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Katalogberufe

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Was sind Katalogberufe?

Katalogberufe sind wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten, die im Gesetz als solche verankert sind. Dazu zählen:

  • Ă„rzte, Zahnärzte. Tierärzte,
  • Rechtsanwälte, Patentanwälte,
  • Notare,
  • Vermessungsingenieure, Ingenieure,
  • Architekten,
  • Handelschemiker,
  • WirtschaftsprĂĽfer, Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, vereidigte BuchprĂĽfer, beratende Volks-und Betriebswirte,
  • Heilpraktiker,
  • Dentisten,
  • Krankengymnasten,
  • Journalisten,
  • Bildberichterstatter,
  • Dolmetscher,
  • Ăśbersetzer,
  • Lotsen

Kein Katalogberuf? Vielleicht ist Ihre Tätigkeit mit einem Katalogberuf vergleichbar?

Der Bundesfinanzhof hat weiterhin die nachfolgenden Berufe als freiberufliche Tätigkeiten anerkannt:

  • Tätigkeit als Diplom-Informatiker oder Diplom- Mathematiker,
  • Fleischbeschauer,
  • Hebamme, Entbindungspfleger, Diätassistenten,
  • Patentberichterstatter mit wertender Tätigkeit,
  • Prozessagenten,
  • Zahnpraktiker,
  • Gutachter,
  • Altenpfleger, soweit keine hauswirtschaftliche Versorgung der Patienten erfolgt,
  • Ergotherapeuten,
  • Krankenpfleger/Krankenschwestern, soweit keine hauswirtschaftliche Versorgung der Patienten erfolgt,
  • Logopäden,
  • Staatlich geprĂĽfte Masseure, Heilmasseure, soweit diese nicht lediglich oder ĂĽberwiegend kosmetische oder Schönheitsmassagen durchfĂĽhren,
  • Medizinische Bademeister, soweit diese auch zur Feststellung des Krankheitsbefunds tätig werden oder persönliche Heilbehandlungen am Körper des Patienten vornehmen,
  • Medizinisch-technische Assistenten,
  • Orthopisten,
  • Psychologische Psychotherapeuten fĂĽr Kinder und Jugendliche,
  • Podologen,
  • Rettungsassistenten

Weder Gewerbetreibender noch Freiberufler – was sind Sie dann?

Das Steuerrecht hat zum Glück an jeden gedacht – vielleicht gehören Sie ja zu den sonstigen Selbstständigen?

Sonstige Selbstständige sind zum Beispiel folgende Personen:

  • Testamentsvollstrecker,
  • Vermögens-, Insolvenz-, Vergleichs- oder Zwangsverwalter,
  • Aufsichtsratsmitglied,
  • Schiedsmann,
  • Berufsmäßiger rechtlicher Betreuer,
  • Tagesmutter,
  • Ehrenamtliches Mitglied kommunaler Vertretungen (z.B. OrtsbĂĽrgermeister, Landrat, Kreistagsabgeordneter),
  • Einnehmer einer staatlichen Lotterie (wenn diese nicht ausnahmsweise gewerblich sind).

Wenn Sie sich als Freiberufler mit Katalogberuf einstufen lassen wollen, ist die Ausbildung entscheidend. Was befähigt Sie als Freiberufler zu arbeiten? Dieses müssen Sie dem Finanzamt genau darlegen.

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2 Kommentare

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  1. 1
    Robert Hierl

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich möchte die Wiso/Buhl-Steuer-SW nutzen und weiß nicht, mit welcher Berufsbezeichnung ich in die Steuerberechnung einsteigen soll.
    Ich habe von 1973 bis 2005 bei Siemens als Angestellter gearbeitet.
    Ich bekomme von Siemens auch eine Betriebsrente und beziehe die normale Altersrente.
    Bin dann 2005 in Altersteilzeit gegangen un bin seit März 2007 in Rente.
    Seit dieser Zeit bin ich als selbständiger Unternehmensberater tätig.
    Ich bin beim Handelsregister registriert als Leadership-Services Einzelfirma e. K. (eingetragener Kaufmann)
    Mit welcher Berufsbezeichnung muss ich mich anmelden?
    Vielen Dank fĂĽr Ihr Feedback dazu.
    Freundlicher GruĂź
    Robert Hierl

    • 2
      Alexander MĂĽller

      Sehr geehrter Herr Hierl,
      vielen Dank für Ihre Frage. Da wir aufgrund gesetzlicher Regelung nicht im Einzelfall steuerberatend tätig sein dürfen, kann ich Ihnen leider nur allgemeine Hinweise auf Ihre Frage geben. Ich bitte Sie diesbezüglich um Verständnis.

      Als Berufsbezeichnung ist der Unternehmensberater durchaus gängig. Jedoch ist der Begriff nicht eindeutig rechtlich geschützt, wie z.B. der eines Steuerberaters oder Architekten.

      Ob ein Unternehmensberater jedoch unter die sog. Katalogberufe des §18 EStG fällt, wird im Zweifel vom Finanzamt geprüft. § 18 EStG sagt diesbezüglich, dass die Tätigkeit aufgrund eigener Fachkenntnisse und eigenverantwortlich durchgeführt werden muss. Eine beratende Tätigkeit aufgrund des Wissens z.B. eines Hochschulabschlusses, könnte dafür ein Merkmal sein. Sobald jedoch Leistungen vermittelt oder etwas Anderweitiges verkauft wird, handelt es sich um eine gewerbliche Tätigkeit nach §15 EStG.

      Mit Eintragung in das Handelsregister als Kaufmann betreibt man im Sinne des HGB auf jeden Fall einen Handelsbetrieb, was wiederum auf gewerbliche EinkĂĽnfte nach §15 EStG hinweist (Sogenannter “Ist- oder Kann-Kaufmann”).Jedoch schafft §1 Abs.2 HGB eine Ausnahme, falls kein “in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb” erforderlich ist (z.B. liegt bei einer Tätigkeit von Zuhause aus oder als Einzelunternehmer ohne weitere Angestellte kein Geschäftsbetrieb im Sinne des HGB vor).

      Leider ist die Abgrenzung, ob es sich um Einkünfte nach §18 oder §15 EStG handelt, oft ein Streitthema mit dem Finanzamt.

      Viele GrĂĽĂźe,
      Alexander MĂĽller von der buhl:Redaktion

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