zeichnen Sie Reisedauer und Reiseweg auf und belegen Sie dies anhand Unterlagen wie Hotelrechnungen, Fahrtenbuch, Tankquittungen. Auch Schriftverkehr mit Kunden oder dem Arbeitgeber können als Nachweise dienen.

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