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Erben & schenken

Auch das Finanzamt will seinen Teil


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Egal ob Erbe oder Geschenk – in der Regel freut sich nicht nur der Empfänger. Auch das Finanzamt ist glücklich über die anfallende Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer. Immerhin: Für nahestehende Verwandte gibt es hohe Freibeträge, durch die auch großzügigere Geschenke steuerfrei bleiben. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Erben und schenken – Was ist der Unterschied?

Aus steuerlicher Sicht wird zwischen einem Erbe und einer Schenkung kein Unterschied gemacht. In beiden Fällen zählen dieselben Steuersätze und Freibeträge.

Haben Sie jedoch einen Angehörigen verloren, können Sie immerhin Ausgaben rund um die Beerdigung absetzen. Als Erbe haben sich jedoch auch einige Pflichten:

Kosten für die Beerdigung absetzen

Eine Beerdigung kann schnell mal mehrere tausend Euro kosten. Haben Sie alles selbst bezahlt? Dann haben Sie 2 Optionen:

  1. Keine Nachweise: Sie können die einzelnen Kosten der Beerdigung nicht belegen? Dann können Sie die Erbfallkostenpauschale nutzen. Sie beträgt 10.300 Euro und wird bei der Berechnung der Erbschaftsteuer von Ihrem Erbe abgezogen. Das Erbe bleibt also bis zu diesem Betrag steuerfrei. Übrigens: Das gilt auch für den Fall, wenn Sie nicht die Kosten der Beerdigung, dafür aber andere Kosten im Zusammenhang mit dem Tod Ihres Angehörigen gezahlt haben.
  2. Sie haben mehr gezahlt als 10.300 Euro? In diesem Fall können Sie auch die tatsächlichen Kosten angeben. Das geht aber nur, wenn Sie die Ausgaben mit Belegen nachweisen können.

Abgabepflicht der Steuererklärung

Ihr verstorbener Angehöriger war zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet? Dann bleibt diese Pflicht auch nach dem Tod bestehen und geht auf die Erben über. Der Erbe muss sich dann darum kümmern, dass die Steuererklärung vollständig und fristgerecht beim Finanzamt eingeht.

Der Vorteil: Erhält der Verstorbene eine Erstattung, geht sie auf Sie als Erben über. Doch leider gilt es auch umgekehrt: Im Fall einer Nachzahlung müssen Sie als Erbe die Steuerschuld aus eigener Tasche begleichen.

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Steuererklärung – Pflicht oder Kür?

Ob für Ihre Steuererklärung eine Pflicht zur Abgabe besteht, hängt von einigen Faktoren ab. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Arbeitnehmern und Personen, die im Kalenderjahr keinen Arbeitslohn bezogen haben – zum Beispiel Gewerbetreibende, Freiberufler und Rentner. Wer dabei tatsächlich verpflichtet ist eine Steuererklärung abzugeben, zeigen wir Ihnen hier.

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Welche Steuerklassen und Freibeträge gibt es?

Ähnlich wie bei der Lohnsteuer gibt es auch bei der Erbschaftsteuer Steuerklassen. Hier kommt es jedoch darauf an, in welchem Verwandtschaftsverhältnis man zur schenkenden bzw. vererbenden Person steht. Es gilt: Je näher die Verwandtschaft, desto günstiger die Steuerklasse.

Steuerklasse Verwandtschaftsverhältnis
IEhepartner und Lebenspartner, Kinder, Stiefkinder, Adoptivkinder, Enkel, Urenkel, Eltern und Großeltern
IIGeschwister, Neffen/Nichten, Schwiegereltern, Stiefeltern, Geschiedene sowie Eltern und Großeltern bei einer Schenkung
IIIalle übrigen ohne Verwandtschaftsverhältnis

Je nachdem, in welchem Verwandtschaftsverhältnis Sie und die erbende bzw. schenkende Person stehen, gibt es unterschiedliche Freibeträge. Das sind Beträge, bis zu denen das Geschenk oder das Erbe steuerfrei bleibt.

Freibetrag in EuroBeschenkte bzw. Erbende
500.000 für den Ehegatten oder Lebenspartner
400.000 für die Kinder und Enkelkinder, die anstelle verstorbener Kinder erben
200.000 für die Enkelkinder
100.000 für die übrigen Personen der Steuerklasse I
20.000für die Personen der Steuerklasse II
20.000für die Personen der Steuerklasse III
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Erbschaftssteuer – was Erben wissen müssen

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Welche Steuersätze gelten?

Mit welchem Steuersatz das Erbe oder Geschenk besteuert werden, hängt vor allem von der jeweiligen Steuerklasse und vom Wert ab:

Wert des steuerpflichtigen Erbes/Geschenks Prozentsatz in der Steuerklasse
EuroIIIIII
bis 75.00071530
bis 300.000112030
bis 600.000152530
bis 6.000.000193030
bis 13.000.000233550
bis 26.000.000274050
über 26.000.000304350

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  1. 1
    Stephan Friedrich

    Wie ist es im Steuerrecht, wenn man zusammen mit seinem behinderten Bruder (alle Steuerklasse 1), das geerbte Elternhaus bewohnt und dieser verstirbt. Wie sieht es dann mit der Entrichtung der Erbschaftssteuer und Höhe aus.
    Da ich selbst im Haus lebe mache ich mir über die Höhe der Steuer viele Gedanken und wie dies bezahlt werden sollte. Hierüber habe ich noch keinen nennenswerten Artikel gelesen. Wäre schön wenn Sie mir die Frage beantworten könnten, danke.
    MfG
    Stephan Friedrich

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