Dürreschäden in der Landwirtschaft

Dürreschäden in der Landwirtschaft

Steuerliche Hilfsmaßnahmen beschlossen


Die lange Trockenheit und große Hitze hat in weiten Teilen Deutschlands beträchtliche Schäden verursacht. Die Ernteausfälle und Ertragseinbußen werden bei vielen Landwirten zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Doch glücklicherweise kommt der Fiskus den Bauern entgegen.

Schnelle und unbürokratische Hilfe

Um den Landwirten auf schnellem und unbürokratischem Wege zu helfen, wurden von den Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen umfangreiche Kataloge an steuerlichen Hilfsmaßnahmen aufgelegt.

Gerade für die kleinen Bauern können die Dürreschäden erhebliche finanzielle Auswirkungen haben – besonders für die greifen die Hilfsmaßnahmen.

Umfangreiche HilfskatalogeDie Hilfskataloge der Länder enthalten jeweils eine Reihe von Maßnahmen um die Landwirte zu entlasten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Auf Antrag wird den geschädigten Bauern das Zahlen von Steuern gestundet.
  • Bis Ende dieses Jahres werden die Finanzämter gegen betroffene Landwirte keine Vollstreckungsmaßnahmen einleiten.
  • In der Zeit vom 1. August bis 31. Dezember 2015 werden anfallende Säumniszuschläge erlassen.
  • Auf Antrag können die Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer und Körperschaftsteuer angepasst werden.

Darüber hinaus sind steuerliche Erleichterungen bei Versicherungsleistungen, bei Ernte- oder Ertragsausfällen sowie ein erleichterter Betriebsausgabenabzug bei Herrichtung und Wiederanpflanzungen zerstörter Anlagen möglich.

Unser Tipp

Betroffene Landwirte sollten sich umgehend persönlich mit ihrem zuständigen Sachbearbeiter im Finanzamt in Verbindung setzen. Sie erhalten dort nähere Auskünfte über die in ihrem Fall anwendbaren Regelungen.

Anträge auf Erlass von Grundsteuer sind an die Gemeinden zu richten. Dabei ist eine Antragsfrist bis zum 31. März 2016 zu beachten.

Die Hilfskataloge der einzelnen Bundesländer können Sie sich hier herunterladen:

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