Beliebt, aber steuerlich kompliziert

Beliebt, aber steuerlich kompliziert

Dienstwagen


Egal, ob Führungskraft oder Außendienstmitarbeiter. Ein Dienstwagen steht ganz oben auf der Wunschliste vieler Angestellter.

Fest steht aber: Wer einen Firmenwagen privat nutzt, muss für dieses Privileg Steuern zahlen. Wir haben die wichtigsten Informationen rund um den Dienstwagen zusammengestellt.

Und so funktioniert das Ganze:

Der Arbeitnehmer hat mit einer Gehaltsumwandlung steuerliche Vorteile, der Arbeitgeber kann die Fahrzeugfinanzierung, ob mit Kredit oder Leasing, als Betriebsausgaben steuerlich absetzen. Der Arbeitgeber schlägt also ein Prozent des Listenpreises des Autos auf das Gehalt auf. Dieser pauschalierte geldwerte Vorteil ist dann zu versteuern.

Beispiel: Wird diese Regelung nicht praktiziert, ist ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch zu führen. Die laufenden Kosten werden häufig über eine Art Kreditkarte abgerechnet, auf die getankt wird und Wartungs- und Reparaturleistungen verwaltet werden.

Und das sollten Sie beachten!

  • Am besten Sie klären vorab mit Ihrem Chef, welche laufenden Kosten (Benzin, Wagenpflege) Ihr Arbeitgeber bei der privaten Nutzung übernimmt.
  • Der Arbeitsvertrag sollte entsprechend geändert werden.
  • Ein Navigationssystem erhöht den Bruttolistenpreis und erhöht die Leasingrate und den geldwerten Vorteil
  • Selbstständige können die Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich absetzen
  • Ein Fahrtenbuch empfiehlt sich, um dem Finanzamt die Nutzung belegen zu können, auch wenn Sie die 1 %-Regelung anwenden

Wichtig

Ein Gehalt von € 4.000,00 ergibt in der Steuerklasse IV (keine Kinder, keine Kirchensteuer) ein monatliches Netto von € 2.374,76. Mit einem geldwerten Vorteil von € 408,00 (Bruttolistenpreis € 30.000, 12km Arbeitsweg) ergibt sich ein Monatsnetto von € 2.172,58. D.h. der Vorteil von € 408,00 kostet Sie € 202,18!

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