Doppelte Haushaltsführung – Was Sie wissen müssen

Finanzielle Unterstützung bei der Zweitwohnung


Auf der Autobahn immer Stau, der Zug ständig verspätet oder die Fahrzeit schlichtweg zu lang? Es gibt viele Gründe, das Pendeln zum oftmals weit entfernten Arbeitsort aufzugeben. Stattdessen entscheiden sich viele für eine Zweitwohnung in der Nähe des Arbeitgebers. Ganz getreu dem Motto „billiger wohnen in der Zweiten“: Sparen Sie Geld, indem Sie Ihre doppelte Haushaltsführung absetzen.

Doppelte Haushaltsführung – Was ist das?

Der Name lässt es schon vermuten: Eine doppelte Haushaltsführung liegt vor, wenn Sie zeitgleich zwei Wohnungen unterhalten. Dabei geht es jedoch nicht um das Ferienhäuschen an der Ostsee. Vielmehr handelt es sich um den Fall, dass Sie in einer weiter entfernten Stadt arbeiten und dort unter der Woche in einer Zweitwohnung leben. So eine Zweitwohnung stellt nicht nur finanziell eine Belastung dar. Auch die Trennung von Familie und Freunden kann schwer sein. Grundsätzlich sind Kosten für Ihre Wohnung Ihrem Privatleben zuzuordnen und die Kosten dafür steuerlich nicht relevant.

Zum doppelten Haushalt entscheiden Sie sich aber in der Regel aus beruflichen Gründen. Deshalb schaltet sich der Gesetzgeber ein und sieht zwei Möglichkeiten vor, Sie zu entlasten. Ersetzt Ihnen Ihr Arbeitgeber die Kosten, ist diese Zahlung in einem gewissen Rahmen steuerfrei. Tut er das nicht, kommt der Staat teilweise dafür auf: Sie können die Aufwendungen in der Steuererklärung als Werbungskosten (Arbeitnehmer) oder Betriebsausgaben (Selbständige) angeben. Und damit Steuern sparen. Dieser Artikel konzentriert sich speziell auf den Abzug als Werbungskosten von Arbeitnehmern.

Die Qual der Wahl: Rechnen lohnt sich

Es ist nicht einfach, sich für eine doppelte Haushaltsführung und gleichzeitig das Wegziehen von der Familie zu entscheiden. Doch es gilt noch eine weitere Entscheidung zu treffen: Fahrtkosten oder doppelte Haushaltsführung? Wenn Sie eine Zweitwohnung am Arbeitsort haben, verpflichtet Sie das nicht, die Kosten dafür als doppelte Haushaltsführung anzugeben. Sie können auch die Fahrtkosten zwischen Ihrem Hauptwohnsitz und dem Arbeitgeber ansetzen, wenn diese höher sind. Das lohnt sich vor allem dann, wenn Sie unter der Woche noch ab und zu nach Hause fahren und Ihre Zweitwohnung günstig ist. Es empfiehlt sich also eine Vergleichsrechnung aufzustellen.

Selbst, wenn Sie im Laufe des Jahres feststellen, dass Sie sich falsch entschieden haben: Die Wahl können Sie jedes Jahr aufs Neue treffen – es ist also noch nichts verloren.

Beispiel

Ihre Familie lebt in Stuttgart. Sie arbeiten in Frankfurt und haben in der Nähe eine Zweitwohnung gemietet. Die Kosten dafür betragen 600 Euro im Monat. Die Entfernung nach Stuttgart beträgt ca. 300 km. Sie sind am Wochenende, aber auch jeweils zwei Mal unter der Woche zu Ihrer Familie gefahren. Insgesamt hatten Sie 48 Arbeitswochen.

Möglichkeit 1: Doppelte Haushaltsführung

Miete: 600 Euro x 12 Monate = 7.200 Euro
Familienheimfahrt: 48 Wochen x 300 km x 30 Cent = 4.320 Euro
Gesamt: 11.520 Euro

Möglichkeit 2: Fahrtkosten

Wochenendheimfahrt: 48 Wochen x 300 km x 30 Cent = 4.320 Euro
Zwischenheimfahrten: 48 Wochen x 2 Fahrten x 300 km x 30 Cent = 8.640 Euro
Gesamt: 12.960 Euro
In diesem Fall wäre die Wahl der Fahrtkosten günstiger als der Ansatz der doppelten Haushaltsführung.

Berufliche Veranlassung

Für die doppelte Haushaltsführung müssen die gleichen Regeln beachtet werden wie für andere Werbungskosten. Die magischen Worte lauten dabei: berufliche Veranlassung. Sind Kosten beruflich veranlasst, sind sie als Werbungskosten abziehbar. Nicht anders ist das bei der doppelten Haushaltsführung. Um sie steuerlich geltend zu machen, muss der Grund für die Zweitwohnung beruflicher Natur sein. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Zweitwohnung näher am (neuen) Arbeitsort liegt. Oder Sie werden versetzt, aber nicht die gesamte Familie soll mit umziehen.

Eine berufliche Veranlassung liegt auch umgekehrt vor: Wohnen Sie bereits in der Nähe Ihres Arbeitsorts, aber entscheiden Sich dazu z.B. mit Ihrer Familie weiter weg zu ziehen, spricht man von einer „Wegverlegung“. Wahrscheinlich ist es für Sie sinnvoll, die alte Wohnung trotzdem zu behalten, um unter der Woche in der Nähe Ihrer Arbeit zu leben. Auch in diesem Fall haben Sie die Entscheidung aus beruflichen Gründen getroffen – die Kosten der doppelten Haushaltsführung sind somit ansetzbar.

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Wohnung am Beschäftigungsort

Die Zweitwohnung muss am Beschäftigungsort liegen. Die Kosten sind nicht abzugsfähig, wenn Sie nur in einen zweiten Haushalt ziehen, um unter der Woche ungestört arbeiten zu können. Es wird nicht erwartet, dass Sie eine Wohnung in der gleichen Gemeinde finden, in der Ihr Arbeitgeber ansässig ist. Die räumliche Nähe zum Arbeitsplatz ist ausreichend. Allerdings müssen Sie durch die Zweitwohnung von einer Zeitersparnis auf dem Weg zur Arbeit profitieren können. Hiervon wird ausgegangen, wenn sich die Entfernung zur Arbeit durch den Umzug auf weniger als 50 Prozent Ihres ursprünglichen Weges verkürzt.

Um die Kosten für die Wohnung ansetzen zu können, muss diese keinen besonderen Mindeststandard erfüllen. Es muss Ihnen nur möglich sein, dort zu übernachten. Deshalb zählen z. B. auch Hotelzimmer als Zweitwohnung.

Nicht jeder wohnt gerne allein: Auch eine Wohngemeinschaft kann als Wohnung am Beschäftigungsort zählen.

Eigener Hausstand

Ein doppelter Haushalt kann nur dann vorliegen, wenn Sie vorher schon einen ersten Haushalt hatten. Dieser muss auch weiterhin bestehen bleiben. Dabei ist es egal, ob Sie den Hausstand allein oder mit Ihrem Lebensgefährten oder Ehepartner bewohnen. Der erste Haushalt muss nicht unbedingt Ihr Eigentum sein. Es ist ausreichend, wenn Sie im Haushalt mitbestimmen und über die Wohnräume und Einrichtungen verfügen können. Darüber hinaus ist eine finanzielle Beteiligung am Hausstand erforderlich.

In diesem Hausstand muss sich zudem Ihr Lebensmittelpunkt befinden. Damit wird er von einem reinen „Wochenend-Häuschen“ abgegrenzt. Ihr Lebensmittelpunkt ist der Ort, an dem Sie soziale Kontakte pflegen, Ihre Familie und Freunde leben und Sie eventuell in Vereinen oder Organisationen tätig sind. Die Kosten für diesen Lebensmittelpunkt sind privat veranlasst, also nicht im Rahmen der doppelten Haushaltsführung anzusetzen. Vielmehr stellt er den Grund dafür dar, warum Sie sich für eine Zweitwohnung entscheiden und nicht den Lebensmittelpunkt verlagern.

Wenn Sie in Ihrem Heimatort noch mit Ihren Eltern zusammenwohnen, stellt sich die Frage, inwiefern tatsächlich ein eigener Hausstand vorliegt. Steht Ihnen zuhause ein abgetrennter Wohnbereich (z.B. eine Einliegerwohnung) zur Verfügung, ermöglicht dieser Ihnen die selbständige Haushaltsführung. Anders sieht das jedoch aus, wenn Sie während des Studiums lediglich Ihr altes Kinderzimmer im Elternhaus bewohnen. Selbst, wenn Sie sich finanziell am Haushalt beteiligen, wird die doppelte Haushaltsführung in der Regel nicht anerkannt.

Eine Ausnahme bildet nach dem BFH-Beschluss vom 1.3.2017 (VI B 74/16) der Fall, wenn Sie bereits berufstätig sind und mit Ihren Eltern wohngemeinschaftlich zusammenwohnen. Der Haushalt kann dann als Ihr eigener anerkannt werden. Voraussetzung ist, dass Sie sich mit mindestens 10 % an den laufenden Kosten beteiligen (BMF, Schreiben v. 24.10.2014 IV C 5). Dennoch hat das Finanzgericht Niedersachsen im Urteil vom 18.9.2019 anders entschieden. Hier hatte der Kläger erst am Jahresende einen Betrag von 1.750 Euro an seine Eltern überwiesen. Das Finanzamt hatte das zuvor nicht anerkannt, da es sich um keine laufende Beteiligung handelte. Das Finanzgericht erkannte die doppelte Haushaltsführung hingegen an. Im Zweifel muss also am Einzelfall entschieden werden.

Tatsächliche Unterhaltung von zwei Wohnungen

Durch den Ansatz der doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten werden Sie vom finanziellen Mehraufwand entlastet. Das bedeutet aber auch, dass Sie die Kosten dafür tatsächlich haben müssen. Es sollte also immer die Möglichkeit bestehen, über beide Hausstände zu verfügen. Ist Ihre Wohnung oder Ihr WG-Zimmer in Ihrer Abwesenheit untervermietet, ist diese Voraussetzung nicht erfüllt.

Es darf nur einen geben

Die doppelte Haushaltsführung ist nur an einem Ort möglich. Arbeiten Sie neben Ihrem Arbeitsort noch ab und zu auswärts, sind die Kosten hierfür als Dienstreise absetzbar – nicht etwa als zweite doppelte Haushaltsführung. Anderes gilt, wenn Sie den ersten doppelten Haushalt auflösen und zum Beispiel an einem neuen Beschäftigungsort einen neuen gründen.

Doppelte Haushaltsführung: Welche Kosten dürfen abgesetzt werden?

Bei den abzugsfähigen Kosten wird zwischen den Kosten für die Unterkunft und allen übrigen Aufwendungen unterschieden. Die Kosten der Unterbringung sind auf einen Höchstbetrag begrenzt. Alle anderen Ausgaben dürfen Sie allerdings darüber hinaus angeben.

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Doppelte Haushaltsführung – alles auf einen Blick

Unterkunft

Zu den Kosten für die Unterkunft zählt alles, was Sie für die reine Nutzung der Unterkunft aufwenden. Bei einer Mietwohnung ist das die Miete inklusive Nebenkosten, bei einem Hotelzimmer die Kosten pro Nacht und bei einem Eigenheim der jährliche Abschreibungsbetrag. Wird zum Beispiel eine Einbauküche mitvermietet, so zählt die Miete hierfür auch zu den Unterkunftskosten, da die Küche untrennbar mit der Wohnung verbunden ist. Damit aus den Werbungskosten kein Steuervorteil für Luxusimmobilien entsteht, hat der Gesetzgeber Höchstbeträge festgelegt. Monatlich dürfen Sie höchstens 1.000 Euro für die Unterkunft angeben. Dabei sind die Monatsgrenzen nicht streng zu betrachten. Unterjährig können nicht ausgeschöpfte und überstiegene Höchstbeträge miteinander verrechnet werden. Deswegen sollten Sie eher auf den Jahreshöchstbetrag von 12.000 Euro achten.

Ihre Monatsmiete beträgt bisher 900 Euro warm. Ab Juli erhöht Ihr Vermieter den Preis auf 1.100 Euro. Sie liegen also sechs Monate lang mit 100 Euro über dem Höchstbetrag. Nach der strengen Monatsbetrachtung dürften Sie die Mehrbeträge von Juli bis Dezember i. H. v. 600 Euro gar nicht ansetzen. In der Jahresbetrachtung hingegen können Sie den nicht ausgeschöpften Höchstbetrag der Vormonate mit den Folgemonaten verrechnen. Damit ergibt sich auf das Jahr eine Gesamtmiete von 12.000 Euro. Im Jahresdurchschnitt ist der Höchstbetrag von 1.000 Euro pro Monat eingehalten.

Der Höchstbetrag für die Unterkunft gilt pro Arbeitnehmer. Das bedeutet, dass jeder Arbeitnehmer diesen Höchstbetrag ausschöpfen darf. Wohnen Sie also mit 3 weiteren Berufstätigen zusammen, die einen doppelten Haushalt führen, so darf jeder von Ihnen bis zu 12.000 Euro pro Jahr für die Unterkunft angeben.

PKW-Stellplatz

Über den Höchstbetrag für die Unterkunft hinaus, können Sie sämtliche weitere Kosten ansetzen, die Ihnen für die Zweitwohnung entstehen. Dazu zählt unter anderem der Aufwand für einen Parkplatz (z.B. Anwohnerparken, Tiefgaragen-Stellplatz etc.). Allerdings muss der Stellplatz notwendig sein. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie in der Innenstadt ansonsten keinen Parkplatz finden würden.

Einrichtung

Auch wenn Sie nur unter der Woche zum Schlafen in der Zweitwohnung sind: Gemütlich möchten Sie es sicher trotzdem haben. Mit Ausgaben für die Einrichtung der Wohnung können Sie zusätzlich Steuern sparen, sofern deren Art und Höhe angemessen ist.

Möbel mit einem Preis von über 952 Euro (brutto) müssen im Rahmen der Absetzung für Abnutzung (AfA) abgeschrieben werden. Das bedeutet, dass der Aufwand auf die Nutzungsdauer verteilt wird. Im Steuerjahr dürfen Sie bei teuren Möbeln nur einen gewissen Anteil angeben.

Wohnungssuche

Doppelter Haushalt – Leicht gesagt, leicht getan? Meistens macht Ihnen der örtliche Wohnungsmarkt einen Strich durch die Rechnung. Damit sich die langwierige Wohnungssuche aber auch steuerlich ein bisschen bezahlt macht, können Sie die Kosten für Fahrten zur Besichtigung, Maklergebühren, Gebühren für die Schufa-Auskunft oder Mitgliedsbeiträge für Immobilien-Portale ansetzen.

Häusliches Arbeitszimmer

Die Einrichtung für Ihr Arbeitszimmer können Sie ähnlich wie bei Möbeln angeben. Steht Ihnen für die Ausübung Ihres Jobs kein anderer Arbeitsort als das Arbeitszimmer zu Hause zur Verfügung, können Sie von den Regelungen zum häuslichen Arbeitszimmer Gebrauch machen. Dasselbe gilt, wenn Ihr Arbeitszimmer zu Hause den Mittelpunkt Ihrer beruflichen Tätigkeit bildet.

Umzugskosten

Es ist endlich soweit und Sie haben eine Zweitwohnung gefunden? Dann nichts wie ran an den Umzug! Die Umzugskosten können Sie ebenfalls als Kosten der doppelten Haushaltsführung angeben. Aber Achtung: Die bekannte Umzugskostenpauschale gilt nicht beim Umzug in die Zweitwohnung. Ansetzen können Sie nur die tatsächlichen Aufwendungen. Anders ist das, wenn Sie Ihre Zweitwohnung wechseln: Dann kommt auch die Pauschale wieder in Betracht.

Verpflegung

In der Anfangszeit müssen Sie sich am Zweitwohnsitz erstmal einleben. Eventuell haben Sie noch gar keine Küche oder haben gar keine Zeit zum Einkaufen. Deswegen werden Sie doppelt unterstützt: Für die ersten drei Monate Ihrer doppelten Haushaltsführung können Sie Pauschalen für die Verpflegung ansetzen. Folgende Verpflegungspauschalen gelten:

 Ab 2020Bis 2020
An- und Abreisetag bei Übernachtung14 Euro12 Euro
Abwesenheit > 8 Stunden14 Euro12 Euro
Abwesenheit > 24 Stunden28 Euro24 Euro

Was, wenn Sie schon länger am Arbeitsort wohnen, aber die doppelte Haushaltsführung durch die Wegverlegung Ihrer Erstwohnung entstanden ist? Bisher wäre Ihnen der Abzug von den Verpflegungspauschalen versagt geblieben. Aber nach aktueller Rechtsprechung werden die Fälle einheitlich behandelt: Auch für die ersten drei Monate der doppelten Haushaltsführung durch Wegverlegung gelten die Verpflegungspauschalen.

Neues Spiel, neues Glück: Die drei Monate beginnen erneut, wenn Sie die doppelte Haushaltsführung am selben Ort mindestens für vier zusammenhängende Wochen unterbrochen haben. Das gleiche gilt, wenn Sie an einem anderen Ort einen doppelten Haushalt begründen.

Im selben Rahmen der Pauschalen darf Ihnen der Arbeitgeber übrigens steuerfrei Aufwendungen für Mahlzeiten ersetzen. Erfolgt der Verpflegungszuschuss vom Arbeitgeber allerdings länger als drei Monate, müssen die Zahlungen versteuert werden.

Fahrtkosten

Die jeweils erste und letzte Fahrt zu Ihrer Zweitwohnung dürfen Sie im Rahmen der Kilometerpauschale mit 30 Cent je Kilometer angeben. Für die Fahrten zwischen Ihrem zweiten Haushalt und dem Arbeitsort dürfen Sie wie gewohnt die Pendlerpauschale von 30 Cent je Entfernungskilometer berücksichtigen. Bahntickets können Sie mit ihrem tatsächlichen Wert angeben, wenn dieser sich für Sie günstiger auswirkt als die Entfernungspauschale.

Familienheimfahrten

Natürlich möchten Sie Ihre Familie am Wochenende im Heimatort besuchen. Auch hierfür hat der Gesetzgeber einen kleinen Bonus vorgesehen: Pro Woche dürfen Sie eine sogenannte Familienheimfahrt mit 30 Cent je einfachem Entfernungskilometer ansetzen – unabhängig davon, welches Verkehrsmittel Sie benutzt haben und ob Sie tatsächlich gefahren sind.

Waren die Ihre Kosten für Bus oder Bahn höher als die Pauschale, dürfen Sie die Kosten ansetzen. Bei Fahrten mit dem Firmenwagen dürfen Sie die Familienheimfahrten allerdings nicht ansetzen. Das gleiche gilt, wenn Ihnen steuerfreie Fahrtkostenzuschüsse oder Freifahrten gewährt werden.

Besuchsfahrten

Sind Sie nachweislich aus beruflichen Gründen zur Familienheimfahrt verhindert, können stattdessen Besuchsfahrten Ihres Partners angesetzt werden. Dabei gelten die gleichen Regeln wie bei der Familienheimfahrt. Auch wenn Ihr Besuch über Nacht bleibt: Abziehbar sind nur die Fahrtkosten. Verpflegungsaufwendungen oder Übernachtungskosten dürfen nicht berücksichtigt werden.

Familienferngespräch

Alternativ zur Familienheimfahrt dürfen Sie auch die Kosten für ein Ferngespräch von 15 Minuten pro Woche angeben.

So tragen Sie die Kilometerpauschale in WISO Steuer ein

Übrigens: Mit steuer:web können Sie ganz einfach Ihre Fahrten angeben – die jeweils günstigste Pauschale wird Ihnen automatisch ausgerechnet!

Wählen Sie einfach den Bereich “Arbeitnehmer, Betriebsrentner und Pensionäre” aus. Es öffnen sich weitere Zeilen. Klicken Sie auf “Ausgaben (Werbungskosten)”. Im jetzt geöffneten Fenster haben Sie die Möglichkeit, Eingaben zum Punkt “Doppelter Haushalt” zu machen.

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