Entlastungsbetrag gibts nur einmal

Entlastungsbetrag gibts nur einmal

Alleinerziehende müssen sich entscheiden


Entweder Mami oder Papi. Nur ein Elternteil kann den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende für sich beanspruchen.

Auch wenn sich das Kind annähernd gleich viel bei seinen getrennt lebenden Eltern aufhält. Die Richter am Bundesfinanzhof (BFH) haben jetzt aber entschieden, dass die Eltern bestimmen können, wer den Entlastungsbetrag bekommt.

Es sei denn, ein Elternteil hat bei seiner Einkommensteuerfestsetzung oder durch Vorlage einer Lohnsteuerkarte mit der Steuerklasse II bei seinem Arbeitgeber den Entlastungsbetrag bereits in Anspruch genommen.

Der Entlastungsbetrag kann nach der neuen Entscheidung unabhängig davon, wem das Kindergeld ausgezahlt wird, von demjenigen Elternteil abgezogen werden, für den sich die größere Steuerersparnis ergibt. Nur wenn die Eltern sich nicht einigen können oder keine Bestimmung treffen, steht der Entlastungsbetrag demjenigen Elternteil zu, der das Kindergeld erhält.

Hintergrund

Mit dem Entlastungsbetrag können Steuerzahler, die allein leben und ein Kind haben ihre Steuerlast drücken. Hält sich das Kind in annähernd gleichem Umfang in den Haushalten seiner getrennt lebenden Eltern auf, konnte nach Auffassung der Finanzrichter nur derjenige Elternteil den Entlastungsbetrag abziehen, dem das Kindergeld ausgezahlt wird. Hat dieser keine oder nur geringe Einkünfte, würde sich bei ihm der Entlastungsbetrag steuerlich nicht auswirken. Diese Auffassung hat der BFH jetzt nicht bestätigt.

Bundesfinanzhof, III R 79/08

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