Menüs senken die Steuer

Mahlzeiten im Pflegeheim


Lange Zeit war strittig, ob die Zubereitung von Mahlzeiten und das Servieren der Mahlzeiten im Speisesaal eines Seniorenheimes steuerlich begünstigt sind.

Nun gilt: Menüs senken die Steuer

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat entschieden, dass die Kosten für das Zubereiten und Servieren von Mahlzeiten als sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen begünstigt sind.

Eine haushaltsnahe Dienstleistung wird als Steuerermäßigung in Höhe von 20 Prozent direkt von der Steuerschuld abgezogen. Der Abzug ist jedoch auf 4.000 Euro jährlich beschränkt.

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Der lange Weg zu diesem Urteil

Eine Vergünstigung wurde seitens des Finanzgerichts Baden-Württembergs zunächst abgelehnt. Grund: Die Leistungen würden nicht im Haushalt erbracht. Die Zentralküche samt Speisesaal gehörten nicht zu den Gemeinschaftsräumen der Heimbewohner, sondern seien dem Betreiber des Seniorenheims zuzurechnen (Urteil des Finanzgericht Baden-Württemberg, Aktenzeichen 6 K 4420/11).

Ein anderer Senat war jedoch kurz danach anderer Meinung: Das Servieren der Speisen im Speisesaal erfolge auf einer Gemeinschaftsfläche. Damit sei es dem Haushalt des Bewohners eben doch zuzurechnen. Auch sei die Küche Teil der Wohnanlage (Aktenzeichen 3 K 3887/11).

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